30.10.2018

Köln

Ex-Viktoria-Trainer übernimmt bei Fortuna

Foto: Thorsten Tillmann

Etwas mehr als zwei Wochen nach dem Abgang von Uwe Koschinat zum Zweitligisten SV Sandhausen hat die Fortuna den Cheftrainerposten neu besetzt: Tomasz Kaczmarek übernimmt beim Kölner Drittligisten. 

Es ist die erste Station in der 3. Liga für den 34-Jährigen. In der Vergangenheit trainierte der gebürtige Pole unter anderem den FC Viktoria Köln und war zuletzt für die Stuttgarter Kickers verantwortlich. Bei der Viktoria stand Kaczmarek von Januar 2015 bis zum Juni 2016 unter Vertrag und konnte in 58 Pflichtspielen einen Punkteschnitt von 1.98 Zählern pro Partie vorweisen. Bei den Stuttgarter Kickers lief es für ihn nicht so gut. In 34 Begegnungen erzielte Kaczmarek einen Punkteschnitt von 1,41 Zählern pro Spiel und wurde letztendlich im Oktober 2017 beurlaubt. Seine Trainerkarriere startete er bei der U19 des Bonner SC, später war er noch Co-Trainer unter Bob Bradley der ägyptischen Nationalmannschaft und des norwegischen Erstligisten IF Stabaek.


„Mit Tomasz Kaczmarek haben wir nun einen neuen  Cheftrainer gefunden, der optimal in unser Anforderungsprofil passt. Er ist jung und hat  auf seinen vorherigen Stationen unter teils schwierigen Bedingungen als akribischer  Trainer seine ersten Erfahrungen gesammelt“, beschreibt Michael W. Schwetje,  Geschäftsführer der Fortuna Köln Spielbetriebsgesellschaft mbH, den neuen Fortuna-Trainer.

„Wir haben damals mit Uwe Koschinat auch einen jungen, hungrigen Trainer  eingestellt, der im Nachhinein eine Ära geprägt hat. Diese Lust auf Profifußball und  gemeinsam etwas zu gestalten, habe ich in den Gesprächen auch bei Tomasz Kaczmarek gespürt. Es ist zwar seine erste Station in der 3. Liga, aber Uwe Koschinat hat hier  sportlich ein bestelltes Feld hinterlassen. Gemeinsam mit dem bestehenden Trainerteam  wird Tomasz Kaczmarek diese Arbeit fortsetzen. Ich bin mir aber sicher, das er im Laufe  der Zeit auch seine eigenen Ideen einbringen wird und wir gemeinsam unsere Ziele bei  der Fortuna erreichen werden“, so Schwetje weiter.

„Ich bin sehr dankbar, hier bei Fortuna Köln die Chance zu bekommen, im deutschen Profifußball als Cheftrainer arbeiten zu können. Die Fortuna hat sich unter Uwe Koschinat zu einem gestandenen Drittligisten entwickelt. Ich bekomme von Uwe und  seinem Trainerteam eine intakte Mannschaft übergeben. In meiner Heimatstadt bei so einem familiären Traditionsverein wie der Fortuna zu arbeiten, ist eine extrem reizvolle  Aufgabe. Hier gibt es kurze Entscheidungswege und man kann in einem vertrauensvollen Umfeld in Ruhe arbeiten. Ich brenne jetzt darauf, die Mannschaft  kennenzulernen und mit ihr gemeinsam unsere Ziele in der 3. Liga sowie im Pokal zu  verfolgen“, beschreibt Tomasz Kaczmarek seine neue Aufgabe.

Dritte deutsche statt erste polnische Liga

Der im polnischen Breslau geborene Kaczmarek war zuletzt auch zu Vertragsverhandlungen in seinem Heimatland. Hier war der Erstligist Zaglebie Sosnowiec an den Diensten des Fußballlehrers interessiert. Doch Kaczmarek sagte Sosnowiec ab. Zaglebie stellte den ehmaligen Bundesligaprofi Valdas Ivanauskaus (Hamburger SV) als neuen Cheftrainer vor. Währenddessen Kaczmarek nun bei Fortuna Köln anheuerte.

Autor: Krystian Wozniak

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31.10.2018 - 15:15 - neigefraiche

Au Backe, ein Ex-Viktorianer für die Fortuna. Wie wird die Geschäftsleitung den Fans das vermitteln wollen? Schweigen, in der Annahme, dass die Fans das nicht bemerken, ein Sieb ähnliches Gedächtnis haben? Wohl eher nicht, denn ein Fortune vergisst nie, nicht einmal die Vita eines Ex. Kehrt er in den Farben der Viktoria zurück, wird er auf das Übelste beschimpft. Wie soll es dann einem Ex-Viktorianer ergehen, der einst dafür sorgte, dass Fortuna im Landespokalfinale den Kürzeren zog? Echt schwer vermittelbar ;-)
Nichtsdestotrotz, Kaczmarek hat die Viktoria-Ära geprägt, hat aus meiner Sicht sehr gute Arbeit geleistet, und so gönne ich als Viktorianer ihm eine erfolgreiche Fortsetzung seiner Karriere, ihm Fortuna als Sprungbrett für höhere Aufgaben. Es sei denn, er trifft in Liga 3 oder im Landespokal auf Viktoria, dann möge er in Vorbereitung und Ausführung mit Leichtsinn und Fehleinschätzung geschlagen sein ;-)
Seine erste Maßnhame wird sein die Mannschaft kennenzulernen, und die zweite die kurzen Entscheidungswege in einem vertrauensvollen Umfeld abzuchecken. Seinen Plan die Ausbildung zum Fußballlehrer parallel zu absolvieren (gerade wieder, wenn sich seine neue Trainerstation ganz in der Nähe befindet) wird er sicher nicht zu den Akten gelegt haben ....

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