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So hat Trainer Dutt Bochum stabilisiert

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VfL: So hat Trainer Dutt Bochum stabilisiert
Foto: firo

Unter Trainer Robin Dutt ist der VfL Bochum seit fünf Spielen unbesiegt. Punkte müssen im Abstiegskampf trotzdem her - zur Not in Düsseldorf.

Vermutlich ist ihm das gar nicht recht, aber nahezu alles, was momentan gut läuft beim VfL Bochum, bekommt ein besonderes Qualitätslabel aufgepappt. Es trägt den Namen Robin Dutt, ist 53 Jahre alt und scheint auf dem Trainerstuhl des VfL endlich die richtige Lösung zu sein. Dutt hat Erfolg in Bochum und befindet sich mit seiner Mannschaft dennoch weiterhin im Auge des Orkans. Im allumfassenden Abstiegskampf der 2. Liga muss der VfL weiter punkten – auch am Freitag (18.30 Uhr/Sky und in unserem Ticker) beim Spitzenreiter Fortuna Düsseldorf.

Lob für den VfL-Trainer von Fortuna-Kollege Friedhelm Funkel

In den jüngsten Tagen hat sich eine Art Pingpong-Diplomatie zwischen den beteiligten Fußball-Lehrern aus dem Westen entwickelt. Friedhelm Funkel, aktuell mit Düsseldorf auf Erstligakurs und der bislang letzte Trainer, der den VfL 2010/2011 in die Nähe der Bundesliga zu bringen vermochte, machte den Anfang.

„Die Spieler spielen jetzt auf Positionen, auf die sie gehören. Robin Dutts Ruhe und Ausstrahlung hat sich auf die Mannschaft übertragen, die erfolgreichen Fußball spielt. Der VfL wurde zu Recht zu den Aufstiegskandidaten gezählt.“ Dutt konterte ähnlich freundlich: „Friedhelm Funkel macht in Düsseldorf einen tollen Job – wieder einmal. Er ist für meine Trainergeneration ein Vorbild.“

Fragt man Robbie Kruse, australischer Nationalspieler mit Fortuna-Erfahrung, was sich in Bochum geändert hat zuletzt, sagt er: „Der Trainer führt die Mannschaft, er macht den Unterschied.“ Den Unterschied zu den Vorgängern – Gertjan Verbeek, Ismail Atalan, Jens Rasiejewski – muss man hinzufügen. Denn Dutt ist ja bereits der vierte Fußball-Lehrer, mit dem es die Bochumer in dieser Spielzeit versuchen.

Erfolg macht sexy und schafft Anhänger, kann man auch sagen. Nur einmal, in seinem ersten Spiel in Heidenheim, hat der VfL bislang unter Dutt verloren. Der gebürtige Kölner stabilisierte zunächst die Defensive; seit zwei Spielen fallen auch wieder Tore, wobei vor allem Lukas Hinterseer heraussticht. Dutt hat die Probleme der Bochumer schnell erkannt, verzichtete von Anfang an auf Experimente und vermittelte den Spielern die Sicherheit, die sie zuvor aufgrund von ständigen Positions- und Personalwechseln verloren hatten.

Dass die Bochumer in dieser Phase von schweren Verletzungen verschont geblieben sind und sich durch die Trennung vom umstrittenen Sportvorstand Christian Hochstätter die Wogen auch im Umfeld des Klubs allmählich etwas geglättet haben, hat der Qualität des Bochumer Fußballs gut getan. Der Fokus ist wieder allein auf den Sport gerichtet. Und plötzlich ist für den VfL sogar wieder ein Happy End möglich – womöglich gar auf Rang vier.

Darüber möchte Dutt jedoch angesichts der Konkurrenzsituation sicher nicht sprechen. Schon wohlwollende Kommentare in den Medien nach dem 2:0 gegen Eintracht Braunschweig gingen dem 53-Jährigen, der gar von „Lobhudelei“ spricht, zu weit: „Ich habe das Gefühl, dass unsere Leistungen in den letzten Wochen etwas überhöht wurden. Wir haben unser neu definiertes Saisonziel noch nicht erreicht. Und es ist deutlich zu früh zu sagen, dass wir bereits dort sind, wo wir sein wollen.“

Trainer Robin Dutt: „Bochum ist wunderbar normal“

Dass er selbst sich gerade am richtigen Ort befindet, hat er neulich in einem Interview herausgestellt. „Bochum wirkt auf mich wunderbar normal“, hat Robin Dutt in der Sport-Bild gesagt, ohne damit einen weiten und programmatischen Blick in die ferne Zukunft zu wagen. Und dass die Ligazugehörigkeit für ihn inzwischen „kein Ausschlusskriterium“ ist, er sich also auch einen Job unterhalb der 2. Bundesliga vorstellen kann, war nicht allein auf den VfL Bochum bezogen. „Ich muss nicht Stufe um Stufe nach oben klettern, für mich ist die Jobzufriedenheit wichtig“, sagte der VfL-Trainer gestern.

Was den VfL angeht, hat Robin Dutt klare Vorstellungen: „Lassen Sie uns mal die Klasse halten und dann im Sommer noch mal reden.“

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