Durch zwei Elfmetertore am vergangenen Sonntag beim 3:3-Remis gegen SC Paderborn II ist TuS Ennepetals Torwart Marvin Weusthoff derzeit auf dem ersten Rang der internen Torschützenliste. Für sein Team geht es am Wochenende zu Hause gegen Schermbeck.

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Keeper Weusthoff bester Ennepetal-Torschütze – das sagt der Trainer

RevierSport
15. September 2020, 19:00 Uhr
Marvin Weusthoff hat zwei Tore geschossen. Foto: Michael Ketzer

Marvin Weusthoff hat zwei Tore geschossen. Foto: Michael Ketzer

Durch zwei Elfmetertore am vergangenen Sonntag beim 3:3-Remis gegen SC Paderborn II ist TuS Ennepetals Torwart Marvin Weusthoff derzeit auf dem ersten Rang der internen Torschützenliste. Für sein Team geht es am Wochenende zu Hause gegen Schermbeck.

Es war schon kurios. Fünf Minuten vor dem Ende lag der TuS Ennepetal mit 1:3 gegen die Zweite des SC Paderborn zurück. Dann erzielte Torwart Marvin Weusthoff zwei Elfmetertore - und am Ende stand es 3:3.

„Bei Elfmetern rotieren wir eigentlich immer. Wir haben keinen festen Schützen. Da kann es halt auch mal sein, dass der Torwart Lust hat, einen Elfer zu schießen. So auch am Sonntag“, erklärte TuS-Trainer Alexander Thamm den Doppelpack des Keepers in Paderborn. Westhoff übe nach dem Training auch immer einige Elfmeter und „darf antreten, wann immer er möchte“, so Thamm.

Mit seinen zwei Toren in der 85. und 90. Minute sicherte die Nummer eins seiner Mannschaft einen schmeichelhaften Punkt. „Paderborn hat das Spiel eigentlich dominiert, wir können froh sein, dass wir den Punkt noch mitgenommen haben“, bewertete Thamm das Auswärtsspiel, nachdem dem TuS zuvor ein 3:2-Erfolg über den ASC 09 Dortmund gelang. „Damit stehen wir mit vier Punkten aus zwei Spielen ganz gut da“, sagte der Coach.

Für Thamm steht jedoch der Spaß am Fußball im Vordergrund, generell überwiegt vor allem die Freude, dass es endlich wieder losgehen kann. „Es ist immer schlimm, wenn einem das liebste Hobby genommen wird. Wir haben uns sehr gefreut, den Ligabetrieb wieder aufnehmen zu können“, fasste der Trainer die Grundstimmung in der Mannschaft zusammen.

Stand jetzt: Ennepetal gegen Schermbeck findet statt

Einige Verbesserungsvorschläge gab Thamm seinem Team nach den ersten beiden Saisonspielen dennoch mit auf den Weg: „Wir bekommen leider zu viele Gegentore, oft auch zu einfach. Das hängt mit unserer offenen Spielweise zusammen, jedoch sollten wir die Defensive in Zukunft besser in den Griff bekommen“, bemängelte der Coach, der jedoch gleichzeitig vom Offensivdrang seiner Elf begeistert ist: „Auf der anderen Seite haben wir eine brutale Qualität im Angriff und sind immer für viele Tore gut. Zwar haben wir auch zwei Elfmetertore geschossen, aber Elfmeter bekommst du eben auch nur, wenn du vorne hartnäckig bleibst.“

Der entscheidende Punkt sei in Zukunft zudem, nicht immer in Rückstand zu geraten, sondern auch mal in Führung zu gehen, was dem eigenen Spiel Sicherheit gebe.

Am Sonntag um 15 Uhr steht für den TuS Ennepetal ein Heimspiel gegen den aufgrund von Coronafällen im Verein noch spiellosen SV Schermbeck an. „Das Spiel findet Stand jetzt definitiv statt, wir stehen da im engen Austausch mit Schermbeck. Wir freuen uns sehr für sie. Es kann jeden treffen, solch einen Saisonstart wünscht man niemandem“, sagte Thamm.

Ein Nachteil für den Gegner sei die fehlende Spielpraxis, doch für Ennepetal sei es daher schwer, den Gegner einzuschätzen. „Wir wissen bisher nicht viel über sie. Aber das wird sich dann ändern“, so der Trainer lachend. Gegen Schermbeck könnten eventuell bereits Ex-Wattenscheider Adrian Schneider sowie Angreifer Ibrahim Lahchaychi ein Thema sein, die diese Woche ins Training zurückkehren.

Autor: Leon Peters

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