Am Dienstag-Nachmittag verließen die Duisburger Profis das Trainingslager an der Algarve. Trainer Torsten Lieberknecht zog eine positive Bilanz. Ein Sonderlob für die Nachwuchsspieler.

MSV

Zebras zurück in der eisigen Heimat

23. Januar 2019, 06:00 Uhr

Foto: firo

Am Dienstag-Nachmittag verließen die Duisburger Profis das Trainingslager an der Algarve. Trainer Torsten Lieberknecht zog eine positive Bilanz. Ein Sonderlob für die Nachwuchsspieler.

Das ist nicht leicht. Gestern Nachmittag ließen die Zweitliga-Fußballer des MSV Duisburg die Algarve hinter sich und kehrten in die eisige Heimat zurück. Trainer Torsten Lieberknecht sprach vor dem Abflug nach Eindhoven von einem „gelungenen Trainingslager.“ Ob die Arbeit unter der portugiesischen Sonne Früchte trägt, werden die nächsten Wochen zeigen. Der Coach gibt sich optimistisch, dass die Mannschaft in der Restrückrunde, die am Dienstag mit dem Auswärtsspiel beim VfL Bochum beginnt, die Wende zum Guten schafft.


Die Zebras müssen nun in die Gänge kommen, um den für den Verein überlebenswichtigen Klassenerhalt zu schaffen. Um durchzustarten, muss Lieberknecht in der Vorbereitung die Parkkralle gelöst haben, damit es ein Fortkommen geben kann.

Eine neue Hierarchie

Es ist ein klassischer Neustart – und das nicht nur, weil mit Torwart Felix Wiedwald, Abwehrspieler Joseph Baffoe und Offensivmann drei Neuzugänge an Bord sind. Lieberknecht nutzte die Winterpause, um alte Strukturen aufzubrechen. Um eine neue Hierarchie innerhalb der Mannschaft zu schaffen. Kevin Wolze ist nicht mehr Kapitän, der Spielerrat ist neu besetzt, auf der Torhüterposition soll Leihspieler Felix Wiedwald nicht nur für weniger Gegentore sorgen, sondern seinen – erheblichen – Beitrag dazu leisten, dass die Mannschaft genau das zustande bringt, was ihr im Dezember nicht mehr gelungen war – sie soll funktionieren.

So nahm das Teambuilding in Almancil einen großen Rahmen ein. Völkerball, Spiel ohne Grenzen, viele Späße – hinter den Zebras liegt kein Trainingslager der Kategorie „Blut, Schweiß und Tränen.“ 

„Die Mannschaft hat auf dem Trainingsplatz gezeigt, dass sie anpacken will“, stellte Lieberknecht fest. Der Coach unterstrich dabei aber auch, dass nicht alles im alten Jahr schlecht gewesen sei. Er verwies auf die Phase, in der das Team unter seiner Regie elf Punkte einsammelte und damit den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze herstellen konnte. Lieberknecht: „Die Mannschaft hat schon gezeigt, was machbar ist, wenn alles in eine Richtung denkt und geht.“ 

Tashchy und Baffoe mit Rückstand

Bei Borys Tashchy bestand nie ein Zweifel, dass er die Zeichen nicht erkannt haben dürfte. Es mag kein Zufall sein, dass das Team die letzten vier Spiele ohne den Offensivmann verloren hat. Umso frustrierender ist es für den Ukrainer, dass er auch zum Abschluss des Trainingslagers noch nicht bei 100 Prozent ist. Am Sonntag musste er das Training abbrechen und verfolgte die Einheit mit einem Eisbeutel am Oberschenkel von einer Bank aus. Auch aus dem Testspiel-Comeback gegen Servette Genf am Montag wurde nichts.

Für das Spiel in Bochum wird Tashchy noch kein Thema sein. Das gilt auch für Neuzugang Joseph Baffoe. Der Trainer ist zwar heilfroh, dass sich der Innenverteidiger in Portugal nur eine Zerrung und keinen Muskelfaserriss zugezogen hat, die Blessur ist für den Schweden dennoch ein Rückschlag. Für Baffoe, der sein letztes Pflichtspiel im Oktober 2017 bestritten hatte, ging es zuletzt darum, Rückstände aufzuholen. Immerhin konnte er in den letzten Tagen ein individuelles Übungsprogramm bestreiten.

Ein gutes Zeugnis stellte Torsten Lieberknecht den Nachwuchsspielern aus. Neben Torwart Jonas Brendieck und Abwehrspieler Migel-Max Schmeling, die der MSV bereits seit Saisonbeginn im Profikader führt, waren Innenverteidiger Vincent Gembalies und Jan-Niklas Pia aus der U?19 an der Algarve dabei. 

„Es tat mir in der Seele weh, dass sie in den beiden Testspielen nicht mehr Einsatzmöglichkeiten hatten“, so Lieberknecht, der gegen Portimonense und Genf zwangsläufig die etablierten Kräfte im Auge haben musste. Trotzdem: Migel-Max Schmeling dürfte eine brauchbare Chance haben, in dieser Saison noch Zweitliga-Luft schnuppern zu dürfen.

Autor: Dirk Retzlaff

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