Der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) und der Fußballverband Niederrhein (FVN) sowie die noch verbliebenen Pokal-Teilnehmer sind sich einig: Alle Parteien streben eine sportliche Lösung an.

Verbände und Klubs einig

Westfalen/Niederrhein: Pokal soll sportlich entschieden werden

24. April 2020, 15:24 Uhr
Auch Rot-Weiss Essen rechnet sich noch sehr gute Chancen auf den Gewinn des Niederrheinpokals aus. Foto: Thorsten Tillmann

Auch Rot-Weiss Essen rechnet sich noch sehr gute Chancen auf den Gewinn des Niederrheinpokals aus. Foto: Thorsten Tillmann

Der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) und der Fußballverband Niederrhein (FVN) sowie die noch verbliebenen Pokal-Teilnehmer sind sich einig: Alle Parteien streben eine sportliche Lösung an.

Eine sportliche Lösung: Das war der Konsens der gemeinsamen Videokonferenz zwischen Verbands- und Vereinsvertretern am Donnerstagabend. Noch ist allerdings unklar, wann die Pokalwettbewerbe des FLVW, und des DFB durchgeführt werden können.


Zwei Halbfinals und das Endspiel um den Krombacher Westfalenpokal stehen in der laufenden Spielzeit noch aus. Aufgrund der aktuellen behördlichen Verfügungen im Umgang mit der Corona-Pandemie ist derzeit so gut wie ausgeschlossen, dass die Spiele vor dem 31. August ausgetragen werden können. Sollte frühestens im Herbst der Ball wieder rollen, haben sich die Vertreter der vier Vereine SV Rödinghausen (Regionalliga West), RSV Meinerzhagen, SV Schermbeck (beide Oberliga Westfalen) und SpVg Hagen 11 (Landesliga) dafür ausgesprochen, die Entscheidung über den Krombacher Westfalenpokal sportlich herbei führen zu wollen.

"Andere Alternativen sind für uns derzeit schwer vorstellbar", sagte SVR-Geschäftsführer Alexander Müller, dem Yalcin Akbal (Team-Manager RSV), Michael Steinrötter (1. Vorsitzender SVS) und Magnus Becker (1. Vorsitzender Hagen 11) direkt zustimmten. Rödinghausen muss im Halbfinale nach Meinerzhagen reisen, Schermbeck empfängt Hagen.

Auch der FLVW, der durch Präsident Gundolf Walaschewski, Manfred Schnieders (Vizepräsident Amateurfußball) sowie Pokalspielleiter Klaus Overwien und Reinhold Spohn (Vositzender Verbands-Fußball-Ausschuss) vertreten war, befürwortet ausdrücklich die einstimmige Meinung der Vereine. "Das wäre ganz klar die fairste Lösung. Derzeit wissen wir jedoch nicht, ab wann der DFB-Pokal 2020/21 gespielt werden kann. Das hängt auch von den Terminen der Bundesliga ab. Der Meldetermin für die DFB-Pokal-Teilnehmer aus den Landesverbänden verschiebt sich entsprechend", erläuterte Schnieders, der gleichzeitig Pokalspielleiter auf DFB-Ebene ist. Der Vizepräsident Amateurfußball betonte ferner, dass der Krombacher Westfalenpokal nicht an die Spielzeit gekoppelt ist. "Somit können wir den Pokalwettbewerb getrennt von Entscheidungen über die Meisterschaftswettbewerbe betrachten", so Schnieders weiter.

Auch am Niederrhein strebt man eine sportliche Lösung an

Diese Pläne wie beim FLVW verfolgt auch der Fußballverband Niederrhein. RevierSport sprach am Freitagnachmittag mit Henrik Lerch, Pressesprecher des FVN.

Lerch betonte: "Auch bei uns betrachten wir die Entscheidung über die Meisterschaft und den Pokalwettbewerb getrennt. Wir befinden uns im Halbfinale und es sind noch drei Oberligisten sowie Rot-Weiss Essen als Regionalligist vertreten. Allen voran für die Oberligisten geht es um eventuell eine historische DFB-Pokalteilnahme. Aber auch RWE rechnet sich natürlich gute Chancen aus. Wir wollen das alles sportlich lösen. Wie und wann das passieren wird, wissen wir auch noch nicht. Darüber werden wir weiter diskutieren."

Im RevierSport-Niederrheinpokal-Halbfinale trifft Rot-Weiss Essen auf TVD Velbert - ob in Essen oder Velbert gespielt wird, ist noch offen - und der 1. FC Kleve empfängt im Oberliga-Duell den 1. FC Bocholt.

Kommentieren

27.04.2020 - 09:06 - elfmeterkiller

Alle die noch im Pokalwettbewerb sind mit in die Lostrommel der Hauptrunde.
Dann gibt es zwar ein paar Paarungen mehr, aber was soll’s.
Und alle könnten sich über ein paar Einnahmen freuen.

25.04.2020 - 21:19 - Kleeblatt1904

Das los wird entscheiden

25.04.2020 - 10:30 - Gregor

Wer will denn schon Geisterspiele vom Finaltag Amateure im TV sehen? Also für mich wäre das absolut nichts. Wenn man dann noch bedenkt, dass zeitgleich sehr viele Spiele gezeigt werden und daher von jeder Paarung sowieso nur etwa 10 Minuten gezeigt werden. Nein Danke. Aber selbst Geisterspiele der Bundesliga wären für mich uninteressant. Ich stelle mir gerade die Samstagskonferenz bei Sky vor. Ne, muss ich nicht haben. Fussball ohne Stimmung geht für mich garnicht.

25.04.2020 - 09:43 - RWE-Senior

@IchDankeSie1907
Ich denke da eher an den Finalspieltag, der ganztägig in den dritten Programmen live übertragen wird. Kommt bestimmt so einiges an Fernsehgeldern zusammen.

24.04.2020 - 19:59 - IchDankeSie1907

Keine Zuschauer, daraus folgt auch kein Geld für den Verband.

24.04.2020 - 17:05 - RWE-Senior

Könnte es vielleicht auch sein, dass der Pokal, im Gegensatz zur Liga, auf alle Fälle durchgezogen wird weil der Verband zu einem Drittel an den Einnahmen beteiligt ist?

24.04.2020 - 17:04 - derdereuchversteht07

Eigentlich müsste man es so machen, wie es in der Regio kommen wird.
Also Kleve, Bocholt, Velbert und Essen sind noch dabei.
Dann müsste doch eigentlich der Titel an Kleve, Bocholt oder Velbert vergeben werden.
Das wär doch dann genauso gerecht wie in der Regio, oder?

24.04.2020 - 16:16 - Gregor

Ob das Halbfinale RWE gegen Velbert in Essen oder Velbert stattfindet, ist noch offen. Ich frage mich wieso? Das ist doch eh egal, da es ohne Zuschauer stattfinden wird. Genauso wie der Austragungsort des Endspiels.

24.04.2020 - 16:13 - mops2805

Na klar die Liga brechen wir ab, aber den Pokal spielen wir aus. Wer so etwas beschließt darf auch dieses Jahr seinen 125 Geburtstag feiern!!