Dienstag startete Christian Fuchs mit dem Flieger von Düsseldorf nach Wien, wo er am kommenden Mittwoch mit Österreich ein Länderspiel gegen Spanien bestreitet.

Fuchs: Neuanfang

„Urvieh“ hatte die Seuche

12. November 2009, 11:47 Uhr

Dienstag startete Christian Fuchs mit dem Flieger von Düsseldorf nach Wien, wo er am kommenden Mittwoch mit Österreich ein Länderspiel gegen Spanien bestreitet.

Der Vergleich mit dem Europameister ist ein Schmankerl, aber für den Linksfuß ist es weit mehr: „Ich will jetzt einen doppelten Neuanfang.“

Der tut Not. Denn der Außenverteidiger hinkt seit Monaten hinter seiner Form des Vorjahres her. Ausgerechnet ein paar Tage vor einem Länderspiel verletzte sich Fuchs, zog sich eine komplizierte Bänderverletzung zu, die zunächst konservativ behandelt wurde, am Ende aber doch noch eine Operation stand, die den Heilungsverlauf weiter verzögerte. Doch trotz teilweise gelungener Vorbereitung kam er nie richtig in Tritt.

Kurz - das selbsternannte „Urvieh“ hatte einfach die Seuche. Negativer Höhepunkt, sein 30-minütiger, desaströser Auftritt in Dortmund, als er von Frank Heinemann nach einer halben Stunde und verschuldetem Gegentor vom Feld geholt wurde. [imgbox-right]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/012/757-13208_preview.jpeg Will wieder durchstarten: Christian Fuchs (Foto: firo). [/imgbox]Was keiner wusste, schon vor dem Spiel war bei ihm eine schwere Erkältung im Anmarsch, die vielleicht als Grund für die schwache Leistung herhalten kann. Vor dem letzten Auswärtsspiel in Frankfurt erwischte es ihn erneut. Die Diagnose am Tag nach dem Spiel: Eine Angina-Seitenstrang- sowie eine Kehlkopfentzündung.

Nach gut einer Woche Behandlung konnte er zu Wochenbeginn erstmals wieder trainieren und bekam dann auch Dienstagmittag gleich doppeltes „grünes Licht“. Erst gab der HNO-Arzt sein Okay zum Wiedereinstieg ins Training. Dann erlaubte Trainer Heiko Herrlich die Reise nach Wien. Herrlich: „Wir haben ihm natürlich auf den Weg gegeben, dass er es nicht übertreibt und Vorsicht walten lässt.“

Nach der verpassten WM-Teilnahme der Österreicher ist das Spiel gegen Spanien nicht nur für den Linksfuß ein Neuanfang. Fuchs: „Auch ich hoffe, dass die Leidenszeit beendet ist und ich endlich wieder in Schwung komme. Ich weiß doch selbst, dass es noch nicht rund gelaufen ist.“ Und so hofft er auf einen Achtungserfolg gegen die Spanier und danach eine ordentliche Leistung in der Bundesliga. Fuchs: „Am liebsten schon beim nächsten Auswärtsspiel in Hamburg. So viel Pech wie wir zuletzt daheim gegen Freiburg hatten, das muss doch mal ein Ende haben.“ Sicher auch für ihn, der momentan ein Musterbeispiel dafür ist, wie wenig der Klub seine vorhandenen Fähigkeiten ausschöpft.

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