In der 3. Liga toben die Diskussionen darüber, ob die Saison fortgesetzt werden soll oder nicht. Neun Drittligisten, die für eine Fortsetzung sind, stellten dem DFB nun ein Ultimatum. Das berichtet die

3. Liga

Bericht: Neun Drittligisten stellen brisantes Ultimatum an den DFB

Justus Heinisch
19. Mai 2020, 14:44 Uhr
Neun Drittligisten machen Druck auf den DFB. Foto: dpa

Neun Drittligisten machen Druck auf den DFB. Foto: dpa

In der 3. Liga toben die Diskussionen darüber, ob die Saison fortgesetzt werden soll oder nicht. Neun Drittligisten, die für eine Fortsetzung sind, stellten dem DFB nun ein Ultimatum. Das berichtet die "Bild".

Es ist ein einziges Hin und Her in der 3. Liga. Da gibt es Vereine, die unbedingt wollen, dass die Saison fortgesetzt wird - nach einem Geisterspielmodell, wie es in der Bundesliga umgesetzt wird. Einen Re-Start wünscht sich auch der DFB. Es gibt allerdings Klubs, die sich für einen Abbruch ausgeprochen haben. Beispielsweise der Hallesche FC und der 1. FC Magdeburg. Dort hat die Politik den Wettkampf- und Trainingsbetrieb verboten.

Zwei Fronten, noch keine Lösung in Sicht. Und mittendrin der DFB, der nach "Bild"-Informationen von neun Drittligisten ein Ultimatum gestellt bekommen hat.

Unterzeichner des Schreibens seien demnach die fünf bayrischen Klubs (Unterhaching, 1860 München, Ingolstadt, Würzburg, Bayern München II), Hansa Rostock, Meppen, Chemnitz und Uerdingen. Diese verlangen vom DFB, die "noch ausstehenden Rundenspiele der Saison 2019/20 anzusetzen". Bis zum 20. Mai (kommender Mittwoch) um 19 Uhr solle der DFB mitteilen, wann es weitergeht in der 3. Liga - verbindlich. 

Der DFB teilte am vergangenen Freitag mit, dass der 26. Mai als geplanter Re-Start-Termin nicht haltbar sei, da "weiterhin keine politische und übergeordnete behördliche Freigabe vorliege". Das sei aus Sicht besagter neun Drittligisten "falsch".

Drei Seiten langes Schreiben

Drei Seiten lang sei das Ultimatum. In dem Brief üben die neun Klubs unter anderem scharfe Kritik an anderen Drittligisten sowie Teilen der Politik. "Es kann im Ergebnis nicht gerecht sein, wenn einige wenige Lizenznehmer die Mehrheit in Geiselhaft nehmen. Es kann auch nicht richtig sein, wenn die lokale Politik in die Saisonplanung willkürlich eingreifen kann. Wenn dieses Beispiel Schule machen würde, könnte zukünftig jeder Bürgermeister "seinem" Klub, der zufällig auf einem günstigen Tabellenplatz steht, durch entsprechende Untersagungsverfügungen zu einem sportlichen Erfolg verhelfen", heißt es laut "Bild" in dem Schreiben.

Weiter: "Der DFB hat der Mehrheit der Lizenznehmer, die sich für eine Fortsetzung der Saison ausgesprochen haben, aber zugesagt, alles zu unternehmen, damit es nicht zu einem Abbruch der Saison kommt. Wir bitten nun darum, dass der DFB diese Zusage auch einhält."

Aber: Nach "Bild"-Informationen wurde eine Ministerkonferenz, die sich mit der 3. Liga beschäftigen sollte, auf die kommende Woche verlegt.

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren

20.05.2020 - 09:39 - Knäcke

Die ganze Geschichte mit der 3. Liga wird mittlerweile zur Farce.
Es hätte schon lange eine Entscheidung fallen müssen. Stattdessen schiebt man allesweiter vor sich her. Das ist doch mehr als lächerlich. Der ursprünglich geplante Restart ende Mai, war schon kaum ernst zu nehmen, wenn man bedenkt, das bis zum 30.06., 11 Spieltage durchgezogen werden müssen.
Als dann klar war, dass der Termin ,Ende Mai unhaltbar war, hätte man eine sofortige Entscheidung treffen müssen und fertig.Liga kann nicht zu Ende gespielt werden und Punkt.
So hätten alle Clubs eine Planungssicherheit.
Aber was will man erwarten, von einem Verband, an dessen Spitze ein Politiker sitzt ?

19.05.2020 - 22:40 - IchDankeSie1907

Die beiden Aushängeschilder der Stadt Krefeld sind Bayer Uerdingen, das Chemiewerk, und damit man es ertragen kann, gibt es noch den Schnaps.

19.05.2020 - 19:51 - Tief_im_Westen

Wenn die Politik es in einigen Bundesländern nicht hinbekommt, dann müssen die Clubs halt ihre Heimspiele an neutralen Orten austragen, in Bundesländern die fähiger sind. In Niedersachsen wird man sicher den einen oder anderen Platz mit guter Infrastruktur finden. Mal sehen wie geil die Fans es dann finden und ob die Kommunenherrscher evtl doch noch erkennen, dass das wenig Sinn hat Profis die Arbeit zu erschweren, besonders wenn der Club das einzige Aushängeschild der Stadt ist.