Stark startete die Reserve Fortuna Düsseldorfs in die neue Regionalliga-Spielzeit. In den letzten Wochen allerdings setzte es immer wieder Rückschläge.

"Was heißt denn Tief"

Ludenberg: DFB-Ärger und Mini-Krise

Christian Krumm
30. Oktober 2009, 10:47 Uhr

Stark startete die Reserve Fortuna Düsseldorfs in die neue Regionalliga-Spielzeit. In den letzten Wochen allerdings setzte es immer wieder Rückschläge.

Von den letzten vier Begegnungen verlor Fortunas Zweitvertretung drei. Es riecht nach einem kleinen Tief. Von diesem Begriff hält Teammanager Ilja Ludenberg jedoch überhaupt nichts: „Was heißt denn Tief? Wir haben 17 Punkte in zwölf Spielen gesammelt. Nur das zählt und damit sind wir sehr zufrieden.“ Sein Zusatz: „Natürlich wissen unsere Jungs, dass sie in den letzten Partien nicht das geleistet haben, was sie können.“

Am Samstag kommt es mal wieder zu einem Aufeinandertreffen zwischen zwei Reserve-Teams, wenn die Goran Vucics Elf bei Schalke II antreten muss. „Gegen zweite Mannschaften sind wir immer auf Augenhöhe. Das war schon in Mainz und gegen Kaiserslautern so, auch wenn wir beide Matches verloren haben“, betont Ludenberg, der jedoch auch: „Es ist ein ganz wichtiges Spiel. Schalke steht auf dem ersten Abstiegsrang und die Liga ist sehr eng beisammen. Wir müssen zusehen, dass wir nicht unten reinrutschen.“

Zuletzt rückte der zumeist im Hintergrund schaffende Sportliche Leiter der „Zwoten“ in den Blickpunkt. Weil er sich in Mainz zu sehr beim Schiedsrichter beschwerte, wurde er auf die Tribüne geschickt. Die Reaktion des DFB folgte prompt: 250 Euro Strafe für den Verein. „Wenn man die Wahrheit sagt, muss man beim DFB zahlen. Das haben auch schon die ganz Großen spüren müssen. Felix Magath ist nur ein Beispiel“, schüttelt Ludenberg den Kopf und erklärt: „Die Mainzer haben beide Treffer aus Abseitspositionen erzielt. Darüber habe ich mich geärgert. Aber selbst die heimischen Zuschauer haben bei dem Referee nur ‚Helau‘ gerufen.“

Bislang haben die Düsseldorfer erst 14 Tore geschossen. Ein Wert, mit dem man nicht zufrieden sein kann. „In der Liga werden allgemein wenig Treffer markiert“, schützt Ludenberg seine Angreifer. „Es wird viel wert auf eine gute Defensivarbeit gelegt. Wir versuchen zwar unseren Hurra-Stil aus der NRW-Liga fortzusetzen, aber nun stehen die Gegner viel besser. Da machen auch alle mit, selbst die Stürmer und die offensiven Mittelfeldspieler.“ Er fügt hinzu: „Wir bekommen insgesamt viel weniger Torchancen. Eine Klasse tiefer haben wir nach fünf versiebten Möglichkeiten dann halt die sechste oder siebte genutzt. Die gibt es nun gar nicht mehr.“

Autor: Christian Krumm

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