Seit 2013 steht er bei Rot-Weiss Essen unter Vertrag. Seitdem war Marcel Platzek stets unumstrittener Stammspieler und Publikumsliebling. In dieser Saison erlebt er ein Wechselbad der Gefühle. Gegen Aachen (3:0) wurde er wieder gefeiert.

Doppelpack gegen Aachen

Er ist zurück! "Fußballgott" Platzek begeistert RWE

16. November 2019, 20:30 Uhr

Foto: Thorsten Tillmann

Seit 2013 steht er bei Rot-Weiss Essen unter Vertrag. Seitdem war Marcel Platzek stets unumstrittener Stammspieler und Publikumsliebling. In dieser Saison erlebt er ein Wechselbad der Gefühle. Gegen Aachen (3:0) wurde er wieder gefeiert.

Der 29-jährige Platzek begann die Saison 2019/2020 in der Startelf. Nach zwei mittelmäßigen Leistungen musste er mit der harten Ersatzbank Vorlieb nehmen - ein neue Erfahrung  für Platzek, der für Rot-Weiss Essen in sechs Jahren über 70 Tore erzielte.

Doch es sollte noch krasser aus Sicht des gebürtigen Moersers kommen. Im September musste er gar, obwohl er topfit war, mehrmals auf der Tribüne Platz nehmen. Platzek kämpfte fortan um einen Platz im 18er Kader. Er schien schon raus zu sein.

Die Niederlagen-Serie der Essener gegen Verl (1:4), Borussia Mönchengladbach (2:3) und Fortuna Köln (0:1) sollten, so blöd es auch aus Essener Perspektive klingen mag, das persönliche Glück von Marcel Platzek sein. Denn nach der Pleitenserie von drei Spielen erinnerte sich Trainer Christian Titz wieder an den Fanliebling und Platzek hievte sich wieder von der Tribüne in die Startelf. 

Mit Platzek in der Startelf läuft es auch für Rot-Weiss Essen

Seitdem läuft es - sowohl für Platzek als auch Rot-Weiss Essen. In den letzten fünf Spielen erzielte Platzek vier Treffer und bereitete ein Tor vor - die RWE-Bilanz: Fünf Siege! "Es war keine einfach Zeit. Aber mein Umfeld, meine Familie, meine Mitspieler, das Trainerteam alle haben mich immer wieder ermuntert. Ich habe weiter hart gearbeitet und nun folgt der Lohn", erzählt der in Essen beliebte "Platzo".

Etwas an seiner Einstellung oder seinem Spiel hat er nicht geändert, wie er nach seinem Doppelpack beim 3:0-Sieg über Alemannia Aachen erklärte: "Ich reiße mir genauso den Arsch auf wie in den ersten Spielen. Da habe ich aber Pech im Abschluss gehabt, jetzt gehen die Bälle wieder rein. Manchmal muss man das Glück als Stürmer einfach erzwingen. Aber das Wichtigste ist, dass wir einen Lauf haben und weiter oben dran sind."

Dabei sah es gegen die Alemannia lange nicht danach aus, dass es Platzeks Spiel werden würde. Bis zu seinem Führungstreffer in der 39. Minute blieb die Nummer neun der Essener nahezu ohne Ballkontakt und hing gegen die große Innenverteidigung der Aachener förmlich in der Luft. "Ich brauche keine Ballkontakte. Wenn ich mit wenigen Ballkontakten zwei Tore mache, könnte ich in jedem Spiel damit leben", entgegnete der Essener Angreifer. Er ergänzte: "Wir haben verdient gewonnen. Dass ich als Stürmer noch zwei Tore zu diesem Sieg beigetragen habe, ist natürlich umso schöner." 

Titz-Lob für sein Kopfball-Ungeheuer Marcel Platzek

Bei seiner Auswechselung eine Viertelstunde vor Schluss wurde Platzek von den RWE-Fans unter den 13025 zahlenden Zuschauern mit lautstarken "Marcel Platzek Fußballgott"-Sprechchören gefeiert. Zurecht - wie auch Coach Titz empfand. Titz: "Für Marcel war es nicht einfach gegen die Aachener Innenverteidigung, die groß und sehr kopfballstark ist. Aber er hat gezeigt, welche Qualität er besitzt. Vor allem im Kopfballspiel. Er hat ein gutes Timing und eine gute Sprungkraft. In der zweiten Halbzeit ist er dann noch besser ins Spiel gekommen und war unser Wandspieler. Das zweite Kopfball-Tor erzielt er nach einem tollen Eckball stark. Er hat ein gutes Spiel gemacht."

