Der VfB Frohnhausen musste nach dem 1:1 am ersten Spieltag eine derbe Klatsche einstecken. Mit 0:7 verlor die Mannschaft von Trainer Issam Said in der Landesliga Niederrhein 3 gegen den VfB Speldorf - der wiederum haderte mit der eigenen Chancenverwertung.

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VfB Speldorf feiert 7:0-Schützenfest über Frohnhausen

RevierSport
13. September 2020, 17:56 Uhr
Speldorf besiegte den VfB Frohnhausen deutlich. Foto: Jörg Schimmel

Speldorf besiegte den VfB Frohnhausen deutlich. Foto: Jörg Schimmel

Der VfB Frohnhausen musste nach dem 1:1 am ersten Spieltag eine derbe Klatsche einstecken. Mit 0:7 verlor die Mannschaft von Trainer Issam Said in der Landesliga Niederrhein 3 gegen den VfB Speldorf - der wiederum haderte mit der eigenen Chancenverwertung.

Was für ein Scheibenschießen an der Saarner Straße! Mit 7:0 gewann der VfB Speldorf gegen den VfB Frohnhausen. Und so bitter es klingt: Die Gäste waren mit diesem Ergebnis noch gut bedient. Einzig dem Torhüter Adrian Wolbeck verdankte es der VfB, dass er nicht mit einer zweistelligen Niederlage aus Mülheim abreisen musste. Die Chancen dazu hatte der Gastgeber großzügig ausgelassen.

Dementsprechend bedient war Frohnhausen-Trainer Issam Said nach dem Abpfiff. „Wir waren von der ersten Minute an nicht im Spiel“, ärgerte sich der 43-Jährige. „Das war mit Abstand das schlechteste Spiel, dass wir unter meiner Regie jemals abgeliefert haben.“

Besonders die Einstellung einiger Spieler brachte den Übungsleiter auf die Palme. „Wenn man drei oder vier Totalausfälle auf dem Platz hat, dann kann man in der Landesliga nicht Fußball spielen“, meinte der VfB-Trainer, der bereits in der ersten Halbzeit drei Wechsel vornahm. Doch es sollte alles nichts nützen, denn seine Mannschaft lud den Gegner immer wieder zum Toreschießen ein und offenbarte gravierende Löcher in der Hintermannschaft. „Das war einfach nur schlecht von uns“, lautete Saids Fazit.

Speldorf-Coach Roenz überglücklich

Anders sah das natürlich sein Gegenüber Dirk Roenz, der seine Mannschaft auch beim Stand von 7:0 immer weiter antrieb, auf das nächste Tor zu gehen. „Ich bin hochzufrieden“, freute sich der 50-Jährige über den Auftritt seiner Mannschaft. „Wir haben schon in der ersten Halbzeit noch einige Hochkaräter liegen lassen, sonst kann das hier auch zweistellig ausgehen. Ich bin stolz auf meine Mannschaft, dass sie über 90 Minuten volles Rohr gegangen ist und auch bei 5:0 und 6:0 immer weiter nach vorne gespielt haben.“

Fast schon skurril, dass der VfB-Trainer nach einem solch hohen Sieg noch mit der Chancenverwertung seines Teams hadern musste. „Das war auch letzte Woche schon unser Problem und da werden wir weiterhin dran arbeiten müssen.“


Bester Spieler auf dem Platz war dabei unangefochten Athnasios Tsourakis. Der ehemalige Drittligaspieler des MSV Duisburg war an gut wie allen gefährlichen Angriffen beteiligt und konnte selbst drei Treffer erzielen. „Ich möchte keinen herausheben, aber man sieht schon was er für eine Qualität hat. Er ist auch menschlich eine richtige Rakete und ein Bomben-Gewinn für uns“, lobte Roenz seinen Zehner.

Im nächsten Spiel geht es für Speldorf auswärts gegen den SV Genc Osman Duisburg, Frohnhausen empfängt Wermelskirchen.

Autor: Dominik Oberholz

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