In der Oberliga Westfalen herrscht ein verrückter Abstiegskampf. Ab Platz sechs beginnt die Gefahrenzone. Mit einer beeindruckenden Serie konnte sich zumindest Westfalia Herne zuletzt etwas freischwimmen.

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Irrer Abstiegskampf: Hernes beeindruckender Lauf

15. April 2019, 11:18 Uhr

Foto: Rainer Raffalski

In der Oberliga Westfalen herrscht ein verrückter Abstiegskampf. Ab Platz sechs beginnt die Gefahrenzone. Mit einer beeindruckenden Serie konnte sich zumindest Westfalia Herne zuletzt etwas freischwimmen.

Das 2:0 über den Holzwickeder SC war der dritte Sieg in Serie für Westfalia Herne. Im gesamten Jahr 2019 sind die Herner sogar noch ungeschlagen. Fünf Siege und drei Unentschieden stehen für die Mannschaft von Christian Knappmann seit dem Jahreswechsel zu Buche - macht 18 Punkte. Das sind schon jetzt mehr Zähler als in der gesamten Hinrunde.


Und jeder einzelne dieser Punkte ist enorm wertvoll. Denn im Abstiegskampf der Oberliga Westfalen geht es äußerst eng zu. Gerade einmal neun Zähler liegen zwischen dem FC Gütersloh auf dem ersten Abstiegsplatz und dem SC Paderborn II auf Rang sechs. Die Paderborner haben zudem zwei Spiele weniger absolviert als der FCG, dürfen sich also auch alles andere als sicher sein. 

Selbst der Tabellenletzte darf noch hoffen

Selbst der Tabellenletzte 1. FC Gievenbeck darf sich mit zwei Nachholspielen in der Hinterhand trotz fünf Punkten Rückstand aufs rettende Ufer noch Hoffnungen auf den Klassenerhalt machen. Zuletzt setzte es allerdings eine deftige 0:5-Klatsche gegen die Hammer SpVg.

Fast nach jedem Spieltag ergibt sich in diesem äußerst geräumigen Tabellenkeller ein anderes Bild. Oft reicht schon ein Unentschieden, um zwei oder drei Plätze nach oben zu springen. Da kommt der Lauf, in dem sich Westfalia Herne in der Rückrunde befindet, für die Mannschaft von Christian Knappmann gerade recht. Das Erfolgsrezept der Herner? "Wir haben zu Beginn der Rückserie ein komplettes Paket angeboten. Da haben wir überragend trainiert und sehr gut Fußball gespielt", sagte "Knappi" zuletzt gegenüber der WAZ.

"Leidenschaft und Härte"

Hinzu kommt eine Spielweise, die laut Knappmann von "Leidenschaft und Härte" geprägt ist, wie er es auf der Pressekonferenz nach dem Sieg bei den Sportfreunden Siegen ausdrückte. Dominik Dapprich, der Trainer der Siegener, wurde etwas deutlicher: "Fouls, Zeitspiel, Bälle wegschlagen und ob dann acht Herner Spieler, die auf dem Rasen lagen, auch tatsächlich Krämpfe hatten, das nehme ich denen nicht ab. Unser Fußball hat mit Ruhe zu tun und die haben wir uns von Herne nehmen lassen und so verloren."

Behalten die Herner ihren Lauf bei, winkt ihnen sogar ein einstelliger Tabellenplatz. Damit verbunden wäre möglicherweise auch die Qualifikation für den Westfalenpokal. Gelingen könnte der Sprung in die obere Tabellenhälfte schon am Gründonnerstag, mit einem Sieg beim FC Gütersloh. Denn: Es geht äußerst eng zu in der Oberliga Westfalen. fn

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