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Haarstudio Sara
Fußballprominenz zu Gast bei "Musti"

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Essen: Haarstudio Sara als Anlaufpunkt für Revierkicker

Im Essener "Haarstudio Sara" geben sich Fußballer aus dem Revier die Klinke in die Hand. RevierSport traf vor Ort einige bekannte Gesichter.

Fußballer und ihre Frisuren: Seit jeher spielt die Haarpracht bei den Kickern eine bedeutende Rolle. Ob Kochtopf, Vokuhila oder Irokesen-Schnitt: Fußballer sind stilbildend, wenn es um Frisuren-Experimente geht. Umso wichtiger ist dabei die Auswahl des passenden Friseurs. Im Revier vertrauen zahlreiche Fußballer den Künsten von Mustafa Mostafa im Altenessener Haarstudio Sara.

Auf den ersten Blick ist es ein normaler und unscheinbarer Salon im tiefsten Essener Norden. Doch wer das Haarstudio Sara betritt, erkennt sofort an den Wänden, dass hier nicht nur die Frisuren eine Hauptrolle spielen, sondern vor allem auch der Fußball. Direkt am Eingang zieren die Trikots des Schalker Weltmeisters Julian Draxler und seines Gelsenkirchener Teamkollegen Sead Kolasinac die Wände. Weitere lokale Fußballgrößen wie der Ex-Bochumer Mirkan Aydin, Rot-Weiss Essens Kai Nakowitsch oder der frühere Dortmunder Ivan Paurevic haben sich ebenfalls im Haarstudio verewigt.

Als wir dem Friseursalon einen Besuch abstatten, ist auch Schalkes aufstrebender Jungprofi Kaan Ayhan zu Gast. Der 19-Jährige ist ein guter Freund des Besitzers Mustafa Mostafa, den seine Besucher und Freunde kurz und bündig „Musti“ nennen. „Bei den Haaren muss man seinem Friseur vertrauen können und Musti ist mittlerweile ein sehr guter Freund von mir. Ich vertraue ihm voll und ganz und deshalb komme ich sehr gerne hier hin. Wenn ich sehe, dass im Hintergrund die Trikots von Jule und Seo hängen, ist das schon eine Hausnummer“, betont Ayhan, der im Wettkampf allerdings keinen allzu großen Wert auf seine Haarpracht legt. „Vor Spielen ist das für mich eher unwichtig, da mache ich nicht immer meine Haare. Aber in der Freizeit lege ich schon sehr viel Wert auf eine gute Frisur.“

Bergeborbecker Derby als Thema Nummer eins

Nicht nur dank seiner prominenten Besucher nimmt der Fußball im Haarstudio Sara, das nach der jüngeren Schwester Mostafas benannt wurde, eine bedeutende Rolle ein. Bei „Musti“ geben sich Fußballer aus allen Spielklassen die Klinke in die Hand. Thema Nummer eins bei unserem Besuch war nicht etwa der neue Schalker Trainer oder die Dortmunder Bundesliga-Krise, sondern vielmehr das Bergeborbecker-Kreisliga-Derby zwischen den Ballfreunden und TuS 84/10. „Wir haben hier einen richtigen Fußballer-Treff, da kommt es auch gar nicht auf die Spielklasse an“, erklärt Mostafa, der selbst als Torwart für den B-Kreisligisten BV Altenessen aktiv ist.

Dass sein Friseursalon zu einem Anlaufpunkt für zahlreiche Revierkicker geworden ist, war eher dem Zufall geschuldet. „Ich spiele selber Fußball und kenne somit viele Kollegen. Mit den bekannten Namen hat es erst vor einigen Monaten mit meinem Freund Yusuf Allouche begonnen, der bis zum Sommer bei Rot-Weiss Essen gespielt hat. Danach funktionierte alles durch Mundpropaganda“, erklärt der Haarspezialist.

Rivalitäten zwischen „Roten“ und „Blauen“ spielen keine Rolle

Den üblichen, der Höflichkeit geschuldeten Smalltalk muss „Musti“ mitseinen Gästen in der Regel nicht führen. Wenn sich der Inhaber um die Frisuren berühmter Kicker wie Julian Draxler kümmert, fällt für den Stylisten auch die eine oder andere heimliche Anekdote aus den Fußballerkreisen ab. „Dabei wird sehr viel gesprochen. Es ist schon interessant, wie es vor allem im Profigeschäft manchmal abläuft. Da waren einige schöne Geschichten dabei, die aber natürlich streng geheim sind“, schmunzelt Mostafa.

Wenn sich Fußballer aus unterschiedlichen Reviervereinen im Friseursalon treffen, ruhen vorrübergehend auch die üblichen Rivalitäten. Wo vorher ein „Blauer“ saß, nimmt auch ein „Roter“ ohne Murren Platz, um den Figaro seines Vertrauens ans Werk zu lassen. „Rivalitäten spielen zumindest beim Friseur überhaupt keine Rolle. Hier ist das schon in Ordnung“, versichert Rot-Weiss Essens Abwehrspezialist Kai Nakowitsch. Für den RWE-Kicker gibt es im Haarstudio Sara schließlich wichtigere Dinge. „Mit meiner Frisur war ich bisher immer zufrieden. Außerdem macht es Spaß, die ganzen Fußballer zu treffen. Wir kennen uns alle mittlerweile sehr gut und das macht für uns auch den besonderen Reiz aus.“

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