U19

RWE über Derbymentalität zum Sieg – ETB hadert mit Schiri

Daniel Ferlings
08. März 2020, 17:09 Uhr
RWE-U19-Trainer Damian Apfeld - Foto: Thorsten Tillmann

RWE-U19-Trainer Damian Apfeld - Foto: Thorsten Tillmann

Die U19 von Rot-Weiss Essen gewinnt am 18. Spieltag der A-Junioren Niederrheinliga mit 4:2 im Stadtderby gegen den ETB Schwarz-Weiß Essen und fährt damit den vierten Sieg in Serie ein. 

Die Begegnung der beiden Stadtrivalen war von Beginn an hart umkämpft und emotional aufgeladen. Nach dem Abpfiff ärgerte sich Gästetrainer Hakan Yalcinkaya über die Niederlage und wie sie zustande gekommen war: „Wenn ich ehrlich bin, habe ich dieses Spiel nicht als Bonusspiel angesehen. Denn ich weiß, was meine Mannschaft kann. In der Anfangsphase bekommen wir durch einen Torwartpatzer einen unglücklichen Gegentreffer und müssen früh einem Rückstand hinterher laufen. Beim zweiten Gegentreffer sahen wir leider auch schlecht aus und haben nicht souverän verteidigt.“ 


So sah es zumindest in der ersten Halbzeit nach einer klaren Angelegenheit für die Rot-Weissen aus. Doch nach der Halbzeitpause kam der ETB griffiger aus der Kabine. „Wir haben uns nie aufgegeben. Was die Moral anging, war das einfach klasse. Verdienterweise haben wir den Anschlusstreffer und auch den Ausgleich erzielt“, freute sich Yalcinkaya über die Leistung seiner Elf. Er haderte jedoch mit manch einer Entscheidung des Schiedsrichtergespanns: „Bei allem Respekt. Grundsätzlich kann man gegen RWE verlieren. Wir haben das Spiel aber definitiv nicht verdient verloren. Es gab sehr viele kritische Entscheidungen vom Schiedsrichter, die nicht gerade einwandfrei in unsere Richtung entschieden wurden. Es ist einfach nur schade. Der Mannschaft mache ich keinen Vorwurf.“ 

RWE mit Derbymentalität

Auf der anderen Seite freute sich RWE-Cheftrainer Damian Apfeld über den Derbysieg, war aber mit der Leistung im ersten Durchgang nicht vollends zufrieden: „Wir sind echt nicht gut ins Spiel gekommen. Das frühe Führungstor war ein Glückstreffer und ein Geschenk von ETB. Das hat uns eigentlich gar nicht so gut getan, weil wir es in der Anfangsphase nicht geschafft haben, dem Spiel unseren Stempel aufzudrücken. Danach haben wir es aber deutlich besser gemacht. Über Derbymentalität, Zweikampfverhalten und Engagement haben wir besser ins Spiel gefunden.“ 


Obwohl er mit ansehen musste, wie seine Mannschaft zwischenzeitlich die Führung verspielte, blieb Apfeld ruhig: „Ich hatte nie die Sorge, dass wir dieses Spiel nicht gewinnen werden. Bei uns hat ein guter Prozess stattgefunden. In der Vergangenheit sind wir an solchen Rückschlägen und der zunehmenden Hektik gescheitert.“ 

Ausschlaggebend für den Heimsieg war für Apfeld, dass seine Spieler nicht überdrehten: „Die Marschrichtung war, über eine gewisse Ruhe und Gelassenheit zu agieren, mit dem Ziel, dass der ETB überpaced und immer mehr will. Dadurch haben sich dann Räume ergeben, durch die wir wieder in Führung gelangen konnten.“  

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