Köln-Profi Birger Verstraete hat seine Kritik am Umgang seines Clubs nach drei positiven Corona-Tests relativiert und sich für sein Vorgehen entschuldigt. 

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"Falsch ausgedrückt": Köln-Profi Verstraete relativiert Kritik am Verein

03. Mai 2020, 14:08 Uhr
Foto:getty

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Köln-Profi Birger Verstraete hat seine Kritik am Umgang seines Clubs nach drei positiven Corona-Tests relativiert und sich für sein Vorgehen entschuldigt. 

Konsequenzen hat sein Verhalten offenbar nicht, der FC teilte mit, Verstraete werde „weiter beim 1. FC Köln trainieren und spielen“.

Nach den Tests habe er in einem Interview über seine persönlichen Sorgen vor einer Ansteckung seiner zur Risikogruppe gehörenden Freundin berichtet. „Dabei habe ich mich an einigen Stellen falsch ausgedrückt, so dass in der Übersetzung ein missverständlicher Eindruck entstanden ist, der mir leid tut. Statt aus der Emotion heraus ein Interview zu geben, hätte ich den Kontakt zu unserem Arzt suchen und mir meine Fragen erklären lassen müssen“, sagte der 26-jährige Belgier am Sonntag in einer Mitteilung des Fußball-Bundesligisten.

Es habe nicht in seiner Absicht gelegen, den zuständigen Behörden oder dem 1. FC Köln Vorwürfe zu machen. Nachdem zwei Spieler und ein Betreuer positiv auf das Coronavirus getestet worden waren, hatte der Mittelfeldspieler dem TV-Sender „VTM“ gesagt, es sei „ein bisschen bizarr“, dass nicht die ganze Mannschaft vorerst unter Quarantäne gestellt werde: „Der Physiotherapeut ist der Mann, der mich und andere Spieler wochenlang behandelt hat. Und mit einem der beiden fraglichen Spieler habe ich am Donnerstag im Fitnessstudio ein Duo gebildet.“

Die Kölner wiesen am Sonntag jegliches Fehlverhalten zurück. Dass Spieler auch im Falle eines positiven Corona-Tests weiter zusammen trainieren würden, sei falsch. „Im Einklang mit dem medizinischen Konzept der Deutschen Fußball Liga DFL werden beim FC ausschließlich Spieler trainieren und spielen, die durch zwei aufeinanderfolgende negative Tests den Nachweis haben, dass sie mit dem neuartigen Corona-Virus nicht infiziert sind“, hieß es in der Mitteilung.
Aus diesem Grund werden alle Spieler „vor der geplanten Wiederaufnahme des Trainings am Montag rechtzeitig erneut getestet“.

Auch eine Interpretation von Verstraetes Aussagen in die Richtung, dass bei den Rheinländern vorgeschriebene Hygienemaßnahmen nicht eingehalten wurden, sei „nicht haltbar.“ Die drei Betroffenen bei den Kölnern waren in Abstimmung mit dem zuständigen Gesundheitsamt in Quarantäne geschickt worden. Der Rest des Teams soll das Training vorbehaltlich der zweiten Testreihe wie bisher in Kleingruppen fort. dpa

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04.05.2020 - 15:55 - soso

Der lapo ... ist ja ein ganz schlauer.
,
Freie Meinung .... ein Grundrecht oder ???

Da hat mal einer den A .. in der Hose und wird gemßregelt.
Lass das nicht mit dir machen Verstraeten - du kannst dich dann nicht mehr im
Spiegel ansehen !°

03.05.2020 - 17:42 - lapofgods

"´Das Recht zur freien Meinungsäußerung geben die Spieler mit der Unterschrift unter ihre mehr oder weniger hoch dotierten Verträge auf. "

Das ist eigentlich im normalen Berufsleben genauso, bloß will die keiner interviewen. Aber deswegen finde ich es auch immer extrem faszinierend, dass alle so spitz auf Interviews mit Fußballern sind.

03.05.2020 - 17:05 - RWEimRheingau

Das Recht zur freien Meinungsäußerung geben die Spieler mit der Unterschrift unter ihre mehr oder weniger hoch dotierten Verträge auf. Auf Arbeitnehmerrechte wird gleichermaßen verzichtet, der Weg zur modernen Sklaverei ist bereitet. Aber was macht man nicht alles für eine entsprechend Gage! Warum also hat er sich geäußert, wenn er dann doch keinen Arsch in der Hose hat und kneift wenn der Geisbock meckert?

03.05.2020 - 16:20 - dr. breitner

...der gute alte Übersetzungsfehler.....
Das ist ein Spiel mit dem Feuer, was momentan passiert.
Ich hoffe wirklich, dass sich keiner verbrennt. Kein Wort zugunsten des Spielers und dessen Sorgen,
stattdessen angebliches Fehlverhalten.
Nochmal, es geht doch um den Imageschaden, der jetzt durch jede solcher Meldungen passiert.
Jeder will gerne Fussball sehen, aber es geht einfach nicht ohne Risiko und ohne das es pausenlos negative Schlagzeilen hagelt.
Jetzt der nächste "Verdachtsfall" in Stuttgart. In Köln hat zumindest einer zwei weitere angesteckt, wohin diese das dann vor der Testung nach aussen (und evtl. innen) schon weitergetragen haben, weiss keiner.

03.05.2020 - 16:05 - JuIius.Oppermann

In Belgien sind mit am höchsten die Corona-Fälle europaweit, weil man dort alle Verstorbenen Corona zuordnet.

03.05.2020 - 15:54 - hoelwil

Wird auch nur ein weiterer Spieler am Montag positiv getestet tritt keine andere Mannschaft in 2 Wochen gegen den FC an. Niemand wird das riskieren wollen. Alle haben die Partie Atalanta vs Valencia und deren Folgen noch präsent. Ob die dann veröffentlichten Ergebnisse der Wahrheit entsprechen wird man überprüfen müssen.Denn alle wissen, hat es weitere Infizierte Spieler gegeben ist die BL Saison vorbei. Das Gesundheitsamt muss dann alle Spieler in Quarantäne schicken, um sich nicht selber strafbar zu machen.Dann geht das tolle DFL Konzept den Weg alles irdischen , nämlich direkt in die Tonne.Wehrle,Heldt und Dr. Klein haben Verstrate jetzt abgebügelt.Sollte allerdings nur einem Spieler etwas passieren: Bitte sofort den Peterwagen schicken und ab in den Bau, wie es in Köln so schön heisst.