Und wieder hat eine Mannschaft am eigenen Leib zu spüren bekommen, wie unangenehm es sein kann, in Liga zwei gegen RW Oberhausen auflaufen zu müssen.

KSC - RWO 1:1

Kleeblätter überraschen auch im Wildpark

sid / cb
25. Oktober 2009, 15:42 Uhr

Und wieder hat eine Mannschaft am eigenen Leib zu spüren bekommen, wie unangenehm es sein kann, in Liga zwei gegen RW Oberhausen auflaufen zu müssen.

Der ambitionierte Absteiger Karlsruher SC verliert den direkten Wiederaufstieg immer weiter aus den Augen und hängt in der 2. Fußball-Bundesliga weiter im unteren Tabellendrittel fest. Das Team von Trainer Markus Schupp kam vor heimischer Kulisse gegen RWO nicht über ein 1:1 (0: 0) hinaus und rangiert mit 13 Zählern nach zehn Spieltagen nur drei Punkte vor dem Relegationsplatz.
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Dagegen hat RWO mit nunmehr 17 Punkten die Aufstiegsplätze weiter im Visier. Vor 17.000 Zuschauern im Karlsruher Wildparkstadion sorgte der letztjährige Drittliga-Torschützenkönig Anton Fink mit seinem ersten Zweitligatreffer für die zu diesem Zeitpunkt überraschende Führung der Gastgeber (62.). Nach einem Foul von KSC-Verteidiger Dino Drpic im Strafraum an Heinrich Schmidtgal erzielte der starke Oberhausener Markus Kaya nur drei Minuten später per Foulelfmeter den verdienten Ausgleich. In einer über weite Strecken durchschnittlichen Zweitligapartie hatten die Oberhausener die besseren Aktionen. So setzte RWO-Angreifer Mike Terranova einen fulminanten Linksschuss an den linken Pfosten (32.).

Bei den so schwach in die Saison gestarteten Gastgeber blieben Chancen im ersten Abschnitt Mangelware. Auch nach dem Seitenwechsel spielte sich die Partie ohne nennenswerte Höhepunkte hauptsächlich zwischen den Strafräumen ab. Dann sorgte Fink für den umjubelten Führungstreffer in Karlsruhe, ehe Kaya umgehend wieder für Ernüchterung beim letztjährigen Erstligisten sorgte.

Aufregung gab es allerdings in der 73. Minute, als der in dieser Szene überforderte Schiedsrichter Christian Leicher nach einer Rudelbildung Sebastian Langkamp und Marinko Miletic die Gelbe Karte gab. Dabei übersah das Schiri-Gespann die vorausgegangene Tätlichkeit vom Karlsruher Macauley Chrisantus gegen Miletic, der dem Oberhausener seinen Ellenbogen ins Gesicht schlug.

Und ausgerechnet Chrisantus hatte dann die dicke Chance zum 2:1, aber RWO-Keeper Sören Pirson zeigte im Eins-gegen-Eins-Duell seine ganze Klasse und entzauberte den Angreifer, der eigentlich schon unter der Dusche hätte sein müssen.

Daher stand am Ende das 1:1, mit dem RWO sehr gut leben kann, zumal erneut eine kämpferisch ganz starke Vorstellung vorausgegangen ist. Nicht zufrieden war dafür KSC-Coach Markus Schupp: "Zuerst haben wir viele Chancen nicht genutzt. Und als wir endlich geführt haben, haben wir gleich den Ausgleich gefangen."

Zufriedener war da schon RWO-Trainer Jürgen Luginger, der betonte: "Es war ein leidenschaftlich geführtes Spiel mit grenzwertigen Aktionen. Aber ich muss meiner Mannschaft ein Riesenkompliment machen, wie sie sich hier verkauft hat."

Autor: sid / cb

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