Es ist Halbzeit in der Oberliga Niederrhein: 17 von 34 Spielen wurden absolviert und die Meister-Frage ist eigentlich schon jetzt beantwortet. Der SV Straelen gewann 16 seiner 17 Partien und liegt mit 13 Punkten Vorsprung auf Platz eins.

13 Punkte Vorsprung auf Platz 2

Das ist das Straelener Erfolgsrezept

02. Dezember 2019, 20:59 Uhr

Foto: Stefan Rittershaus

Es ist Halbzeit in der Oberliga Niederrhein: 17 von 34 Spielen wurden absolviert und die Meister-Frage ist eigentlich schon jetzt beantwortet. Der SV Straelen gewann 16 seiner 17 Partien und liegt mit 13 Punkten Vorsprung auf Platz eins.

Schon vor der Saison hatten die Straelener stets betont, dass man nach dem Abstieg aus der Regionalliga schnellstmöglich in diese zurückkehren. Alles sieht danach aus, dass die von Inka Grings trainierten Straelener nach nur einem Jahr Abstinenz in die 4. Liga zurückkommen werden.

RevierSport hat sich am Montag mit Stephan Houben (48), dem Sportlichen Leiter des SV Straelen, unterhalten. Er verrät auch die Straelener Pläne für die Zukunft und erklärt, was den SVS so stark macht.

Stephan Houben, dürfen wir Ihnen schon zum Aufstieg gratulieren?
(lacht) Nein, die Glückwünschen nehmen wir noch nicht an. Ich habe mich aber noch nach unserem letzten Sieg gegen Baumberg mit Präsident Hermann Tecklenburg über die aktuelle Situation unterhalten. Wir sind uns einig gewesen, dass das nicht mehr schiefgehen darf. Wir haben noch 17 Spiele und 13 Punkte Vorsprung. Wir sind guter Dinge, dass wir in der Saison 2020/2021 wieder in der Regionalliga spielen werden.

Was macht den SV Straelen in dieser Serie so stark?
Wir treten dominant auf. Wir haben die stärkste Abwehr, den besten Sturm und einfach die beste Mannschaft. So selbstbewusst sind wir. Wir haben auch gegen Baumberg in Unterzahl gezeigt, dass wir kämpfen können und nicht nur spielerische Lösungen suchen. Wenn es sein muss, dann hauen die Jungs sich auch dazwischen. Wir sind enorm fleißig im Training und das wird in den Spielen belohnt.

Welchen Anteil hat Inka Grings am Erfolg?
Einen großen natürlich. Sie ist die Trainerin und für die Mannschaft verantwortlich. Wir haben aber darüber hinaus ein top Funktionsteam. Die Mannschaft um die Mannschaft herum, macht den Protagonisten das Arbeiten sehr viel einfacher. Da muss man auch mal unsere Co-Trainer oder Betreuer herausheben. Sie machen wirklich einen tollen Job. Am Ende ist es das Gesamtpaket, das uns so erfolgreich macht.

Hand aufs Herz: Haben Sie immer an den Erfolg unter Trainerin Inka Grings geglaubt?
Ja, zu hundert Prozent. Ich habe sie nie als Frau im Männerfußball gesehen, sondern einfach als eine hervorragende Trainerin und einen super Menschen. Inka ist fußballverrückt. Sie ist die erste die mir morgens um halb sechs etwas zum Thema Fußball schreibt und die letzte Person des Tages, die mir noch um 23 Uhr wieder etwas über den Fußball schreibt. Sie lebt diesen Sport. Das ist absolut ihr Ding. Und beim SV Straelen kann sich sich wirklich austoben und ihre Vorstellungen umsetzen. Sie ist ein Glücksfall für den Verein und die beste Trainerin, die den SV Straelen in den letzten zehn Jahren geführt hat.

Haben Sie eigentlich von der Konkurrenz wie dem 1. FC Bocholt oder der SSVg Velbert mehr Gegenwehr erwartet?
Definitiv! Diese Klubs versuchen ja seit Jahren in die Regionalliga zu kommen, scheitern aber recht früh in der Saison. Wenn ich dann, dass von Bocholter Seite Sätze gegen uns fallen und gesagt wird, wenn man Geld verdienen will, dann muss man die Autobahn Richtung Straelen nehmen, dann kann ich nur müde lächeln. Bei uns kann man ordentlich verdienen, aber das ist auch in Bocholt und Velbert der Fall. Man sollte immer zuerst vor der eigenen Tür kehren, bevor man auf andere zeigt. 

Was muss sich beim SV Straelen ändern, damit der Klub in der Regionalliga bestehen kann?
Zunächst einmal ist die Regionalliga eine andere Welt. Gefühlt liegen zwischen Regional- und Oberliga zwei Ligen. Da sind sich eigentlich alle einig. Ab der 4. Liga beginnt der Profifußball. Da muss man einfach gut und breit aufgestellt sein. Das Wichtigste ist, dass wir einen kühlen Kopf bewahren. Das hat uns in der vergangenen Saison vielleicht bei der einen oder anderen Transfer-Entscheidung gefehlt. Wir haben eine tolle Mannschaft und werden nicht alles über Bord werfen. Das Fundament steht jedenfalls. 

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Mannschaften

Rubriken

Kommentieren

05.12.2019 - 22:54 - DDKS

Was redet Herr Huben da? Mit dieser Mannschaft würde der Betreuer oder die Putzfrau aufsteigen. Dieses Team steigt ohne Trainer und Training auf bei der Qualität. Bei 2 Niederlagen am Stück in dieser oder spätestens in der neuen Saison ist die Ära Grings beim SV Straelen zu Ende. Man munkelt Herr Tecklenburg hat jetzt schon genug von der Ex seiner Frau. Und es ist äußerst respektlos die Trainer der letzten Jahre so zu denunzieren, denn beim letzten Aufstieg in die Regionalliga hat man es nicht mit so einer teuren Mannschaft geschafft. Selten so ein schlechtes Interview gelesen, aber wahrscheinlich das einzige was Herr Huben noch im Gelderland darf, denn Transfers laufen nur über den Tisch von Tecklenburg.

03.12.2019 - 13:18 - Außenverteidiger

Was macht den SV Straelen in dieser Serie so stark?
Geld. (Weder negativ, noch positiv gemeint) Ist einfach so.

03.12.2019 - 11:42 - Lokutus

@ Kuk
Solche Urteile sind schnell gefällt. Man muss in sofern die Kirche im Dorf lassen, als das Grings in Straelen ideale Bedingungen vorfindet, einen Präsi hat, der auch gerne mal eine verpflichtet, der gerade woanders frei wird und dass es keine gkleichmässig starke Liga ist. Es gibt nur Straelen und 4 Mannschaften im oberen Drittel, die einigermassen im gleichen Level spielen. Der Rest kloppt sich auch um den Rest ! Da ist es mit so einer Truppe leichter.
Allerdings muss man dieser Truppe auch die richtige Einstellung vermitteln können und das Training richtig dosieren, in diesen Punkten scheint sie viel Erfahrung mit zu bringen !

02.12.2019 - 23:08 - Kuk

Wenn ich Houbens Statement über Grings richtig verstehe, könnte ihr Weg noch nach ganz weit oben gehen.