Oberliga Niederrhein

FC Kray: Günther Oberholz geht von Bord - endgültig

22. Februar 2021, 15:20 Uhr
Günther Oberholz hat sich am Sonntag vom FC Kray verabschiedet. Er hat seinen Posten als Berater des Vorstands niedergelegt. Foto: Michael Ketzer.

Günther Oberholz hat sich am Sonntag vom FC Kray verabschiedet. Er hat seinen Posten als Berater des Vorstands niedergelegt. Foto: Michael Ketzer.

Eine Ära geht zu Ende: Günther Oberholz, langjähriger Präsident und Macher des FC Kray, hat sein endgültiges Ende beim Klub von der Buderusstraße erklärt. Er wird seinen Beraterposten niederlegen und auch nicht mehr in einer neuen Rolle zurückkehren.

Wenn man an den Oberligisten FC Kray denkt, dann ist einer der ersten Reflexe sicherlich der Name von Günther Oberholz. Kein anderer Funktionär steht so sehr für den FCK wie Oberholz. "Obi", wie er in der Szene genannt wird, ist sozusagen der Macher des Klubs - oder: "Mister" FC Kray

Zuletzt war er in beratender Funktion für den Vorstand um Jürgen Lukat, der aus familiären Gründen zurücktrat, tätig. Nach dessen Ausscheiden und der Übernahme der neuen Verantwortlichen um Jörg Islacker zieht sich auch der bisherige Vorstandsberater Oberholz - der im Hintergrund immer noch der starke Mann war - zurück. Scheinbar für immer. 

"Die Vorstellungen des neuen Vorstands kommen mit meinen Ideen, die ich für den FC Kray habe, nicht überein. Das ist aber auch kein Problem für mich. Ich beende mein Engagement als Berater und wünsche den Verantwortlichen bei der Umsetzung des neuen Konzeptes alles Gute für die Zukunft und von Herzen ganz viel Erfolg", sagt der 57-jährige Oberholz gegenüber RevierSport.

Oberholz war 22 Jahre für den FC Kray tätig

22 seiner bisherigen 57 Lebensjahre hat Oberholz, der im beruflichen Leben für das Möbelhaus "Kröger" in der Immobilienbranche tätig ist, dafür gesorgt, dass es dem FC Kray gut geht. Von der Landesliga führte Oberholz als starker Präsident den Essener Stadtteil-Klub in die Regionalliga West. Hier gelangen dem FC Kray in der Saison 2014/2015 sogar zwei Siege gegen Rot-Weiss Essen (4:2 und 1:0) - und das an der Hafenstraße.

"Das sind Momente, die ich nie vergessen werde. Es waren so viele tolle Momente dabei. Ich könnte auch hundert Spieler aufzählen, mit denen ich besondere Geschichten verbinde. Es war mir vom ersten Tag an, als mich Wolfgang Priester, Günter Wessling und Wolfgang Keiter nach Kray gelotst haben, eine Ehre und große Herzensangelegenheit für den FC Kray zu arbeiten", erklärt Familienvater Oberholz, der mit dem FC Kray neben dem Regionalliga-Aufstieg auch jeweils viermal die prestigeträchtigen Essener Turniere Kabelcom-Cup und die Hallenmeisterschaft gewann.

Auch in den Bau der KrayArena war Oberholz an vorderster Front beteiligt. Er war es, der seine Kontakte zu den Stadtvertretern spielen ließ und es ermöglichte, dass an der Buderusstraße eine Regionalliga-taugliche Anlage entstanden ist. "Das ist schon so etwas wie mein Baby", sagt "Obi".

Ob er vielleicht doch noch einmal zurückkommt, weiß er nicht. Oberholz: "Es ist eigentlich endgültig. Aber ich bleibe meinem Motto treu: Sage im Leben niemals nie. Man weiß nie, was passiert."

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Kommentieren

27.02.2021 - 20:19 - Schommi

Jetzt wollen wir die Kirche mal im Dorf lassen!!!!!!!! Obi ist in erster Linie mal ein absoluter Selbstdarsteller nicht mehr und nicht weniger. Sein Verhalten auf dem Platz mit den Beschimpfungen gegenüber den Schiris absolut ist absolut nicht zu dulden. Ist über all die Jahre unverständlicher Weise in Kray geduldet worden????? Ich hoffe mal stark das hört jetzt endlich auf. Der neue 1.Vorsitzende hat aus meiner Sicht alles richtig gemacht und eine Zusammenarbeit mit Herrn Oberholz ausgeschlossen. Ich wünsche Ihm alles Gute beim Umsetzten seiner Vorstellungen und hoffe bei Ihm steht die Sache( der Verein) und nicht er selbst im Vordergrund. Bin mal gespannt wie Herr Oberholz mit der Situation umgeht, sich einfach zurückziehen, wie es normal wäre ist glaube ich nicht so sein Ding!!!!! Alles Gute FCKray

24.02.2021 - 16:53 - Lokutus

Zwar nicht mein Verein, aber: Einer, der Fußball lebt, ißt, trinkt und pinkelt ! Der immer den Verein über alles stellt, der dem Fußball in Essen immer wieder seinen Stempel mit aufgedrückt hat (z.B. Hallenstadtmeisterschaft).
Solche Menschen werden selten ! Alles Gute im wahrscheinlichen "Un-Ruhestand"

23.02.2021 - 09:52 - Superlöwe

Über seine Mitarbeit dürfte sich wohl jeder Verein freuen.

22.02.2021 - 20:02 - Fussballer19

Absolut schade!über Jahre tolle Arbeit geleistet, in Kray wird gemunkelt , dass er zu ETB wechselt.

22.02.2021 - 17:35 - BallaBalla

Eigentlich ist Obi aus Kray nicht wegzudenken. Nun muss man den Verantwortlichen die Daumen drücken, dass ihr Konzept ohne Obi aufgeht.

Aber wieder einmal die Lächerlichkeit ist, dass es in einem Artikel, bei dem es eigentlich nur um Obi und den FC Kray geht, irgendwas in Verbindung mit RWE gebracht werden muss. Wozu? Was bringt das? Macht lieber einen Bericht darüber, was unsere Minikicker vom RWE in der Corona Zeit machen. Aber nicht überall Verbindungen herstellen oder Ex Ex Ex RWE usw. Das ist einfach.... schlecht!

22.02.2021 - 17:13 - Bacardicola

Kann mir nicht vorstellen, dass in denn 22 Jahren, einmal nur annährend so gefeiert wurde, wie 1995 mit Tus 81 in Cala Rattata :D

22.02.2021 - 17:00 - Lackschuh

G. Oberholz ohne Fußball ist undenkbar und somit hat sich das Thema eigentlich sofort erledigt oder wandert er aus(??).... Berater war ja auch so eine Bezeichnungslücke und mal sehen, was folgen wird?

Glück auf und ALLES Gute für zukünftige Entscheidungen im Zusammenhang mit der Murmel...beim Tus 81 würde sich auch ein Kreis schließen?