Bei der Vorrunde zum Sparkassen Masters im Bochumer Süden funktionierte von Beginn an die Anzeigetafel nicht.

SparkassenMasters Bochum

Im Bochumer Süden stehen die Ergebnisse schon vorher fest

Stefan Stobbe
12. Januar 2020, 19:15 Uhr

Foto: Rainer Raffalski

Bei der Vorrunde zum Sparkassen Masters im Bochumer Süden funktionierte von Beginn an die Anzeigetafel nicht.

Eigentlich gehört sie zu jedem Hallenturnier wie Hallenschuhe, Leibchen in fragwürdigen Farben und Pässe über die Bande: die Anzeigetafel. Auf sie wird gedeutet, wenn der Schiedsrichter die Zeit nicht angehalten wird und sie dient den zu spät gekommenen Spielern als Orientierung wie es gerade steht.


Doch bei der Vorrunde im Bochumer Süden, genauer in der Sporthalle an der Markstraße, wollte dieses technische Hilfsmittel seinen Dienst nicht erfüllen. Schlicht und einfach kaputt hing sie da gegenüber von den Zuschauern auf der Tribüne, die sich so auf die Ansagen der Turnierleitung verlassen mussten.

„Die ist wohl schon länger kaputt“, bestätigte die Turnierleitung von Ausrichter TuS Querenburg und verwies auf die Stadt, die die Anzeige nicht rechtzeitig habe reparieren lassen. Ersatz bot eine mobile Anzeige, die mit der Rückseite zu den Zuschauern aufgestellt worden war. Spieler und Schiedsrichter konnten so Einblick haben, wie lange noch zu spielen ist. Der Zuschauer blieb da erstmal außen vor. 

Das wurde auch von einigen Herren beanstandet, die gleich einige Vorschläge parat hatten, wie die ausgefallene Anlage besser zu ersetzen wäre. Einfach ein Kabel legen, einen Bildschirm auf die Gegengerade montieren und schon wäre das Problem aus der Welt. „Sowas ist doch heute eigentlich kein Problem mehr“, nur einer der Sätze.

Zwischen Frust und Lob

Einen Vorteil hatte es aber dann doch. Bei einem torarmen Spiel konnte man sich in das auf der Anzeige festgefrorene Ergebnis von 6:7 hineinträumen, obwohl kaum ein Zuschauerkopf mal nach oben ging. Ein weiterer Vorteil: Die Zuschauer konzentrierten sich mal richtig auf das Geschehen auf dem Hallenboden.


Ein bisschen schade. Das Mitzittern in den letzten Spielsekunden entfiel so, da nie wirklich einzusehen war, wann die letzten Sekunden denn nun angefangen hatten. Doch was sagen die, die wirklich davon betroffen sind - Spieler, Trainer und Schiedsrichter?

Holger Danielsiek, einer der Schiedsrichter des Turniers, schaute kaum auf die Uhr, die sich ständig in seinem Rücken befand. „Es wäre schöner, wenn die Anzeige funktioniert. Besonders für die Zuschauer“, gab er zu Protokoll.
 
AfC-Bochum-Trainer Mark Mannheim hatte da doch ärgere Probleme mit. „Ich kann gar nicht abschätzen, wann ich wechseln kann und muss. Ständig muss ich aufstehen und gucken“, erklärte er vor der Halbfinalpartie seiner Mannschaft. „Aber immerhin haben wir in diesem Jahr eine Anlage, die funktioniert. Im letzten Jahr ist die ursprüngliche immer wieder ausgefallen. Es ist schon gut, dass hier überhaupt etwas gemacht wurde“, gab er dem Veranstalter ein positives Feedback. 

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