3. Liga

Hannes Bongartz kritisiert KFC-Kader

Fabian Kleintges-Topoll
30. März 2019, 09:19 Uhr

Foto: Firo

Das Drittliga-Traditionsduell zwischen dem KFC Uerdingen und dem 1. FC Kaiserslautern (2:4) ließ sich auch der eine oder andere prominente Fußballexperte nicht entgehen. Am Freitag war sogar ein ehemaliger Nationalspieler im Duisburger Stadion.

Neben RWE-Trainer Karsten Neitzel und Köln-Torwart Timo Horn, der seinen Kumpel Dominic Maroh besuchte, mischte sich auch der vierfache deutsche Nationalspieler Hannes Bongartz (67) unter die Zuschauer. Wir haben mit dem ehemaligen MSV-Trainer, der für Bonn, Wattenscheid, Schalke und Kaiserslautern spielte, über die prekäre Situation des KFC Uerdingen gesprochen.

Herr Bongartz, beim KFC Uerdingen läuft aktuell nicht viel rund. Wie beurteilen Sie den Einbruch der Krefelder nach dem so starken Saisonstart?
Man merkt, dass beim KFC immer eine Unruhe ist. Egal auf welcher Ebene, ob auf oder neben dem Platz. Und irgendwann kommt das Ganze dann auch in der Mannschaft an. Das ist natürlich für alle Handelnden, vor allem aber für die Mannschaft sehr, sehr schwer zu regeln. Wenn man da alleine die Trainersituation betrachtet…

Bei Uerdingen haben viele Spieler reichlich Bundesliga-Erfahrung, befinden sich aber im Herbst ihrer Karriere. Wie beurteilen Sie die Kaderzusammenstellung und den Weg der Krefelder?
Von der Oberliga, über die Regionalliga bis in die 3. Liga hat das alles ganz gut funktioniert. Aber ich glaube, dass man jetzt mittlerweile an einem Punkt angekommen ist, an dem mit diesen Leuten vielleicht das Ende der Fahnenstange erreicht ist. Die Qualität ist da, aber man muss definitiv auch aufpassen, dass man eine vernünftige Altersstruktur in die Mannschaft bekommt. Man darf nicht immer nur an die laufende Saison denken, sondern im Fußball muss man schon ein bisschen weiter planen.

Am Dienstag steht für den KFC das Halbfinale im RevierSport-Niederrheinpokal auf dem Programm. Wie schätzen Sie die Begegnung bei RWE ein?

Wir wissen alle, Rot-Weiss Essen ist zu Hause zu Vielem in der Lage, vor allem im Pokal. Mit der Niederlage im Rücken wird das für Uerdingen eine ganz, ganz schwere Partie.

Autor: Fabian Kleintges-Topoll

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01.04.2019 - 06:37 - meinletzterwille

Ich finde KFC nicht schlecht, bevorzuge aber Mc Donalds. Ich hoffe, dass man dies akzeptieren kann, denn Geschmäcker sind verschieden. Vielen Dank.

30.03.2019 - 14:49 - @Jane

Seit gut und gern 5 Spielen hätte eigentlich aufgrund der Lage die Brechstange(sprich 3 IV+2AV) herausgeholt werden müssen, zumal dort mit Erb,Maroh,Luki genügend Qualität vorhanden ist. Ist zwar Beton, aber das ist in der aktuellen Lage einfach angesagt. Warum sieht das keiner der vergangenen und aktuellen Trainer/Cotrainer ?

30.03.2019 - 13:19 - Jünther, Jötz und Jürgen

.... wie kommt ihr denn da drauf?
Komedy Fun Club

30.03.2019 - 12:54 - firlefanz1905

Nun, bei unserem KFC ist einiges im Argen.

30.03.2019 - 11:27 - ich danke Sie

Was man so liest, sollte Uerdingen erst gar nicht antrete. Nur so könnte eine weitere Blamage vermieden werden.

30.03.2019 - 10:26 - Ruhrperle

@Julius.Oppermann - Werfen Sie mal einen Blick auf den Kalender! Oder stecken Sie in der Zeitschleife fest? Paul Hahn.... Mikhail Ponomarev.... Junge,jetzt zaubern Sie noch bitte Siggi Held aus dem Hut...

30.03.2019 - 09:42 - Julius.Oppermann

Uerdingen sollte wieder mit einem Libero spielen. Er muss gar nicht einmal mehr sportlich fit und jung sein, es genügte seine Autorität auf dem Platz. Im Augenblick gibt es diese Autorität nicht, an der sich die Spieler aufrichten können.
Man sollte den ehemaligen Uerdinger Libero Paul Hahn aufstellen oder vielleicht sogar Herr Ponomarew, der in jungen Jahren Fußballspieler war. Die wenigsten wissen, dass Herr Ponomarew ein talentierter Libero war.
Oft sind unkonventionelle Methoden der Schlüssel zum Umschwung.
Uerdingen wäre auch gut beraten, einen Spielertrainer zu installieren. Im Augenblick kann der jeweilige Trainer seine Ideen auf dem Platz nicht umsetzen, weil er zu weit weg ist. Ein Spielertrainer ist immer nahe dran auf dem grünen Rasen.