Frauenfußball

Warum sich Nationalspielerin Magull über den BVB ärgert

27. Juni 2019, 08:18 Uhr

Foto: firo

Lina-Magull ist derzeit mit der Frauen-Nationalmannschaft bei der WM in Frankreich erfolgreich - ist aber unzufrieden mit dem Bundesligisten BVB.

Fußball-Nationalspielerin Lina Magull ärgert sich darüber, dass es beim Bundesliga-Club Borussia Dortmund keine Frauen-Mannschaft gibt. "Ja, schon", sagte die 24 Jahre alte Mittelfeldspielerin der deutschen Nationalmannschaft im Interview der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Donnerstag) auf die entsprechende Frage.


Es gebe "so viel Potenzial im Ruhrpott und in Dortmund. Da könnte man mit dem BVB wirklich was bewegen. Viele gute Spielerinnen haben schon gesagt, dass sie sofort für den BVB spielen würden", sagte die in der Bundesliga für den FC Bayern München spielende Fußballerin.

Sieben Bundesliga-Klubs mit Frauenmannschaft

In der Frauen-Bundesliga spielten in der vergangenen Saison sieben Klubs, die auch bei den Herren in der höchsten Spielklasse vertreten sind: VfL Wolfsburg, FC Bayern München, TSG Hoffenheim, SC Freiburg, Bayer Leverkusen, Werder Bremen und Borussia Mönchengladbach.


Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft spielt am Samstag (18.30 Uhr/ZDF und DAZN) bei der WM in Frankreich in Rennes das Viertelfinale gegen Schweden. (dpa)

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08.07.2019 - 08:06 - Rattenfänger

Frauenfussball ist und bleibt ein Hobby - wie Häkeln, Stricken, Kochen usw.!

30.06.2019 - 16:55 - Hamm78

Soll sie doch sofort nach Dortmund wechseln. Der FC Beine Breit Linienstrasse sucht Verstärkung

27.06.2019 - 11:00 - Kuk

Da hat sie Recht, zu 100 % !!!
Im Ruhrgebiet wird der Fußball geliebt ! Was liegt da näher als eine Fußballmannschaft ? Zwei Mannschaften, eine Damen- und eine Herrenmannschaft !
Der BVB sollte seine aktuell sehr guten Möglichkeiten, wie viele international ambitionierten Fußballvereine nutzen und eine Damen-Mannschaft installieren.
Sie kann das Renommee des gesamten Vereins erhebnlich steigern.
Mit so einem eindeutigen Bekenntnis und Plädoyer der gebürtigen Dortmunderin und aktuellen Nationalspielerin gestärkt, darf der BVB die Zeichen der Zeit weder überhören noch ignorieren. Da Lina Magull 25 jung ist, könnte die Nationalspielerin beim BVB noch in der BL spielen. Welche bessere Perspektive könnte es für eine erfolgsorientierten Verein geben, der sich durch die Niederungen der Amateurligen kämpfen muss ? Und nach ihrer aktiven Karriere ist sie für weitere Aufgaben geradezu prädestiniert.
Für den BVb kann es keinen besseren Zeitpunkt geben !

27.06.2019 - 10:17 - dhanz

Es gibt im Ruhrgebiet bereits zwei Mannschaften in der Frauen-Bundesliga: MSV Duisburg und die SGS Essen.
Allerdings sind diese Vereine finanziell nicht auf Rosen gebettet und können daher den Frauen-Fussball durch die Einnahmen, den die Männer generieren (MSV Duisburg), nicht querfinanzieren.
Beim BVB würde da sicherlich für die Frauen-Fussballer mehr abfallen.
Aber das wollen wir doch nicht (Stichwort: Gleichberechtigung), gell Frau Magull?

Gründet doch euren eigenen Verband und eigene Vereine und dann vermarktet euch selbst, statt unter der Decke von alten, weissen Männern zu schlüpfen.