Der VfL Bochum hat wohl endgültig nichts mehr mit der Zweitliga-Spitze zu tun. Der 0:3-Niederlage in Sandhausen folgte eine Heimniederlage gegen den SC Paderborn, der mit 2:1 im Ruhrstadion die Oberhand behielt.

VfL-Pleite

Bochum macht den Fehlstart perfekt

09. Februar 2019, 14:52 Uhr

Foto: firo

Der VfL Bochum hat wohl endgültig nichts mehr mit der Zweitliga-Spitze zu tun. Der 0:3-Niederlage in Sandhausen folgte eine Heimniederlage gegen den SC Paderborn, der mit 2:1 im Ruhrstadion die Oberhand behielt.

Wie erwartet, begannen die Bochumer mit Chung-Yong Lee und Dominik Baumgartner anstelle der verletzten Tom Weilandt und Patrick Fabian. Eine kleine Überraschung hatte VfL-Trainer Robin Dutt allerdings auch in petto, denn Simon Zoller saß zunächst auf der Reservebank. Für den Ex-Kölner stürmte Robbie Kruse. Damit gehörten beide Bochumer Teilnehmer am Asien-Cup erstmals seit ihrer Rückkehr wieder der Startelf an. Möglicherweise betrachtete Dutt Zoller als mögliche Alternative für Stoßstürmer Lukas Hinterseer, zumal ja Silvere Ganvoula für zwei Spiele gesperrt worden war.


Der ICE aus Paderborn war an diesem Tag besonders schnell unterwegs. Bereits nach 34 Sekunden klingelte es im Bochumer Tor. Kai Pröger und Ben Zolinski, der zur Führung für die Gäste traf, waren einfach zu flink für Tim Hoogland und Dominik Baumgartner. Am Ende rutschte auch noch Jan Gyamerah aus, es sollte nicht der letzte Ausrutscher eines VfL-Akteurs an diesem Tage bleiben.

Paderborn überzeugt mit Umschaltspiel, VfL enttäuscht mit Chancenwucher

Die Hausherren zeigten sich indes nicht beeindruckt von dem frühen Rückstand. Mit ein bisschen Glück hätte der VfL die Partie wieder auf Anfang stellen können, aber Robert Tesche scheiterte mit seinem Kopfball nach Lees Ecke an der Latte, Kruse brachte den Ball zweimal aus relativ spitzem Winkel nicht im Paderborner Tor unter, und Anthony Losillas Linksschuss strich knapp am Pfosten vorbei. Der VfL drückte, ließ aber einmal mehr die nötige Konzentration im Abschluss vermissen.

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Und immer wieder demonstrierten die Paderborner ihr exzellentes Umschaltspiel. Als Sven Michel, der Taktgeber der Ostwestfalen, unwiderstehlich davon zog, hatte der VfL Glücks. Michels Schuss landete an der Latte. Um ein Haar hätten die Gastgeber mit zwei Toren zurück gelegen. Was wenig später Realität wurde. Michel hatte keine Mühe, den viel zu kurzen Rückpass von Baumgartner zu erlaufen, VfL-Schlussmann Manuel Riemann war chancenlos. Und der VfL näherte sich der zweiten deutlichen Niederlage in Folge.

Schlussphase bringt nochmal Spannung

Waren die Bochumer im ersten Durchgang noch bemüht, die Wende zu erzwingen, so wirkte die Mannschaft nach dem Seitenwechsel unsortiert, ideenlos und in Teilen kraftlos. Die beste Tormöglichkeit hatte Robbie Kruse nach Losillas Zuspiel. Der Australier scheiterte zum dritten Mal. Davon abgesehen hatte der SC Paderborn keine Mühe, die Partie zu kontrollieren - bis der eingewechselte Simon Zoller einen Flankenball von Lee per Kopf verlängerte und Lukas Hinterseer nur noch den Fuß hinhalten musste. Zehn Minuten vor dem Ende wurde es noch einmal spannend. Doch am Ergebnis änderte sich nichts mehr. Die Bochumer haben in zwei Wochen einfach zu viele Böcke geschossen und damit ihre relativ gute Ausgangsposition verspielt.

Autor: Michael Eckhardt 

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