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Essen
Erwig-Drüppel: Hafenstraße soll zur Festung werden

Foto: Michael Gohl

Rot-Weiss Essen hat im Winter ein großes Tauziehen gewonnen. Jonas Erwig-Drüppel stand bei einigen ambitionierten Regionalligisten auf dem Wunschzettel. RWE gewann den Kampf um den Flügelflitzer.

Der 27-Jährige entschied sich für einen Wechsel vom finanziell angeschlagenen Wuppertaler SV nach Essen und gegen Klubs wie SV Rödinghausen, Rot-Weiß Oberhausen, TSV Steinbach oder 1. FC Saarbrücken.

Im RevierSport-Interview verrät Erwig-Drüppel, warum er sich für RWE entschieden hat und was er an der Hafenstraße vor hat. Zudem lässt er sein bisheriges Karriere-Highlight, den Bundesliga-Aufstieg mit Eintracht Braunschweig, Revue passieren.

Jonas Erwig-Drüppel, haben Sie sich bei Rot-Weiss Essen bereits eingelebt? Ja, die Eingewöhnungsphase ist vorbei. Die Jungs haben mir das aber auch sehr einfach gemacht. Die Mannschaft ist top. Ich fühle mich bei RWE pudelwohl.

Kannten Sie einige Spieler aus dem RWE-Kader? Man kennt sich ja aus der Regionalliga. Aber einen engen Kontakt habe ich vorher zu niemandem gehabt. Nur Kai Pröger kannte ich gut. "Prögi" ist ja aber nach Paderborn gegangen.

Und er startet da richtig durch... Es freut mich, dass es für ihn sofort zu Beginn so läuft. An seinem Beispiel sieht man, dass auch in der Regionalliga ein gutes Niveau herrscht. Aber auch Daniel Keita-Ruel, mein ehemaliger Mitspieler in Wattenscheid, oder einige andere zeigen, dass ein gestandener Regionalligaspieler sich auch in der 2. Liga durchsetzen kann.

Heißt also, dass Sie auch noch von der 2. Liga träumen? Natürlich. Ich durfte in der Saison 2012/13 sechsmal für Eintracht Braunschweig in der 2. Liga spielen und stand insgesamt in 20 Begegnungen im 18-Mann-Kader. Wenn man einmal da oben ist, dann will man wieder dorthin.

Sie sind mit Braunschweig sogar aufgestiegen. Aber ein Bundesligaspiel blieb Ihnen leider verwehrt. Bitter, oder? Sehr bitter! Ich gehörte gegen die Bayern, Schalke und Hoffenheim zum Kader und habe so sehr gehofft, dass mich Torsten Lieberknecht einwechselt. Leider ist es nicht dazu gekommen. Aber die Zeit in Braunschweig war ganz besonders. Das ist ein großer Traditionsklub und die Aufstiegsfeierlichkeiten waren der Wahnsinn. Die ganze Stadt stand Kopf. Die Eintracht ist in Braunschweig eine große Nummer. Ich denke, dass es mit RWE in Essen ähnlich aussieht.

Aktuell laufen den Rot-Weissen die Zuschauer weg. Das Stadion Essen ist nicht mehr so gut gefüllt wie zu Saisonbeginn. Haben Sie das auch mitbekommen? Ich habe ja mit meinen ehemaligen Vereinen schon öfters an der Hafenstraße gespielt und habe gesehen, was hier möglich ist. Ich will natürlich meinen Teil dazu beitragen, dass die RWE-Fans. in Zukunft jubeln können und glücklich nach Hause gehen.

Warum haben Sie sich eigentlich für RWE entschieden? Weil das ein geiler Verein ist. Letztendlich hat das Gesamtpaket gestimmt. Die Gespräche mit den Verantwortlichen haben mich von der Aufgabe hier überzeugt und Lust gemacht, die Zukunft von RWE mitzugestalten. Rot-Weiss Essen gehört zweifelsohne zu den interessantesten Adressen in den Regionalligen und ich bin glücklich an der Hafenstraße gelandet zu sein.

