Als der VfL Bochum am Ende der letzten Saison am 33. Spieltag den Klassenerhalt mit Ach und Krach sicherstellte, hatten sich alle Beteiligten geschworen:

Bochum - Freiburg 1:2

Der Albtraum wiederholt sich

07. November 2009, 17:47 Uhr

Als der VfL Bochum am Ende der letzten Saison am 33. Spieltag den Klassenerhalt mit Ach und Krach sicherstellte, hatten sich alle Beteiligten geschworen:

Eine Hinrunde mit nur elf Punkten, das wird sich nie mehr wiederholen! Doch nach der unglücklichen 1:2 (0:1)-Niederlage gegen den SC Freiburg droht sich genau der Albtraum des Vorjahres wieder einzustellen. Nach zwölf Partien weist der VfL nämlich nur acht Zähler auf und zementiert damit seinen vorletzten Tabellenplatz. Dass der VfL am Ende gegen die Breisgauer vor 20.403 Kunden auch ein Opfer von Schiedsrichter Dr. Felix Brych wurde, ändert nichts an der Tatsache, dass die Gastgeber über weite Strecken enttäuschten und mit zwei kapitalen Fehlern beide Tore der Gäste erst ermöglichten.
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Beim ersten Gegentor durch Butscher (23.) zeigte sich die komplett neu formierte Bochumer Deckung von allen guten Geistern verlassen. Heiko Herrlich: „Die Zuteilung war abgesprochen. Das Verhalten bei der Ecke war wie bei einer Jugendmannschaft.“

Auch beim Last-Minute-Siegtreffer der Freiburger in der Nachspielzeit verhielten sich die Bochumer Deckungsspieler dilletantisch. Während nämlich ein halbes Dutzend Spieler ein vermeintliches Handspiel der Freiburger an deren Strafraum reklamierten, lief Reisinger auf und davon und versetzte den Hausherren den Todesstoß. Herrlich mit Zornesröte im Gesicht: „Ich habe noch nie erlebt, dass ein Schiedsrichter so eine Entscheidung zurücknimmt. Da müssen wir nicht reklamieren, sondern umschalten.“
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Doch das alles wäre letztlich wohl unerheblich gewesen, wäre nach dem Kopfballtreffer von Diego Klimowicz (65.) zum Ausgleich auch sein zweites reguläres Tor zehn Minuten später zum 2:1 anerkannt worden. Obwohl es die TV-Aufnahmen bewiesen, dass der Linienrichter freie Sicht hatte, hob er fälschlich die Fahne und stahl dem VfL vermutlich den Siegtreffer.

Während den VfL-Fans bei Blick auf die Tabelle um dem Restprogramm in der Hinrunde (unter anderem noch beim HSV und gegen Bayern und Stuttgart) Angst und Bange wird, wirkte Freiburgs Coach Robin Dutt völlig erleichtert: „Das ist ein besonderer Sieg. Und das nicht wegen der Tabelle. Wir haben nach dem Tod von Achim Stocker eine sehr emotionale Woche hinter uns. Und da bin ich froh, dass wir das so hinbekommen haben.“

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In Bochum hat Herrlich nun zwei Wochen Zeit, der Mannschaft noch einmal grundlegende Dinge zu vermitteln. Und beim Auswärtsspiel in Hamburg dürfte sich auch der eine oder andere Akteur zurückmelden. Denn bei allen Problemen, die der VfL gegen ein solches Durchschnittsteam wie die Freiburger hatte: Mehr als ein halbes Dutzend Ausfälle von Stammspielern kann der VfL nicht kompensieren.

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