Lukas Hinterseer erlöste mit seinem Dreierpack ganz Bochum: Durch seinen dritten Treffer in Minute 90 schoss er den VfL zum umjubelten 3:2-Sieg gegen Greuther Fürth. 

Bochum

Hooglands VfL-Auftritt zum Vergessen

Christian Hoch
14. April 2019, 15:31 Uhr

Foto: firo

Lukas Hinterseer erlöste mit seinem Dreierpack ganz Bochum: Durch seinen dritten Treffer in Minute 90 schoss er den VfL zum umjubelten 3:2-Sieg gegen Greuther Fürth. 

Wir haben die Brennpunkte zur Partie zusammengefasst:

Die Ausgangslage: Der VfL stand vor dem Anpfiff unter Druck: Durch die bislang enttäuschende Rückrunde war der Pott-Klub auf den zwölften Tabellenplatz abgerutscht und hatte nur noch acht Zähler Vorsprung auf Relegationsplatz 16. Gegen Greuther Fürth (Platz zehn) wollte die Dutt-Elf unbedingt gewinnen, um nicht noch wirklich in Abstiegsnot zu geraten.

Grönemeyer-Effekt: „Ich hoffe, dass ich ein bisschen Glück mitbringe“, sagte VfL-Vereinsikone Herbert Grönemeyer vor seinem Kurz-Auftritt im Bochumer Ruhrstadion. Und genau das brachte er zunächst beim Abseitstreffer der Bochumer zum 2:2 und schließlich beim 3:2-Siegtreffer. Vor dem Anpfiff stimmte er mit den 17.344 Zuschauern die Vereinshymne an - Gänsehaut vor dem Anpfiff. Doch dann begann das Fußballspiel.

Aufreger der Partie: Dusel-Ausgleich für den VfL Bochum in der 53. Minute: Chung-yong Lee passte, Eisfeld ließ den Ball durch und Hinterseer blieb cool - 2:2. Das Problem: Der Ösi-Stürmer, der seinen 16. Saisontreffer erzielte (persönlicher Rekord) stand einen Schritt im Abseits - Glück für Bochum.

Hoogland-Auswechslung: Oft wurde VfL-Trainer Robin Dutt in dieser Saison vorgeworfen, dass er einigen Spielern zu lange vertraut hat. Ab der 46. Spielminute gegen Fürth hatte Dutt dann aber genug von der Leistung von Abwehr-Routinier Tim Hoogland: viele Stockfehler, leichte Ballverluste, ein Auftritt zum Vergessen. Dutt reagierte und brachte Dominik Baumgartner, der den Nachweis über seine Zweitligatauglichkeit jedoch weiter schuldig blieb.


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Gewinner des Spiels:

Nummer 1:
Lukas Hinterseer. Seit seinem Wechsel zum VfL traf der Österreicher nun insgesamt 31 Mal für Bochum - mehr als jeder andere Spieler. Durch seinen Dreierpack gegen Fürth erreichte er nicht nur die Saisontore 15 16 und 17, sondern auch seinen persönlichen Tor-Rekord in der zweiten Liga.

Nummer 2: Manuel Riemann. Der Bochumer Schlussmann hielt seine Mannschaft mit starken Paraden ein ums andere Mal in der Partie - ein makelloser Auftritt.

Verlierer des Spiels: Teile der VfL-Fans in der Ostkurve, die immer wieder Bierbecher auf den Rasen warfen. So auch nach dem 2:1-Führungstreffer für die Gäste - ein Becher traf Julien Green, der kurz zu Boden ging, dann aber weiterspielen konnte.

Kommentare des Spiels via Twitter:

Nummer 1:
@wiebkefege zum Auftritt von Vereinslegende Herbert Grönemeyer: „GRÖNEMEYER! Geiler Typ! Da bekomme ich Haarlatte!“

Nummer 2: ?@IIVMCMXC kommentierte treffend aus Fürther Sicht: „Die Abwehr muss viel mehr auf Hinterseer achten.“

Noten: Riemann (2,5) - Celozzi (3,5), Fabian (3), Hoogland (5,5), Kokovas (5) - Losilla (3) - Pantovic (2), Eisfeld (3), Saglam (2,5), Lee (2,5) - Hinterseer (1) - Baumgartner, ab 46. (4,5), Tesche, ab 58. (3)

Ausblick: Zur Pause erntete der VfL verdiente Pfiffe von den eigenen Fans, zum Schluss gab es lauten Beifall. Dank des 3:2-Sieges entledigte sich der VfL allen aufkommenden Diskussionen um einen möglichen Abstiegskampf - die Dutt-Elf hat nun elf Zähler Vorsprung.

Autor: Christian Hoch

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14.04.2019 - 16:32 - PRE

Noten?: Pantovic 2, Riemann 2,5. Wohl nicht im Stadion gewesen.
Die Pfiffe zur Pause galten wohl mindestens ebenso dem Schiedrichter, der keine Linie hatte, mal gefährliches Einsteigen laufen lies, mal faires Tackling abfiff und zudem nicht wusste, wann er das Spiel bei einem verletzten Spieler am Boden unterbrechen muss. Zeigt auch das Abseitstor und die Aktionen rund um die Fürther Führung. Erst hätte Riemann rot bekommen müssen, da er im Rücken des Schiris nach der gelben Karte nochmals wütend den Ball auf den Boden geknallt hat, dann kommt der Schiri stolz wie Bolle aus der Kabine und rennt auf dem Plaatz rum und zeigt den Spielern, wie weit der Ball über der Linie war. Hat wohl Fernsehn gekuckt in der Halbzeit statt nochmal ins Regelbuch.