Amateure

Ober- bis Bezirksliga: Das sind die Schießbuden in Westfalen

Tizian Canizales
21. November 2020, 11:22 Uhr
Daniel Schmidt (rechts) vom FC Lennestadt im Kopfballduell. Foto: Vladimir Wegener

Daniel Schmidt (rechts) vom FC Lennestadt im Kopfballduell. Foto: Vladimir Wegener

Die Corona-Pandemie hat den Amateurfußball in Westfalen mindestens bis zum neuen Jahr lahmgelegt. RevierSport hat sich zwischen Ober- und Bezirksliga nach den Schießbuden in Westfalen umgesehen. 

Platz 5: FC Lennestadt (Westfalenliga 2)

In der Westfalenliga 2 sieht der FC Lennestadt aktuell kein Land. Gerade einmal drei geschossenen Toren stehen 32 Gegentore gegenüber. Die ersten acht Spiele gingen allesamt verloren. Dabei gab es im Schnitt vier Gegentore.

Die Coronapause können die Sauerländer nun nutzen, um sich zu fangen. Vor der Unterbrechung setzte es herbe Niederlagen gegen den Tabellenführer TuS Bövinghausen (0:4) oder den SC Neheim (0:6). Auch das 0:7 im Kreispokal gegen den RSV Listertal dürfte nicht zu einem gesteigerten Selbstbewusstsein beigetragen haben. 

Platz 4: TSC Steinheim (Bezirksliga Westfalen 3), SV Bommern, SG Herne 70 (Bezirksliga Westfalen 10)

Der TSC Steinheim, der SV Bommern und die SG Herne 70 teilen sich Platz vier unseres Rankings. Alle haben in ihren jeweiligen Ligen nach sieben Spielen schon 30 Gegentore kassiert. Das sind im Schnitt rund 4,3 Gegentreffer pro Partie.

Obwohl der TSC Steinheim schon seinen ersten Saisonsieg einfahren konnte, reicht es aktuell nur zum vorletzten Tabellenplatz. Die restlichen sechs Partien gingen verloren, der erste Nicht-Abstiegsplatz ist aber erst fünf Punkte entfernt.

Für die SG Herne 70 ist die aktuelle Bilanz sogar gleichbedeutend mit noch keinem geholten Saisonpunkt und dem letzten Tabellenplatz. Mit fünf Zählern Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz sind die Herner aber ebenfalls noch in Schlagdistanz. Nur einen Rang und einen Zähler vor der SGH reiht sich der SV Bommern ein. 

Platz 3: SC Ostenland (Bezirksliga Westfalen 13)

Auch der SC Ostenland teilt das Schicksal des punktlosen Tabellenletzten. Rund 4,4 Gegentreffer pro Spiel waren nach acht Runden zu wenig, um in der Bezirksliga Westfalen 13 mitzuhalten. Zu allem Überfluss ist der erste Nicht-Abstiegsplatz auch schon neun Punkt entfernt. 

Platz 2: FSV Werdohl (Landesliga Westfalen 2)

Genau wie Ostenland, Herne und Lennestadt steht auch unser Zweitplatzierter FSV Werdohl noch ohne Punktgewinn da. In der Landesliga Westfalen 2 gingen die ersten sieben Spiele allesamt verloren, dazu gab es 32 Gegentreffer. Das ergibt einen Schnitt von 4,6 pro Spiel.

Während es allein in den vergangenen drei Ligaspielen insgesamt 15 Mal klingelte, läuft es bei den Sauerländern immerhin im Kreispokal. Zuletzt schlugen sie den B-Ligisten TSKV Altena standesgemäß mit 10:3. 

Platz 1: Spvg Brakel II (Bezirksliga Westfalen 3)

Noch schlechter als der TSC Steinheim steht in der Bezirksliga Westfalen 3 die Spvg Brakel II da. 42 Gegentore in nur sechs Partien bedeuten im Schnitt sieben pro Spiel und den ersten Platz in unserem Ranking. Zu allem Überfluss gingen auch noch alle sechs Spiele verloren.


Kurz vor der Corona-Unterbrechung musste die Spvg Brakel II dabei nochmal richtig einstecken. Auf ein 0:14 gegen den TBV Lemgo folgte ein 1:11 gegen den TSV Oerlinghausen. Dabei wäre gerade die zweite Partie wichtig gewesen. Der TSV belegt den ersten Nicht-Abstiegsplatz. Mit einem Sieg wäre Brakel bis auf einen Punkt an Oerlinghausen herangerückt. Stattdessen sind sie nun sieben Punkte weg. 

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