Drei Auswärtsspiele warten auf RWE

Nach dem Heimsieg über Aachen geht es für Rot-Weiss Essen in den nächsten Wochen in die Fremde. Zweimal - gegen Schalkes U23 und Haltern - wird im Wanne-Eickeler Mondpalast gespielt, bevor die Auswärts-Tour bei der U23 von Borussia Dortmund ihr Ende findet. Sowohl der Rasen in Wanne-Eickel als auch der im Rote-Erde-Stadion sind nicht dafür bekannt, die besten Geläufe der Regionalliga West zu sein. Platzek und Co. ist das egal. "Wir haben auch schon in Wuppertal auf einem bescheidenen Platz gespielt. In Wanne-Eickel wird uns wieder ein Spiel erwarten, in dem vor allem der Kampf, Kampf und nochmals Kampf gefragt sein wird. Dass wir das können, haben wir bereites in Wuppertal bewiesen", betont Platzek - Essens Fußballgott, der wieder da ist.




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19.11.2019 - 07:46 - Rattenfänger

Entschuldigung, Platzo!

17.11.2019 - 19:57 - Ostwestfale

Wir werden uns noch glücklich schätzen, einen Spieler wie Dahmani an Bord zu haben. Spätestens seit Lotte ist er angekommen.

17.11.2019 - 19:43 - Doc RWE

Der Hamdi Damani war schon in Wuppertal richtig Klasse nach seiner Einwechslung. Auch als er gegen Lotte rein kam. Ist der perfekte Einwechselspieler meiner Meinung nach. Der gibt der Offensive direkt neue Impulse.

17.11.2019 - 17:36 - derdereuchversteht07

Das gestrige Spiel hat mal wieder gezeigt, dass man Spieler nicht zu schnell aufgeben bzw. negativ abstempeln sollte. Das betrifft in der bisherigen Saison vor allem Marcel Platzek, Hamdi Dahmani, Daniel Heber, Philipp Zeiger und sogar vereinzelt Marco Kehl-Gomez. Meistens geschieht das, wenn man für diese Spieler keine Sympathien hat oder, wenn der Spieler nicht sofort die Leistung zeigt die man sich von ihm erhofft bzw. erwartet. Natürlich hängt das auch ein wenig mit unserer jüngeren Historie zusammen. So dass es eben Menschen gibt die mit Misserfolg anders umgehen. Und dass wir nicht alle gleich gestrickt sind wissen wir ja nicht erst seit heute. Vielleicht hilft uns ja das Beispiel Marcel Platzek dabei beim nächsten Mal etwas gelassener zu bleiben. Im Übrigen fand ich die Leistung von Hamdi Dahmani am Samstag mehr als ordentlich. Er wirkte irgendwie engagierter wie sonst.

17.11.2019 - 16:15 - RWE-Tom

Labernich,
welche Lieblinge des Trainers?
Enzo Wirtz kann sich genau wie jeder andere doch im Training anbieten und Titz die Entscheidung erschweren, auf ihn zu verzichten.
Platzek hat das geschafft. Es geht nicht um Spielzeiten der Spielzeiten wegen, sondern darum, welche Spieler der Mannschaft im jeweiligen Spiel am meisten helfen.
In den meisten Fällen lag der Trainer richtig mit seiner Auswahl und ebenfalls bei den Einwechslungen.

17.11.2019 - 11:37 - Ostwestfale

Herr Lapofgods spielt sich überall als großer Moralapostel auf und ist nicht mehr als ein kleiner billiger Provokateur, der gut bedient wäre, wenn er die Zebraköttel in seinem Stall ausmisten würde. Zum Sportlichen konnten seine lächerlich zu nennenden Kommentare noch nie irgendetwas beitragen. Einfach nur ganz schwach.
Und Platzo einfach stark! Weiter so!

17.11.2019 - 11:25 - Labernich

Schön das Platzek seine Spielzeiten bekommen hat, nur wäre Wirtz jetzt auch mal dran. Der kann es auch! Sieht aus als ob die Lieblinge des Trainers einen besonderen Bonus haben. Hoffentlich geht das gut.

