Mit Alexander Baumjohann, Niko Bungert und Mario Klinger gehörten am gestrigen Mittwoch beim Bundesliga-Match in Mönchengladbach drei Schalker Perspektivspieler dem Profikader an. Joseph Laumann zählte nicht dazu.

SCHALKE II - Laumann wartet auf ein Zeichen

hb
10. Februar 2006, 15:24 Uhr

Mit Alexander Baumjohann, Niko Bungert und Mario Klinger gehörten am gestrigen Mittwoch beim Bundesliga-Match in Mönchengladbach drei Schalker Perspektivspieler dem Profikader an. Joseph Laumann zählte nicht dazu.

Mit Alexander Baumjohann, Niko Bungert und Mario Klinger gehörten am gestrigen Mittwoch beim Bundesliga-Match in Mönchengladbach drei Schalker Perspektivspieler dem Profikader an. Joseph Laumann zählte nicht dazu, sondern schob am heimischen Trainingsgelände eine ganz normale Schicht mit den Team-Kollegen aus der zweiten Mannschaft ein. „Oben sind halt einige Abwehr- und Mittelfeld-Leute ausgefallen. Klar, dass ich als Stürmer da nicht die erste Alternative war“, nimmt der Nachwuchsmann seinen Status Quo beim Kult-Club noch ohne Murren hin.

Da Laumann aber im Gegensatz zum oben genannten Trio bereits auf zwei Einsatzminuten in der deutschen Eliteklasse verweisen kann, will er sich künftig nicht mehr mit dem Alltag in der Oberliga begnügen. „Ich habe im letzten halben Jahr auf Schalke einige schöne Erfahrungen machen dürfen. Die kann mir keiner nehmen“, hebt der Ex-Erkenschwicker an. Aber? Während Team-Manager Andreas Müller und Nachwuchs-Koordinator Bodo Menze mit einigen Kickern bereits die ersten Gespräche in Sachen Vertragsverlängerung geführt haben, wartet Laumann noch auf ein Zeichen aus der Geschäftsstelle. „Ich habe noch nichts gehört und frage mich da natürlich, warum mit anderen schon geredet wurde und mit mir noch nicht.“

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Ohnehin sind die „jungen Wilden“ seit Jahresanfang ein wenig aus dem Blickpunkt geraten. S04-Chef-Coach Mirko Slomka hat seit seiner Amtsübernahme weitestgehend darauf verzichtet, die Talente in seinen Reihen mittrainieren zu lassen. Laumann, den im vergangenen Herbst eine Hirnhaut-Entzündung für Wochen außer Gefecht gesetzt und der im Januar diesen Jahres an einer Fußverletzung zu knabbern hatte, bereitet sich daher nun auf den Start in der Oberliga vor. Am Sonntag empfängt die Büskens-Truppe den VfB Fichte Bielefeld. Im Hinspiel erzielte der Stürmer bereits nach zwei Minuten die Führung, am Ende stand es 4:0 für die Gäste. „Das war mein erstes Pflichtspiel-Tor für Schalke. Darüber habe ich mich sehr gefreut“, würde Laumann dem gelungenen Einstand im August 2005 am kommenden Wochenende gerne ein weiteres Erfolgserlebnis hinterher schicken.

Damals reiste der gebürtige Marokkaner ziemlich euphorisiert nach Bielefeld. „Am Tag zuvor zählte ich zum Kader der Ersten beim Revier-Derby in Dortmund. Ich saß natürlich nur auf der Bank, aber das war vor über 80.000 Zuschauern natürlich schon eine Riesensache für mich“, nickt Laumann.

Wenn sich nicht mindestens zwei Angreifer der Profis bis Samstag verletzten, wird der 22-Jährige auf diese besondere Motivation nun verzichten müssen. Seinem Ehrgeiz, gegen den Vorletzten gut in die restliche Rückrunde zu starten, tut das keinen Abbruch. „Die haben bisher in der Saison noch nicht viel gerissen. Das darf auf keinen Fall dazu führen, dass wir Bielefeld unterschätzen“, weiß Laumann.

Mit einer guten Leistung und womöglich einem Tor kann er sich selbst auch wieder ins Rampenlicht schießen. Erste Anfragen von anderen Vereinen sollen schon da sein...

Autor: hb

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