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Schalke: viagogo
Klub verbietet Unterschriftensammlung

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Schalke: Ran an die Kohle der Kumpel!

Vor dem Schalker Heimspiel am Samstag (18.30 Uhr) gegen Fortuna Düsseldorf werden S04-Fans gegen die umstrittene Ticketbörse viagogo protestieren.

Die Partnerschaft des FC Schalke mit der weltgrößten Ticketbörse viagogo sorgt bei den Fans der Königsblauen nach wie vor für erhebliche Proteste (RS berichtete). Nun hat der Verein einen Antrag von viagogo-Gegnern zur Unterschriftensammlung vor dem nächsten Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf abgelehnt.


Vorauseilender Gehorsam

Die Initiatoren Frank Zellin und Michael Eckl sind sauer, wollen sich aber von Schalke nicht von ihrer Aktion abhalten lassen. Um den Zuschauern ihre Sicht der Dinge gegenüber viagogo darzustellen, werden sie ihre Flyer vor der Partie am kommenden Samstag wohl außerhalb des S04-Geländes verteilen.

„Wir stellen mit dem größten Bedauern fest, dass der FC Schalke 04, wie bereits in der Frage ‚Verfolgung von Schwarzmarkt auf viagogo‘, bereits vor dem Vertragsbeginn am 1. Juli in vorauseilendem Gehorsam die berechtigten Interessen seiner langjährigen Fans und Mitglieder an fairen Kartenpreisen und Wahrnehmung ihrer mitgliedschaftlichen Rechte aus § 6 Abs. 2 der Vereinssatzung hinter die finanziellen Interessen eines erst künftigen Geschäftspartners zurückstellt“, schreiben die beiden Schalker in einer Stellungnahme.

„Dass unser Leitbild Dialog auf Augenhöhe sowie soziale Verantwortung einfordert, tritt offenbar weit hinter das Interesse von vianogo, möglichst unbehelligt möglichst viel Geld aus den Kumpeln und Malochern herauspressen zu können, zurück“, heißt es dort weiter.

Zellin und Eckl kündigen gegenüber dem Klub unnachgiebiges Engagement für die aus ihrer Sicht wahren Werte an. „Wer seine Werte beliebig verkauft und verschleudert, hat keine Werte mehr“, schleudern sie Schalke entgegen.

Verschiedene Schalker Fanorganisationen wollen wegen viagogo eine außerordentliche Mitgliederversammlung erreichen. Hierfür sind 12.000 Stimmen – zehn Prozent der Mitglieder – notwendig.

So wie die Stimmung derzeit ist, dürfte das kein Problem werden. Der Sprengstoff, der sich daraus für die nächste Schalker Jahreshauptversammlung ergibt, ist noch gar nicht zu messen.

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