29.01.2015

Rot-Weiss Essen

Soukou entkommt Sperre nicht

Als am Donnerstagabend das Urteil im Dopingfall Cebio Soukous gesprochen wurde, konnte der Angeklagte ein wenig aufatmen.

An einem langen Abend - die Gerichtsverhandlung vor der Spruchkammer des WFLV hatte um 19 Uhr begonnen - warteten alle Beteiligten gespannt auf das Urteil, das da lautete: fünf Monate Sperre für den Essener Soukou. Interessant war dann auch, was der Richter zum Spielausgang sagte, schließlich hatte Lotte darauf plädiert, dass das Spiel für die Sportfreunde gewertet werden müsse. Die Verbandsspruchkammer sah das allerdings anders und beließ die Wertung aus dem Spiel bei.

Für Rot-Weiss Essen sprach sie allerdings ein anderes Urteil: Für RWE wird das Spiel mit 0:2 gewertet. Das bedeutet, dass der Mannschaft von der Hafenstraße ein Punkt abgezogen wird und sie damit vor dem Rückrundenstart doch noch die Tabellenführung an Alemannia Aachen verliert.

In den knapp vier Stunden zuvor waren alle Informationen und Beweise zum Fall Cebio Soukou zusammengetragen worden. Dabei hatte die Verbandsspruchkammer des WFLV neben dem Angeklagten auch Essens Sportvorstand Dr. Uwe Harttgen, den RWE-Mannschaftsarzt, den Geschäftsbesitzer des Ladens, in dem Soukou sein Mittel gekauft hatte, einen Verantwortlichen des Labors, in dem das Mittel auf Unreinheiten geprüft wurde und die Sportfreunde Lotte, die Einspruch gegen die Spielwertung eingelegt hatten, zur Aufklärung angehört.

Die Frage ist jetzt, wie Rot-Weiss Essen mit Cebio Soukou weiter verfährt, immerhin besitzt er noch einen Vertrag bis Sommer 2016. Die Sperre für den 22-jährigen Mittelfeldspieler gilt ab sofort bis zum 29. Juni 2015.

Alle weiteren Informationen zum Ausgang der Verhandlung, die Urteilsbegründung und Stimmen der Beteiligten gibt es im Laufe der Freitagvormittags auf unserer Seite.

Wer weitere Details zur Verhandlung vor der Spruchkammer lesen möchte, findet diese hier.

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