Peter Neururer hat sich in einer knapp halbstündigen Dokumentation zu seinem Aufstieg in den Profifußball, seinen Stationen und seinem Privatleben geäußert. 

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Emotionale Neururer-Doku: "Habe Hrubesch alles zu verdanken"

Damian Ozako
10. Juni 2021, 12:58 Uhr
Foto: dpa

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Peter Neururer hat sich in einer knapp halbstündigen Dokumentation zu seinem Aufstieg in den Profifußball, seinen Stationen und seinem Privatleben geäußert. 

Monatelang hat das Team von „ausherzspiel“ an einer Dokumentation über Peter Neururer gearbeitet. Am Mittwoch feierte sie auf YouTube Premiere.

Neururer, der inzwischen als Vorstandsmitglied beim Wuppertaler SV tätig ist, hat sich schon früh mit dem Fußball auseinandergesetzt, wie er in der Dokumentation erzählte. „Wenn man unweit von Schalke aufwächst, wird jedes Kind mit Fußball konfrontiert“, teilte der Kulttrainer mit, der betonte, dass „meine gesamten Ziele im Leben auf Fußball ausgerichtet waren“. Seine eigene Spielerkarriere musste er aufgrund einer schwerwiegenden Verletzung früh beenden. „Das hieß allerdings nicht, dass irgendwelche Träume beiseite geschoben wurden. Ganz im Gegenteil: Der Traum, Bundesliga-Trainer zu werden, hat sich dadurch intensiviert“, erklärte Neururer.

Ohne einen Hintergrund als Profi sei der Weg dorthin schwierig gewesen. Erst eine Begegnung mit Horst Hrubesch auf einem Trainerlehrgang brachte die Wende ein. „Horst Hrubesch habe ich alles zu verdanken“, betonte der 66-Jährige in Bezug auf seine Karriere im Fußball.

Als junger Trainer habe er „glücklicherweise nur Erfolge in meiner Anfangsphase feiern dürfen“. Auch beim FC Schalke 04. Im Frühjahr 1989 übernahm er die Knappen und bewahrte sie vor einem Abstieg aus der 2. Bundesliga und führte sie danach ins deutsche Oberhaus. „Ein Riesenerfolg“, erinnerte sich Neururer, der dann „im Moment des größten Erfolges“ allerdings rausgeworfen wurde. „Keiner, aber auch wirklich keiner, wusste warum. Ich selbst erst recht schon gar nicht. Den richtigen Grund habe ich bis heute nicht erfahren“, fügte er an. Seitdem hinterfrage Neururer viel mehr und reflektiere seine Arbeit stärker. Zu Journalisten und anderen Personen aus dem Arbeitsumfeld pflege er seitdem ein distanzierteres Verhältnis. 


Neururer schwärmt von Bochum

Positivere Erinnerungen hat Neururer an den VfL Bochum, den er zwischen 2001 und 2005 sowie 2013 und 2014 trainierte. Es sei die erste Station gewesen, die er nicht für das Geld gemacht habe, um sich eine Existenz aufzubauen. „Da hatte ich Aufgaben, die realisierbar waren und mir nur noch Spaß gemacht haben. Ich habe auch keinen Druck empfunden, wie der ein oder andere jüngere Kollege, verständlicherweise, empfinden muss. Es hat Spaß gemacht. Ich habe das Leben und die Arbeit genossen“, schwärmte Neururer. 


Die Höhen und Tiefen seiner Zeit in Bochum seien typisch für den Klub. „Absteigen, aufsteigen, absteigen, aufsteigen und zwischendurch spielst du ein bisschen Europapokal. Das ist die Geschichte des Vereins“, erklärte er weiter.

Darüber hinaus spricht Neururer u. a. über seine Nahtoderfahrung, Familie, Hobbys und das Ruhrgebiet. Die vollständige Dokumentation findet gibt es HIER.

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Kommentieren

10.06.2021 - 21:01 - Moses

Richtig, Peter. Hrubesch hast du alles zu verdanken: als er bei RWE entlassen wurde, wurdest Du vom Co- zum Cheftrainer befördert. Deine erste Station, wo du dich beweisen konntest....

Der Peter ist auch immer eine Stimme des ehrlichen Ruhrpott-Fußballs. Mir haben seine erfrischend ehrlichen Kommentare häufig sehr gut gefallen.

10.06.2021 - 15:51 - Sportsfreund_1907

Wen juckt es was dieser abgewrackte, geschwätzige Wandervogel macht oder gemacht hat? Den Kerl kann man doch nicht ernst nehmen. Der nimmt alles mit was geht ... RWE, Schalke, Bochum, Wattenscheid, Arbeitsamt, VDV Spielergewerkschaft, Wuppertal, Sport1 11Freunde Bar ... Hauptsache irgendwie im Gespräch bleiben und Dünnschiss labern. Der hält sich wirklich für ein en Experten mit seinem ewig gestrigen Schnurri... auweia. Da fällt mir mein Nickname Sportsfreund wirklich schwer....