17.11.2019 - 11:13 - outlaw1712

Seit wann darf im Mondpalast Fußball gespielt werden? Da passt doch gar kein Spielfeld rein!?

17.11.2019 - 06:44 - memax

@ lapuffgudd: Wenn du dich im Interesse deines Vereins beschäftigen möchtest, dann klär einfach die Frage, warum Grlic drittligataugliche Mannschaften zusammenstellen kann, an der 2. Liga aber immer scheitert. Mit Grilic ist nichts zu erreichen.

Zu Platzo: Ganz lange war hier das Thema Rotation beherrschend. Der im Allgemeinen immer besorgte RWE-Fan witterte die Gefahr, dass sich so keine eingespielte Mannschaft entwickeln könne. Die Negativeffekte von Stammplatzgarantien wurden nicht beachtet. Jetzt kann der eine oder andere es vielleicht sehen, dass der Aufbau eine Mannschaft mit Konkurrenzkampf und Durchlässigkeit vielleicht einfacher und besser erreicht wird als mit dem Aufbau einer Top - Ersten -11

17.11.2019 - 06:08 - Julius.Oppermann

Immer mehr "Götter" wirken in der Regionalliga (4. Liga).
Nach dem "Fußballgott" Terranova nun noch ein Gott namens Platzek. I
ch frage mich, warum diese Vereine, in denen die "Götter" zu Hause sind, dann in der 4. Liga spielen müssen. Die Götter können diesen Vereinen offenbar auch nicht helfen. Vermutlich wollen sie es auch gar nicht.

17.11.2019 - 01:13 - rwekopo

oh,sollte heissen"lapofgods".Wie kann einer wie Du nur Songtitel von "Queen" nur so missbraucheh?Schäm Dich!

17.11.2019 - 01:07 - rwekopo

Egal,lapopfgods,wir haben das Spiel gewonnen,auch wenn es Dir noch so gegen den Strich geht.

17.11.2019 - 00:28 - lapofgods

Dieser Kommentar wurde entfernt.

17.11.2019 - 00:17 - rwekopo

Danke,Jakoma.Gruss an die st........ Emscher! )))

16.11.2019 - 22:38 - Jakoma

3:0 gegen Aachen ist ne Ansage! Glückwunsch RWE - auch wenn’s schwer fällt!!;-)
Falls wir mal wieder spielen dürfen, kommen wir auch wieder oben ran...
Gruß von den den Kanalratten und der stinkenden Emscher...

16.11.2019 - 22:22 - Brückenschänke

Das spielerische System des neuen Trainers mit dem absoluten Ballbesitz war bzw. ist für RWE-Fan durchaus gewöhnungsbedürftig. Mittlerweile haben wir, so meine Annahme, diese Spielidee verstanden. Was jedoch von Anfang an fehlte, war ein ballsicherer, kampf- sowie laufstarker Mittelstürmer, der wenn er auch nicht in jedem Spiel Tore erzielt, doch eine Anspielstation darstellt, Bälle annehmen, abschirmen und weiterleiten kann. Mit einem in Form spielenden Platzek gewinnt unser Sturm eindeutig an Qualität und an Gefährlichkeit. Zudem ist er bei Standards stets eine Option und weiß, wo das Tor steht. Der Mittelstürmer als Anspielstation ist übrigens auch mit Wirtz denkbar, der einen ganz anderen Typ eines Mittelstürmers darstellt und dadurch weitere Möglichkeiten eröffnet.
Also, weiter so und nie aufgeben!

16.11.2019 - 21:23 - Puma1907

Der FUSSBALLGOTT ist wieder da.

16.11.2019 - 20:57 - nono99

Ich wusste gar nicht, dass Plazzo in Gladbeck geboren wurde. Ich dachte er sei aus Moers.

16.11.2019 - 20:43 - rotweissmarkus

Plazek mus nur die richtigen Mitspieler haben dann wird er uns noch zum Aufstieg schießen .

16.11.2019 - 20:38 - Doc RWE

Die meisten Fans haben immer an Plazzo geglaubt. Hat man eindrucksvoll in Bergisch Gladbach gesehen bei seiner Auswechslung als er schon Standing Ovation bekam.