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Die Top-5-Spiele der Meister-Saison

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Foto: Thorsten Tillmann.
Foto: Thorsten Tillmann

Rot-Weiss Essen steht seit dem 14. Mai 2022 als Regionalliga-Meister fest. RevierSport hat eine Rangliste mit den fünf wichtigsten und emotionalsten Spielen erstellt.

Auch RevierSport hat die Spielzeit noch einmal Revue passieren lassen, hier sind die Top-5-Spiele der Meister-Saison von Rot-Weiss Essen:

Platz 5: Rot-Weiss Essen – Alemannia Aachen 2:1 (1:1) – 14. Spieltag, 30.10.2021

Nach drei Unentschieden in Serie stand Rot-Weiss Essen beim Westschlager gegen Alemannia Aachen mächtig unter Druck und musste gegen den Abstiegskandidaten einen Sieg einfahren. Die Partie ging gut los für die Rot-Weissen, in der siebten Minute brachte Zlatko Janjic seine Mannschaft mit einem Kopfballtor in Führung. Eine Zeigerumdrehung vor dem Seitenwechsel erzielte der ehemalige Essener Hamdi Dahmani allerdings aus dem Nichts den Ausgleich für die Kaiserstädter.


In der zweiten Halbzeit war RWE zwar spielbestimmend, schaffte es jedoch nicht, eine entscheidende Lücke in der kompakten Aachener Defensive zu finden – bis zur 95. Minute. Mit der letzten Aktion des Spiels traf Publikumsliebling Felix Herzenbruch nach einer Ecke von Luca Dürholtz zum erlösenden 2:1. Was danach folgte, war Ekstase pur. Die Hafenstraße bebte. Für Herzenbruch war es der erste Treffer im Profifußball seit über achteinhalb Jahren. Nach der Partie feierte der 29-Jährige auf dem Zaun mit den Fans den dramatischen Sieg gegen die Alemannia.

Platz 4: KFC Uerdingen – Rot-Weiss Essen 0:11 (0:3) – 11. Spieltag, 09.10.21

Was soll man zu diesem Spiel rückblickend sagen? Rot-Weiss Essen fertigte den hoffnungslos überforderten KFC Uerdingen in Velbert mit 11:0 ab. Es war der höchste Sieg in der seit 2012 in dieser Form bestehenden Regionalliga-West-Staffel und auch Vereinsrekord für RWE! Für den KFC war es dagegen ein rabenschwarzer Tag: Dieses Debakel ging in die Geschichtsbücher ein – es war die höchste Pflichtspiel-Pleite der Uerdinger Vereinshistorie (zuvor 2:9 bei Borussia Mönchengladbach im DFB-Pokal 1987, damals noch als Bayer Uerdingen).


Die Essener Torschützen waren Simon Engelmann (3), Oguzhan Kefkir (3), Cedric Harenbrock, Felix Bastians, Sandro Plechaty, Erolind Krasniqi und Zlatko Janjic. Wie wichtig dieser hohe Sieg für die Endabrechnung war, konnte man in der Tabelle nach dem 38. Spieltag sehen: RWE und Münster waren nach dem Böllerwurf-Urteil für Münster punktgleich, aber die Essener hatten das bessere Torverhältnis und feierten somit den Aufstieg in die 3. Liga.

Platz 3: Rot-Weiss Essen – Fortuna Köln 2:1 (0:1) – 3. Spieltag, 29.08.21

Das Top-Spiel gegen Fortuna Köln war für Rot-Weiss Essen erst die zweite Heimpartie in der Saison. Neun Tage zuvor ging die Fan-Rückkehr an der Hafenstraße gegen den SV Straelen (1:4) mächtig in die Hose. Dafür wollte sich die Elf rehabilitieren. Der Start war gut aus Essener Sicht: RWE drängte, hatte einige Chancen und spielte stark, doch dann folgte der Schock. Mit dem Halbzeitpfiff brachte Kölns Torjäger Sascha Marquet seine Mannschaft in Führung. Sollte es die zweite Heim-Niederlage in Serie setzen? Nein. Im zweiten Durchgang bewies der künftige Drittligist Moral und drehte die Partie. Daniel Heber erzielte nach einem Freistoß von Oguzhan Kefkir (58.) den Ausgleich.

Als dann Kevin Holzweiler in der 89. Minute im Strafraum gefoult wurde, bot sich für die Hausherren die Chance auf einen späten Lucky-Punch. Luca Dürholtz übernahm die Verantwortung und verwandelte den Elfmeter zum umjubelten Sieg – ein Erfolg der Mentalität. Nach dem Tor sprinteten auch alle Ersatzspieler auf den Rasen und feierten ausgelassen, kurze Zeit später wurde die Partie abgepfiffen. Dieser Sieg war unheimlich wichtig für RWE.

