SF Lotte

Atalans Zukunft ist ungewiss

12. Mai 2019, 16:33 Uhr

Foto: Getty Images

Die Sportfreunde Lotte stehen vor dem letzten Spieltag in der 3. Liga als Absteiger so gut wie fest. Die Zukunft des Trainers ist ungewiss.

Vor dem letzten Spieltag gegen die Würzburger Kickers haben die Lotter nur noch sehr geringe theoretische Chancen auf den Klassenerhalt. "Die Hoffnung stirbt zuletzt", sagt Lottes Fußball-Obmann Manfred Wilke gegenüber RevierSport.

Auch Wilke weiß, dass es für Lotte nach zwei Jahren in Liga drei zurück in die Regionalliga West gehen wird. Ob Trainer Ismail Atalan (39) den Weg mitgehen wird, ist noch ungewiss, wie er im RevierSport-Interview erklärt.

Ismail Atalan, wie groß ist die Enttäuschung nach dem 0:3 in Unterhaching?

Wir haben uns natürlich alle viel mehr für dieses Spiel vorgenommen. Wir sind alle sehr niedergeschlagen. Am Ende muss man einfach knallhart sagen, dass die Qualität unseres Kaders einfach nicht für die 3. Liga reicht.

In fünf Spielen unter Trainer Atalan konnte Lotte nur vier Punkte holen. Sie haben sich diese Mission sicherlich ein wenig einfacher vorgestellt, oder?

Nein, überhaupt nicht. Als ich hierher gekommen bin, war mir schon bewusst, wie schwer es werden würde. Das Restprogramm hatte es ja in sich. Ich bin zu den Sportfreunden zurückgekehrt, um den Verein als Mensch etwas zurückzugeben. Der Klub hat mir eine große Chance gegeben und jetzt war es an der Zeit etwas zurückzugeben.

Also bereuen Sie den Schritt nicht?
Nein!


Wo sehen Sie die Gründe für den so gut wie feststehenden Lotter Abstieg?
Der Verein hat in den letzten zwei Jahren einige Fehler begangen. Das wissen die Verantwortlichen auch. Es gab immer wieder Unruhe. Die vielen Trainer haben dem Verein auch nicht gut getan. Alle ein paar Monate neue Ideen, neue Konzepte, das bringt die Mannschaft nicht weiter. Zudem wurde in Bezug auf diese Saison im Winter einiges falsch gemacht. Es wurden einfach die falschen Spieler geholt. Man muss es so sagen, dass die Winter-Zugänge uns nicht nach vorne gebracht haben. Zudem ist die Liga viel ausgeglichener geworden. Im letzten Jahr haben 36 Punkte für den Klassenerhalt gelangt, diesmal werden wohl nicht einmal 44 Zähler reichen.

Werden Sie den Weg in die Regionalliga mitgehen?
Das weiß ich nicht nicht. Es müssen sich einige Dinge ändern, damit ich weitermache. Das weiß der Verein aber auch. Wir sind da in Gesprächen.

Wenn es in die Regionalliga gehen sollte, ist dann der Wiederaufstieg das Ziel?
Davon gehe ich aus. Klar, ich werde auch nur bleiben, wenn der Verein ambitioniert plant. 

Autor: Krystian Wozniak








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