Kai Prögers steiler Karriereaufstieg

15.02.2019

Ex-Essener

Kai Prögers steiler Karriereaufstieg

Foto: firo

Seine Serie hält (noch) an: Bis auf sein Debüt ist Kai Pröger an mindestens einem Tor in jedem Spiel für den SC Paderborn beteiligt. Das Vertrauen von Trainer Steffen Baumgart hat er nach knapp einem Monat umgehend zurückgezahlt.


Eigentlich sollte Pröger zum jetzigen Zeitpunkt gar nicht in Ostwestfalen, sondern noch im Ruhrgebiet bei Rot-Weiss Essen spielen. Die Knie-Verletzung von Khiry Shelton, einem weiteren Paderborner Neuzugang, zwang Geschäftsführer Markus Krösche jedoch zu handeln. Sie zogen einen geplanten Sommertransfer vor und verpflichteten Pröger für eine mittlere fünfstellige Summe im Januar. „Ich freue mich, dass es so gekommen ist. Die 2. Liga ist für mich ein Traum“, sagte er dem „Westfalenblatt“.

Der Neuzugang von Rot-Weiss Essen scheint sich nach vier Wochen pudelwohl zu fühlen. „Schon wieder Goalazo“ schrieb Pröger auf seinem „Instagram“-Account nach dem Sieg über den MSV Duisburg im DFB-Pokal (3:1). Er machte das zwischenzeitliche 2:1, nach einem Solo-Lauf über die rechte Außenbahn und einem starken Abschluss ins lange Eck.

Ähnliche Szene ein paar Tage später in Bochum: Pröger setzte zum Sprint an, über Umwege landete der Ball bei Ben Zolinski, der die unfreiwillige Vorlage verwertete.

Zusammen mit Bernard Tekpetey und Sven Michel bildet der 26-Jährige das gefeierte Offensivtrio beim SCP. Pröger und seine Kollegen besitzen sehr ähnliche fußballerische Anlagen: Flink, dribbel- und ausdauerstark. Sie sind dafür verantwortlich, dass die Westfalen im Februar in drei Pflichtspielen elf Tore erzielten.

Dass Pröger nun im Profifußball seine Schuhe schnürt, ist die Folge seiner konsequent guten Leistungen in den vergangenen Jahren. Beim Nordost-Regionalligisten BFC Dynamo spielte er sich schon in die Zettel von Scouts höherklassiger Vereine. Als er bei Rot-Weiss Essen in der Regionalliga West ebenfalls ablieferte, war es nur noch eine Frage der Zeit, bis ein Profiteam sich ihn schnappen würde. In 136 Spielen für die beiden unterklassigen Klubs gelangen ihm 40 Tore und 22 Torvorlagen.

Die Ligapartie gegen den 1.FC Köln (18.30 Uhr/Sky) ist nicht nur für Paderborn, sondern auch für Pröger ein Highlight. Gegen den renommierten Klub vom Rhein könnte er mit der nächsten Top-Leistung weiter auf sich aufmerksam machen. Und vielleicht spielt er ja irgendwann sogar in der Bundesliga? Die Fähigkeiten dazu hätte er. Das weiß auch Markus Krösche: „Er hat viel Potenzial und ist ein sehr, sehr guter Junge.“

Autor: Joachim Schultheis

Kommentieren

16.02.2019 - 20:12 - Dietmar D

Ach so,nochmal zum Vertrag mit Karstadt Sport
Ich hätte da noch anzubieten.
Jeder Essener der bei mir eine Flasche Wein kauft,bekommt Ihn 0,50 € billiger pro Flasche,und zudem überweise ich dem Verein noch pro Flasche 0,50 €.
Wann machen wir den Vetrag?
Das meine ich ernst,kein Spass
Karstadt muss sich doch totlachen.
Die müssten erst mal mindestens einige Hunderttauschend hinlegen,damit Sie uns sponsoren dürfen.
Das ist kein Win Win,dass ist Win Du

16.02.2019 - 20:05 - Dietmar D

Ja leider haben wir noch Glück gehabt,dass der eine sich bei Paderborn verletzt hat,deshalb gabs noch ein bischen Geld.
Man hätte Ihn einfach mal 2 Jahre länger verpflichten sollen,dann wäre mehr bei rausgesprungen
Aber dafür sind andere zuständig,die ja so ein Talent sofort sehen,dass im nächsten Jahr in der Bundesliga 1 spielt
Nur der RWE

16.02.2019 - 14:16 - Malocher74

Defakto schon wieder getroffen gestern. Und wie. Da kann man nur den Hut ziehen. Mal sehen ob es so weiter geht.

15.02.2019 - 19:11 - Carlos Valderrama

Überrascht mich gar nicht.
Und bei uns gibt es "Experten", die KP für einen etwas besseren RL Spieler halten. Man kann nur noch mit dem Kopf schütteln, wie viele Blinde bei uns sind.
Verdient hat er es auch, keine Frage.

15.02.2019 - 17:46 - RWE-ole

Erstens kennt niemand von uns die genauen Vertragspapiere (eventuelle Beteiligung bei Weiterverkauf ?) und außerdem, was wäre die Alternative gewesen ? Nach der Rückrunde hätte er komplett ablösefrei wechseln können und hätte uns aber noch einige Monate Gehalt gekostet, bei zuletzt eher lustlosen Auftritten.

15.02.2019 - 16:32 - Bierchen

Und wir verschleudern das Regionalliga- Juwel für eine handvoll Yen!!!

15.02.2019 - 14:36 - Baggermax

IchDankeSie1907 ... genau so sieht es aus. Traurig für die Spieler, noch trauriger für uns Fans und dem Verein.

15.02.2019 - 12:58 - IchDankeSie1907

Der Junge hat es verdient. Der arbeitet auf dem Platz.
Und wenn ich dann zum Beispiel einen Zeiger sehe, der richtig Talent hätte, aber meiner Einschätzung nach einfach zu bequem ist, um mehr zu tun als nötig ist, dann ist das sehr schde. Für uns als Fans und für ihn als Mensch. Und da gibt es noch mehr in der RWE-Mannschaft mit dieser talentierten Faulheit.
Und eines Tages werden aus den jungen Leuten alte Leute. Und dann ärgert man sich, dass man in seiner Jugend nicht disziplinierter war. Denn hätte man die richtig große Kohle verdienen können und weil man dies nicht tat, MUSS man arbeiten.

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