Beim Wuppertaler SV herrscht aktuell große Verwunderung. Der Grund: Adrian Alipour wird noch am Freitag als neuer Trainer des TSV Steinbach vorgestellt. 

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WSV irritiert über Alipour-Wechsel

05. April 2019, 12:59 Uhr

Foto: Stefan Rittershaus

Beim Wuppertaler SV herrscht aktuell große Verwunderung. Der Grund: Adrian Alipour wird noch am Freitag als neuer Trainer des TSV Steinbach vorgestellt. 

Über den Wechsel zum ambitionierten Südwest-Regionalligisten zeigt sich WSV-Manager Karsten Hutwelker sehr irritiert: „Ich habe am Freitagmorgen einen Anruf aus Steinbach erhalten. Und der Verein hat mich informiert, dass er noch während des Tages Adrian Alipour als neuen Cheftrainer zur kommenden Saison vorstellen wird. Ich habe den Steinbachern gesagt, dass ich das sehr komisch finde. Denn Alipour besitzt bei uns noch einen gültigen Vertrag bis zum 30. Juni 2020“, erklärt der Ex-Profi.

Die Steinbacher haben laut Hutwelkers Aussage rechtlich alles geprüft und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass Alipour ab dem 1. Juli für die Hessen arbeiten darf. Zum Hintergrund: Der 40-jährige Alipour hatte vor gut zehn Tagen nach dem torlosen Remis bei Spitzenreiter Viktoria Köln laut Hutwelker noch am selbigen Abend seine Kündigung angekündigt. „Adrian rief mich gegen 21.30 Uhr an und sagte mir, dass er ausgebrannt sei. Die letzten Wochen hätten ihn sehr viel Energie gekostet und die Diskussion um seine Person ist ihm sehr nahe gegangen“, erzählt Hutwelker.

Einen Tag später soll Alipour laut Hutwelker seine mündliche Kündigung zurückgenommen haben und bat den WSV um eine Trennung in beidseitigem Einvernehmen. Diesem Wunsch ging der Wuppertaler SV nicht nach. Der WSV beurlaubte Alipour. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Wie RevierSport erfuhr, hatte der ehemalige Trainer des ASC Dortmund bereits vor dem Viktoria Köln Spiel mit dem TSV Steinbach verhandelt.

Das ist natürlich auch den Wuppertalern zu Ohren gekommen. Bei einer Trennung in beidseitigem Einvernehmen hätte Alipour ablösefrei nach Steinbach wechseln können. Dass Alipour am Rande des vergangenen Samstags gegen die SG Wattenscheid 09 durch einen Boten seine Kündigung bei Hutwelker einreichte, ändert laut den Wuppertalern die Sachlage nicht. „Wir haben die Kündigung nicht akzeptiert. Somit ist Adrian Alipour noch bis zum 30. Juni 2020 an den Wuppertaler SV gebunden.“ Klar: Der finanziell stark angeschlagene Traditionsverein aus dem Bergischen Land liebäugelt mit einer Ablösesumme für Alipour. Über diese werden nun die Anwälte entscheiden. Adrian Alipour will sich seit Tagen zu den Gerüchten um seine Anstellung beim TSV Steinbach nicht äußern. 


Autor: Krystian Wozniak

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05.04.2019 - 22:03 - Überdingen

Seit doch froh ihr lieben...bei euch verpissen sich die Söldner freiwillig....beim KFC müssen sie gekündigt werden;)
Hotteköln genervt ?....und jetzt auch noch um den sicher geglaubten Aufstieg zittern;)

05.04.2019 - 18:12 - Hotteköln

Was für eine Posse. Nichts besseres zu Schreiben? War doch vorher schon alles klar. Hört sich an als wär hier Gott weis was passiert. Wir reden hier von Regionalliga. Nicht mehr und nicht weniger

05.04.2019 - 16:10 - Abpraller

@Lackschuh
Nicht mal mehr an letzter Stelle.
Sie ist gänzlich verloren gegangen im "Cash is the Best Fussball".

05.04.2019 - 15:41 - Lackschuh

Ja, die Moral kommt mittlerweile an letzter Stelle! Persönlich bleib ich dem Bazahlfussball allerdings schon länger weg. Ich sehe den WSV hier durchaus auf der richtigen Seite und Herrn Bölster sehe ich als Übel! Der Trainer dürfte sich über kurz oder lang von selbst für größere Aufgaben erledigen, aber die Clubs haben ja auch keine Moral mehr und somit alles denkbar? Das Karussell dreht sich in den Oberligen und den Regionalligen nun auch so langsam.

05.04.2019 - 14:23 - Bahnschranke

Was die sich Alle heute im Fußball erlauben, ist eine Frechheit. Ähnlich wie beim Dembele wünsche ich mir, dass man so eine charakterlose Vorgehensweise bestraft.
Ich hoffe der WSV bleibt hart und kassiert eine richtig hohe Ablöse. Das was dieser Alipour da abzieht, ist unterste Schublade. Steinbach ist sicherlich eine tolle Adresse für einen aufstrebenden Trainer, aber nach dieser Posse hoffe ich, dass niemand vergisst wie es gerade abläuft.
Dies kann das frühzeitige Ende seiner Trainer-Karriere sein ... vielleicht versteht man dann, dass Verträge nicht nach Lust und Laune missachtet werden dürfen.

05.04.2019 - 14:00 - Jünther, Jötz und Jürgen

Wenn wir das richtig verstehen, erhält der TSV Steinbach einen nicht sehr belastbaren Trainer.
1. Er fühlte sich 6 Monate ausgebrant.
2. Er hatte keine Kraft mehr, sich von seiner Mannschaft zu verabschieden.
3. Den ,, An-Knopf´´seines Handy konnter auch nicht mehr betätigen

.... es kann aber auch alles ganz anders sein. Hat Herr Lipour vielleceicht ein schlechtes Gewissen.
..... und in einigen Monaten - nach den gerichtlichen Prozederé mit Herrn Bölstler - Hups!
Wird in Steinbach ein neuer Sportlicher Leiter vorgestellt.