Welche Unterschiede konnten Sie zu Ihrem Ex-Klub aus Wuppertal erkennen? Ich möchte keine Vergleiche ziehen, ich bin einfach froh, bei RWE zu sein.

Von der 3. Liga träumt ganz Essen. Kann dieser Traum in der Saison 2019/20 realisiert werden? Ich bin hierhergekommen, um mit Rot-Weiss Essen den nächsten Schritt zu machen. Wir werden jetzt alles dafür tun, die restlichen Spiele in der Liga und vor allem im Pokal erfolgreich zu gestalten und dann in der kommenden Saison neu angreifen. Davon bin ich komplett überzeugt.

Sie haben in Wuppertal, Schalke II, Verl und Wattenscheid in der Regionalliga West gespielt. Was muss alles geschehen, damit man in dieser Staffel oben anklopft? Die Regionalliga West ist die beste der fünf Regionalliga-Staffeln. Es muss einfach alles passen, damit man oben mitspielt. Vor allem ist es wichtig, konstant seine guten Leistungen abzurufen. Das ist uns aus verschiedensten Gründen in der laufenden Saison nicht gelungen, obwohl wir auch diese Saison schon einen starken Kader haben. Zudem muss man seine Heimspiele gewinnen. Die Hafenstraße ist ein Faustpfand. Dieses sollten wir auch ausnutzen und im Stadion Essen eine Macht werden. Ich glaube, dass man als Heimmacht automatisch oben mitspielen würde. Das muss unser Ziel sein für die Saison 2019/20.

Autor: Krystian Wozniak

3. Liga

Pl. Mannschaft Sp g u v Tore Diff Pkt.
11 SC Verl 20 7 6 7 27:27 0 27
12 MSV Duisburg 20 7 4 9 24:27 -3 25
13 Rot-Weiss Essen 20 5 9 6 25:31 -6 24
14 FC Erzgebirge Aue 20 5 6 9 22:27 -5 21
15 VfB Oldenburg 20 5 5 10 24:37 -13 20
Pl. Mannschaft Sp g u v Tore Diff Pkt.
12 SpVgg Bayreuth 10 4 2 4 9:14 -5 14
13 SG Dynamo Dresden 10 3 4 3 17:14 3 13
14 Rot-Weiss Essen 9 2 5 2 9:14 -5 11
15 FC Erzgebirge Aue 10 2 4 4 11:12 -1 10
16 FSV Zwickau 9 3 1 5 10:11 -1 10
Pl. Mannschaft Sp g u v Tore Diff Pkt.
7 SC Freiburg II 10 4 3 3 11:13 -2 15
8 FC Viktoria Köln 10 3 4 3 16:14 2 13
9 Rot-Weiss Essen 11 3 4 4 16:17 -1 13
10 VfL Osnabrück 11 3 3 5 19:21 -2 12
11 TSV 1860 München 9 3 2 4 11:15 -4 11

Rot-Weiss Essen

20 A
SV 07 Elversberg Logo
SV 07 Elversberg
Freitag, 27.01.2023 19:00 Uhr
3:0 (0:0)
21 H
MSV Duisburg Logo
MSV Duisburg
Sonntag, 05.02.2023 14:00 Uhr
-:- (-:-)
22 A
FC Viktoria Köln Logo
FC Viktoria Köln
Montag, 13.02.2023 19:00 Uhr
-:- (-:-)
21 H
MSV Duisburg Logo
MSV Duisburg
Sonntag, 05.02.2023 14:00 Uhr
-:- (-:-)
20 A
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SV 07 Elversberg
Freitag, 27.01.2023 19:00 Uhr
3:0 (0:0)
22 A
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FC Viktoria Köln
Montag, 13.02.2023 19:00 Uhr
-:- (-:-)

Torjäger

Rot-Weiss Essen

# Name Tore Min./Tore Tore/Sp.
1 6 285 0,3
2 5 212 0,3
# Name Tore Min./Tore Tore/Sp.
1 2 173 0,4
2 360 0,3
# Name Tore Min./Tore Tore/Sp.
1 4 142 0,4
4 247 0,4
1
2
3
4
5
1
2
3
4
5
1
2
3
4
5
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