Platz 2: Preußen Münster – Rot-Weiss Essen 2:3 (2:0) – 7. Spieltag, 14.9.21

Dramatik, Emotionalität, Qualität – das Hinspiel zwischen Preußen Münster und Rot-Weiss Essen bot über 90 Minuten alles, was das Fußballerherz begehrt. In der ersten Halbzeit kaufte Münster den Gästen den Schneid ab und führte verdient mit 2:0 durch einen Doppelschlag von Thorben Deters (19.,29.).

RWE ließ die Grundtugenden vermissen und es sah eher nach einem einseitigen Spitzenspiel aus. Ex-Coach Christian Neidhart hatte dann in der Halbzeit wohl die richtigen Worte gefunden. Denn: Seine Mannschaft spielte wie ausgewechselt. Kevin Holzweiler (49.) und Isaiah Young (63.) sorgten für den Ausgleich, anschließend entwickelte sich eine intensive Partie auf Augenhöhe – mit dem besseren Ende für die Gäste: 87. Minute, Freistoßflanke von Dennis Grote, Young zog aus 18 Metern ab und Simon Engelmann musste im Strafraum nur noch den Fuß hinhalten. Es war der 3:2-Siegtreffer für die Essener im Duell beim direkten Konkurrenten, vielleicht das wichtigste Tor in der Saison.

Platz 1: Rot-Weiss Essen – Rot Weiss Ahlen 2:0 (1:0) – 38. Spieltag, 14.05.22

Vorweg: Das Saisonfinale gegen Rot Weiss Ahlen erarbeitete sich der Meister erst durch einen 3:0-Sieg beim SV Rödinghausen in der Vorwoche. Die Partie wurde in Lotte ausgetragen und die über 2.500 Essener Fans machten dieses Duell zu einem Heimspiel, es war eine Wahnsinns-Atmosphäre. Im ersten Spiel nach der Neidhart-Ära zeigte die Mannschaft eine souveräne Auswärtsleistung. Angespornt wurde RWE durch den Patzer von Münster am Tag zuvor (0:0 in Wiedenbrück). Durch den eigenen Sieg kletterte Essen am 37. Spieltag zurück auf Rang eins.

Damit zurück zum Ahlen-Spiel. Es war alles angerichtet: 16.650 Fans, eine tolle Stimmung und die Chance, an der heimischen Hafenstraße aufzusteigen. Und RWE lieferte. Cedric Harenbrock (28.) erzielte das 1:0 und nach einer Stunde erhöhte Torschützenkönig Simon Engelmann auf 2:0. Weil Preußen Münster im Parallelspiel gegen Köln II "nur" mit 2:1 siegte, stieg Rot-Weiss Essen mit der besseren Tordifferenz in Liga drei auf. Nach dem Abpfiff brachen alle Dämme: Zuschauer stürmten den Platz und feierten mit ihren Aufstiegshelden, später ging die Party noch mehrere Stunden in der Innenstadt weiter. Es war für die Bergeborbecker ein krönender Abschluss einer turbulenten Saison.

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Regionalliga West

Pl. Mannschaft Sp g u v Tore Diff Pkt.
1 Rot-Weiss Essen 37 26 9 2 84:30 54 87
2 SC Preußen Münster 37 25 9 3 71:24 47 84
3 Wuppertaler SV 38 23 9 6 68:28 40 78
Pl. Mannschaft Sp g u v Tore Diff Pkt.
1 SC Preußen Münster 19 15 3 1 37:8 29 48
2 Rot-Weiss Essen 18 14 3 1 41:13 28 45
3 Wuppertaler SV 19 12 4 3 36:15 21 40
4 Rot-Weiß Oberhausen 19 11 4 4 34:17 17 37
Pl. Mannschaft Sp g u v Tore Diff Pkt.
1 Rot-Weiss Essen 19 12 6 1 43:17 26 42
2 SC Fortuna Köln 19 11 6 2 30:11 19 39
3 Wuppertaler SV 19 11 5 3 32:13 19 38

Transfers

Rot-Weiss Essen

07/2021

07/2021

07/2021

07/2021

Rot-Weiss Essen

38 H
Rot Weiss Ahlen
Samstag, 14.05.2022 14:00 Uhr
2:0 (1:0)
26 H
SC Preußen Münster
Sonntag, 20.02.2022 14:00 Uhr
-:- abr.
38 H
Rot Weiss Ahlen
Samstag, 14.05.2022 14:00 Uhr
2:0 (1:0)
26 H
SC Preußen Münster
Sonntag, 20.02.2022 14:00 Uhr
-:- abr.

Torjäger

Rot-Weiss Essen

# Name Tore Min./Tore Tore/Sp.
1 24 117 0,6
2
Isiah Young

Sturm

9 348 0,2
# Name Tore Min./Tore Tore/Sp.
1 12 122 0,6
2 4 358 0,2
# Name Tore Min./Tore Tore/Sp.
1 12 111 0,6
2
Isiah Young

Sturm

5 304 0,3
1
2
3
4
5
1
2
3
4
5
1
2
3
4
5

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