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Moskitos Essen
Neue Ausrüstung ist da, frisches Geld nicht

Moskitos: Warten auf neue Gelder

Nach der mutwilligen Zerstörung der Spieler-Ausrüstung bei den Moskitos Essen konnte der Oberligist zwar Ersatz besorgen, braucht aber dringend Geld.

Als ob die Moskitos nicht schon genug Probleme hätten. Die mutwillige Zerstörung der Eishockey-Ausrüstungen war ein schwerer Schlag ins Kontor. Rund 35.000 Euro Schaden ist den „Stechmücken“ so entstanden. Bei einem Etat von rund 150.000 Euro und laufendem Planinsolvenzverfahren lässt sich leicht überschlagen, wie gravierend der Flurschaden ist, den der skurrile Sabotageakt hinterlassen hat.

Nachdem sich der ESC mit den Gegnern des ersten Wochenendes, Duisburg und Königsborn, auf eine Verlegung der Partien einigen konnte, soll Spiel drei nun stattfinden. Am Sonntag in Bad Nauheim wollen die Essener in den Spielbetrieb einsteigen. Am Dienstagabend fuhr der Ausrüster der Moskitos mit einer LKW-Ladung neuer Ausrüstungsteile vor. Die passenden Größen konnte der Partner über den Feiertag jedoch nicht in allen Fällen besorgen. Die fehlenden Gegenstände sollen aber bis zum Ende der Woche nachgeliefert werden. Wie die neue Ausrüstung bezahlt werden soll, kann zum jetzigen Zeitpunkt weder der Insolvenzverwalter noch Manager Michael Rumrich mit Gewissheit sagen. „Das ist noch das große Fragezeichen. Auch der Insolvenzverwalter weiß noch nicht, wo er das Geld hernehmen soll“, räumt Rumrich ein. In der Hoffnung auf ein großzügiges Zahlungsziel des Ausrüsters soll die Lücke mit Unterstützung der Sponsoren geschlossen werden. „Ich muss viel telefonieren und Überzeugungsarbeit leisten“, sagt der 46-Jährige.

Von Verzagen ist bei Rumrich, der erst vor der Saison die Arbeit am Westbahnhof aufgenommen hat, nach diesem frühen Rückschlag jedoch nichts zu spüren. Fast schon trotzig entgegnet Rumrich: „Es wäre doch Quatsch, jetzt aufzugeben, bloß wegen ein paar Verrückten Wir können doch nicht den Kopf in den Sand stecken und sagen: das war‘s.“ Die Hoffnung, die Täter bald dingfest zu machen, hält sich dagegen in Grenzen: „Die Polizei hat zwar Fingerabdrücke genommen, aber da sind so viele drauf. Wenn derjenige oder diejenigen nicht aktenkundig sind, glaube ich nicht, dass man die Leute dingfest machen wird. Ich denke, dass das Profis gewesen sind.“

Die Ermittlungsarbeit nimmt den Moskitos aber ja glücklicherweise die Polizei ab. Somit kann sich das Team von Trainer Jan Vondracek auf den Saisonstart konzentrieren. Der wird mit der neuen Ausrüstung nun allerdings nicht eben erleichtert. „Mit komplett neuen Schlittschuhen und komplett neuer Torhüter-Ausrüstung, das dauert immer, bis nichts mehr zwickt“, weiß der 74-malige deutsche Nationalspieler aus eigener Erfahrung. Daher genieße die Mannschaft auch eine gewisse Schonfrist. „Es kann schon sein, dass es die Konzentration ein bisschen behindert. Wenn die ersten Spiele deshalb nicht so laufen, wie wir uns das normalerweise erhofft hatten, ist das normal. Aber wir wollen nicht klagen oder jammern, das bringt uns nicht weiter. Da müssen wir jetzt durch.“ Die erste echte Prüfung steht für die Moskitos damit jedoch bereits an, ehe die Saison überhaupt so richtig begonnen hat.

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