07.03.2015

RWE

Déjà-Vu und Fan-Kritik

Da war es wieder, das kollektive Déjà-Vu. Der Spielverlauf der Partie Gladbach II gegen RWE erinnerte an die letzten Spiele der Rot-Weissen.

Die Essener investierten vor einer trostlosen Kulisse von 1.500 Zuschauern im Borussia-Park (Kapazität: 54.000) viel, wurden am Ende aber wieder nicht belohnt. Schon zum vierten Mal im Jahr 2015 verlor die Mannschaft von Trainer Marc Fascher mit 0:1. Dass nach dem Abpfiff aus dem Gästeblock Pfiffe, Beschimpfungen und „Fascher raus“-Rufe zu hören waren, war diesmal aber nicht dem Spielverlauf angemessen.

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RWE präsentierte sich besser als zuletzt bei der Derbyniederlage gegen Kray und schaffte es, sich deutlich mehr klare Chancen zu erarbeiten. [person=2178]Kevin Freiberger[/person] traf früh die Latte, [person=2031]Tim Hermes[/person] scheiterte mit einem indirekten Freistoß im Strafraum an einem Abwehrbein kurz vor der Linie. Nach der Pause hätten die Gäste zudem einen Elfmeter bekommen müssen, nachdem Tim Knipping [person=2024]Sven Kreyer[/person] im Strafraum gefoult hatte. Selbst Gladbach-Trainer Sven Demandt bekannte nach dem Spiel: „Wir hätten uns nicht beschweren dürfen, wenn der Schiedsrichter da auf den Punkt zeigt.“

So kam es letztlich, wie es kommen musste. Leon Binder verlor [person=6013]Marlon Ritter[/person] einmal aus den Augen, der ging auf links auf und davon und hatte bei seinem Schuss im Strafraum sogar noch das Glück, dass Richard Weber die Kugel unhaltbar ins Tor abfälschte (71.). Mit diesem Treffer schossen die Gladbacher RWE wohl endgültig aus dem Aufstiegskampf. Die kleinen Fohlen haben acht Punkte Vorsprung vor Essen und noch zwei Nachholspiele zu absolvieren, Aachen ist bereits elf Punkte enteilt.

Fascher war sich bewusst, dass er sich wiederholte, als er sein Statement zum Spiel abgab, hatte aber kaum eine andere Wahl: „Das war wieder mal eine ganz ärgerliche Niederlage. Das Tor ist wie vernagelt, wie schießen die Gegner eher an, als an ihnen vorbei.“ Der Coach betonte: „Ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen, die wollten alle unbedingt und sie haben ein gutes Spiel gemacht.“

Vor Pfiffen schützte sie das aber letztlich nicht. Erst nach dem Ende des Spiels machten die mitgereisten Fans so richtig auf sich aufmerksam. Zuvor hatten sie geschwiegen – und zwischendurch ein Plakat hochgehalten: „Wir wollten ja singen, aber auf unseren Zungen lastet ein Fluch.“

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