Prof. Eggers-Cup

Neuer Kunstrasenplatz besteht ersten Härtetest

01. August 2014, 16:48 Uhr

Als das Siegerfoto geschossen werden sollte, griff Dr. Michael Welling ein. „Alle aufs Foto! Alle waren Sieger“, rief der RWE-Boss den Mannschaften zu.

Welling ist auch ein Gründungsmitglied des Vereins Essener Chancen. Gemeinsam mit der Alfried-Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung und Rot-Weiss Essen sowie dem Leibniz-Gymnasium und der Gesamtschule Nord hat der Verein ein in Essen einmaliges Projekt zur Förderung von jungen Fußballerinnen und Fußballern angestoßen. Im ersten Schritt wurde nun im Rahmen des Prof. Eggers-Cup der neue Kunstrasenplatz an der Seumannstraße eröffnet.

220.000 Euro steuerte die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung bei. Von den Fördergeldern soll nach den Sommerferien ein umfassendes und über die fußballerische Erziehung hinausgehendes Betreuungskonzept aufgestellt werden.

Am Donnerstag betonte Welling noch einmal, wie sehr der sportliche Stellenwert beim Turnier im Hintergrund stand. „Mir war letztlich egal, wer gewinnt, wir wollten eine andere Botschaft senden“, erklärte er und überließ die nähere Ausführung dem Namensgeber des Turniers. Prof. Dr. Christian Eggers nahm die Siegerehrung gemeinsam mit RWE-Legende Siggi Dahms persönlich vor.

„Der Platz ist toll geworden“

„Mir war wichtig, dass euch zwei Dinge bewusst werden“, wandte sich Eggers bei der abschließenden Ehrung an die Sportler, „zum einen, dass jeder den anderen sein lässt wie er ist. Und zum anderen, dass jeder weiß, dass wir alle unterschiedlich sind.“ Nur so, betonte er, könne der Sport mit Spaß und Freude ausgetragen und jeder wertgeschätzt werden.

Dass an der Seumannstraße nun ein nagelneuer Kunstrasenplatz liegt und für Kinder und Jugendliche aus der näheren Umgebung jederzeit auch privat nutzbar ist, hat dem Spaß natürlich keinen Abbruch getan. „Der Platz ist toll geworden“, freut sich Dr. Michael Welling über das neue Geläuf, das auf dem Trainingsgelände von Rot-Weiss Essen liegt.

Bei der Einweihung des neuen Spielfeldes an der Seumannstraße siegte am Ende übrigens das AWO-Fanprojekt von Rot-Weiss Essen. „Unsere Aufgabe sehen wir darin, für alle Fans von RWE bei Heim- und Auswärtsspielen da zu sein. Seit einiger Zeit spielen wir wieder zusammen Fußball. Für das Turnier haben sich sogar einige von uns extra freigenommen“, erklärt Betreuer Roland Sauskat die Arbeit seiner Einrichtung, die in unmittelbarer Nähe des Essener Stadions in „Melches Hütte“ zuhause ist.

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