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Darum muss Gladbach-II-Trainer eine Frauenmannschaft trainieren

15. März 2021, 09:40 Uhr
Der Verband hat Gladbachs Trainer Heiko Vogel eine etwas ungewöhnliche Strafe aufgebrummt. Foto: Thorsten Tillmann

Der Verband hat Gladbachs Trainer Heiko Vogel eine etwas ungewöhnliche Strafe aufgebrummt. Foto: Thorsten Tillmann

Bei Borussia Mönchengladbach läuft es aktuell nicht wie gewünscht. Und das weder in der Bundesliga noch in der Regionalliga West. Die Profis befinden sich in einer Krise und die U23-Mannschaft ebenfalls. In Essen ist Trainer Heiko Vogel zumindest wieder dabei.

Im Pflichtspieljahr 2021 hat die U23-Mannschaft von Bundesligist Borussia Mönchengladbach bislang acht Begegnungen absolviert. Dabei konnte das Team von Trainer Heiko Vogel nur zwei Siege - gegen Bergisch Gladbach und SV Straelen - einfahren. Fünf Partien gingen verloren und eine, die letzte am Wochenende gegen die Sportfreunde Lotte, wurde 3:3-Remis gespielt. 

Fußballlehrer Vogel wollte sich am Montag gegenüber RevierSport zu keinem Thema äußern. "Nein, ich werde aktuell nichts sagen", lautete der knappe Vogel-Kommentar im Telefongespräch mit RS.

RevierSport hatte Vogel nämlich neben der sportlichen Lage auch auf ein anderes Thema angesprochen. Der 45-jährige Fußballlehrer ist nämlich aktuell gesperrt. Grund: Beim Spiel gegen Bergisch Gladbach (2:1) soll sich der ehemalige Trainer des KFC Uerdingen gegenüber Schiedsrichter Marcel Benkhoff und den Assistentinnen Vanessa Arlt und Nadine Westerhoff "unsportlich" verhalten haben, heißt es in der Urteilsbegründung des Westdeutschen Fußballverbandes (WDFV).

Vogel fehlte gegen Schalke II und Lotte

Nach über einem Monat - das Bergisch-Gladbach-Spiel fand nämlich am 30. Januar statt - erhielt Vogel dann das Strafurteil. Der WDFV sperrte den Gladbach-II-Coach für zwei Partien und brummte ihm eine Geldstrafe von 1500 Euro auf. 

Doch eine "Strafe" folgte noch: Vogel muss zu der Zwei-Spiel-Sperre und der finanziellen Buße auch sechs Trainingseinheiten einer Frauen- oder Mädchenmannschaft leiten. Dafür hat er bis zum Saisonende, also dem 30. Juni 2021, Zeit. Es liegt bei diesem Strafmaß auf der Hand, dass Vogel die Schiedsrichter-Assistentinnen Arlt (Greven) und Westerhoff (Castrop-Rauxel) nicht ganz so "nett" kritisiert haben könnte.

Die Zwei-Spiel-Sperre gegen Schalke II (0:1) und Lotte (3:3) ist bereits ausgesessen. Das jüngste 3:3 gegen die Sportfreunde verfolgte Vogel, der auch schon für den FC Bayern München II und FC Basel arbeitete, aus einem Hotelzimmer. 

Am Samstag (20. März, 14 Uhr, RevierSport-Liveticker) kann er dann wieder auf der Trainerbank sitzen. Dann geht es für Borussia Mönchengladbach II zu Rot-Weiss Essen.

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15.03.2021 - 15:16 - Außenverteidiger

Bezeichnend, dass ein Training mit Frauenteams als Strafe gesehen wird. :D Soviel zur Förderung des Frauenfußballs. Die Sportrichter leiden an Unfähigkeit.