NR-Pokal

Homberg will über den WSV ins Halbfinale

Kevin Lenk
09. Februar 2019, 05:45 Uhr

Die Spieler des VfB Homberg wollen auch gegen den Wuppertaler SV zum Jubel-Sprint ansetzen. Foto: Mark Bohla

Am Sonntag startet Oberligist VfB Homberg in sein Spiel der Spiele. Um 14 Uhr ist Regionalligist Wuppertaler SV zu Gast, um den letzten Teilnehmer für das RevierSport-Niederrheinpokal-Halbfinale auszuspielen.

Ursprünglich sollte die Partie zwischen dem VfB Homberg und den Gästen aus dem Bergischen Land bereits im November 2018 stattgefunden haben. Die Begegnung wurde aufgrund von Sicherheitsbedenken allerdings abgesagt. Lange stand nicht fest, ob der VfB überhaupt von seinem Heimrecht Gebrauch machen kann, oder das Spiel in ein anderes Stadion verlegt werden müsse. 

Umso erfreuter sind alle Beteiligten beim Oberligisten, dass das Spiel nun doch im heimischen Stadion stattfinden kann. Homberg-Trainer Stefan Janßen appelliert gegenüber der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) an alle Duisburger, den Underdog im Pokal zu unterstützen: „Ich habe den Wunsch, dass uns ganz Duisburg mit einer tollen, friedlichen und fairen Atmosphäre unterstützen wird." 

Zum einen, weil die Mannschaft die Unterstützung gegen den Regionalligist und somit klassenhöheren Verein ohnehin gebrauchen kann. Zum anderen aber, weil sich die Mannschaft diese Unterstützung verdient habe, betont Janßen. Der Trainer, der zu Duisburgs Trainer des Jahres 2018 gekürt wurde, schickt gleichzeitig ein Dankeschön an Wolfgang Graf hinterher, den Abteilungsleiter Fußball beim VfB. „Was er geleistet hat, um dieses Spiel in unserem Stadion möglich zu machen, ist unwahrscheinlich.“

Der Rasen soll kein Thema sein

Nach dem plötzlichen Wintereinbruch in Nordrhein-Westfalen hat in den vergangenen Tage das Geläuf im Stadion gelitten. Gegenüber der WAZ betont Graf: "Wir haben alles dafür getan, dass wir das Spiel bei uns austragen können. Ich hoffe, dass wir jetzt auch das Beste daraus machen“, schiebt der Abteilungsleiter die Verantwortung zu Janßen und seinen Spielern.

Die wissen um die Herkules-Aufgabe, die ihnen bevorsteht. „Wuppertal ist und bleibt ein Profi-Klub und ein starker Regionalligist“, stellt Janßen klar. Zwar musste der Wuppertaler SV aufgrund von finanziellen Problemen umstrukturieren und unter anderem Top-Torjäger Christopher Kramer in Richtung TSV Steinbach ziehen lassen. Mit Tjorben Uphoff, Dennis Malura, Gaetano Manno, Sascha Schünemann oder WSV-Kapitän Silvio Pagano stehen aber noch immer einige Hochkaräter in Wuppertal unter Vertrag.

Finaleinzug könnte für DFB-Pokal-Qualifikation reichen

Da sich mit dem KFC Uerdingen zeitgleich noch ein Drittligist im Rennen um den RevierSport-Niederrheinpokal befindet erhöht die Chancen auf eine DFB-Pokal-Teilnahme enorm. Die besten vier Drittligisten sind automatisch für den DFB-Pokal qualifiziert - und die Krefelder schicken sich momentan an, eine dieser Platzierungen am Saisonende für sich zu beanspruchen. Sollte dies der Fall sein, dann würde schon alleine die Qualifizierung für das Pokalfinale ausreichen, um sich für die erste Runde des DFB-Pokals zu qualifizieren. Das würde gleichzeitig Einnahmen in sechsstelliger Höhe bedeuten. 

"In einem Pokalspiel ist alles möglich“, bemüht Janßen eine bekannte Fußballer-Weisheit, „das haben wir auch schon in der letzte Runde bewiesen, als wir gegen den SV Straelen vor einer ähnlich schweren Aufgabe standen. Wir müssen an uns glauben, und es muss viel für den Erfolg zusammenkommen. Mut, Bereitschaft und auch Glück.“

Autor: Kevin Lenk

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