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RWE-Fan Erwin Koen hat schöne Erinnerungen an Aachen

15. November 2019, 09:53 Uhr
Foto: firo

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Rot-Weiss Essen trifft am Samstag (14 Uhr) auf Alemannia Aachen. Das Spiel weckt hohes Interesse bei ehemaligen Spielern, die für beide Klubs gespielt haben.

"Ich habe noch am Donnerstag das Interview von Dennis Brinkmann auf reviersport.de gelesen. Da sind mir auch Erinnerungen aus meiner Aachener Zeit hoch gekommen", sagt der 41-jährige Niederländer.

Koen spielte in der Saison 2005/2006 auf dem Aachener Tivoli und feierte mit der Alemannia den Bundesliga-Aufstieg. Ein ganz besonderer Moment in der Karriere des in Den Helder geborenen Koen. 18 Spiele bestritt der Linksaußen in der Aachener Aufstiegssaison. "Das Jahr in Aachen war schön. Meine Frau konnte in Holland im Krankenhaus weiter ihrer Arbeit nachgehen und ich in der Nähe unserer Heimat Fußball spielen. Die Alemannia ist ja auch ein verrückter Verein. Das hat großen Spaß gemacht. Die Aufstiegsfeier war super. So oft steigt man in die Bundesliga nicht auf. Diese Momente werden für immer in meinen Erinnerungen bleiben."

In der Bundesliga angekommen, ging es für Aachen nach nur einer Saison wieder zurück in die 2. Liga - ohne Koen. Denn dieser kam nur beim 0:1 gegen Schalke am 2. Spieltag zu einem 14-minütigen Einsatz. Vor dem Ende der Wechselfrist Ende August verließ Koen Aachen in Richtung SC Paderborn. "Ich habe sofort gemerkt, dass es für mich nicht einfach wird in der Bundesliga auf viel Einsatzzeit zu kommen. Ich wollte aber unbedingt spielen. Deshalb der Wechsel nach Paderborn."

"RWE ist ein Teil der Familie Koen"

Gütersloh, Göttingen Aachen, Paderborn und später noch Wehen Wiesbaden: Das waren die Profi-Stationen von Erwin Koen in Deutschland. Doch keiner dieser Vereine kommt für den beim WGW Den Helder ausgebildeten Koen an Rot-Weiss Essen heran. "Fünf Jahre habe ich bei RWE gespielt und da ist auch mein Herz geblieben. Ich werde für immer ein Rot-Weisser sein. Meine ganze Familie, meine Frau, unsere zwei Söhne: wir alle sind mit dem RWE-Virus infiziert. Auch wenn ich am Samstag nicht im Stadion sein kann, weil meine Jungs spielen, werde ich RWE die Daumen drücken und immer wieder aufs Handy schauen und den RevierSport-Liveticker verfolgen. Ich hoffe, dass wir die Aachner putzen und die Fans ein schönes Wochenende haben werden", sagt Koen.

2020 will Erwin Koen für die zweite Mannschaft von Rot-Weiss Essen auflaufen

Seine Söhne Mick (11) und Lenn sind sehr veranlagt und absolvieren zurzeit ein Probetraining bei De Graafschap. Lenn spielt auch noch beim PSV Eindhoven vor. "Die Jungs haben schon einiges drauf. Aber sie sollen einfach nur Spaß haben und dranbleiben. Ich bin sehr stolz auf sie und übe da keinerlei Druck aus. Das wäre genau der falsche Weg."


Koen, mittlerweile 41 Jahre alt, ist im Außendienst einer Firma für Grußkarten tätig. "Man glaubt gar nicht, wie dieses Geschäft in den Niederlanden boomt. Hier werden zu Weihnachten, Geburtstagen und anderen Anlässen noch Karten verschickt und keine WhatsApp geschrieben. Das ist gut für unsere Firma und für mich", lacht Koen.

2020 will er wieder in Essen aufschlagen und sogar seine Schuhe noch einmal schnüren. Auf transfermarkt.de wird er offiziell als Spieler der zweiten Mannschaft von Rot-Weiss Essen geführt. Koen: "Echt? Das wusste ich gar nicht. Eigentlich hatte ich doch meine Karriere vor fünf Jahren beendet."

Er besitzt aber noch einen Spielerpass bei RWE und wird im neuen Jahr auch für die Kreisliga-C-Mannschaft, die souveräner Tabellenführer ist, auflaufen. Koen: "In diesem Jahr klappt das nicht mehr, weil meine Mannschaft die ich trainiere, immer sonntags spielt. In der Rückrunde haben wir aber einige Topspiele und Derbys, die wir auf Samstag legen wollen. Dann werde ich mal an einem Sonntag in Essen vorbeischauen und ein paar Tore für RWE II schießen."

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16.11.2019 - 00:00 - Pimmel07

Mein Lieblingsspieler.

15.11.2019 - 22:11 - ata1907

Eigentlich Kokolores diese Berichte, ich mag ihn trotzdem.