Nach einer phänomenalen Rückrunde kratzte Landesliga-Aufsteiger SVA Bockum-Hövel im letzten Saisonfinale sogar noch am Sprung in die Westfalenliga.

Matzelle im Interview

Bockum-Hövels schwerer Start ins zweite Jahr

22. Oktober 2009, 11:30 Uhr

Nach einer phänomenalen Rückrunde kratzte Landesliga-Aufsteiger SVA Bockum-Hövel im letzten Saisonfinale sogar noch am Sprung in die Westfalenliga.

Doch nach zehn Partien in der neuen Spielzeit steckten die Hammer plötzlich im Tabellenkeller. RS sprach mit Trainer Markus Matzelle über die Situation.

Markus Matzelle, gegen Neheim konnte ihre Mannschaft am Sonntag mit 3:1 gewinnen. War das die Trendwende zum Guten?

Es war unser zweiter Heimsieg und unglaublich wichtig, das ist keine Frage. Wir haben eine ziemliche Durststrecke hinter uns.
Woran lag das?

Genau wie Neheim hatten wir zuletzt enorme personelle Probleme. Das erste Spiel gegen Wickede, das wir unglücklich 3:3-Unentschieden gespielt haben, war in Ordnung, dann lief es nicht mehr so.

Hat man deshalb die Ziele schon nach unten korrigiert?

Wenn wir aus den nächsten fünf Spielen bis zur Winterpause zehn Punkte holen, dann sind wir einigermaßen im Soll.
Was ist gegen Mengede 08/20 am Wochenende drin?

Ganz ehrlich: So viel rechne ich mir da für uns nicht aus, wenn wir dort etwas mitnehmen ist das eine Zugabe für uns. Wichtiger ist, dass wir in den Heimspielen punkten. Am besten wären neun Punkte aus den Partien gegen den Lüner SV, Mastbruch und Heessen.

Sie haben zwei Dortmunder Vereine schon angesprochen. Sind die ersten drei Tabellenplätze schon an die Klubs aus Dortmund vergeben?

Das wird sich zeigen, generell hinterlassen sie alle einen sehr starken Eindruck, und den kann man ja nicht nur an einem Spiel festmachen.
Könnte zumindest der VfK Weddinghofen noch ein Wörtchen oben mitreden?

Die haben sich jetzt gefangen, aber das wird natürlich nicht einfach. Klar ist, dass dort ein größerer finanzieller Etat für den Kader zur Verfügung steht, als zum Beispiel bei uns. Da ist klar, dass der Anspruch auch ein anderer ist.

Zurück zum SVA. War die gute Rückrunde im Nachhinein vielleicht zu gut?
Einige junge Spieler dachten vielleicht, dass es nach der Sommerpause automatisch so weitergeht. Aber die Rückrunde der letzten Saison ist ja nicht die Hinrunde der neuen. Wir haben in den letzten zwei Jahren nach dem Abstieg in die Bezirksliga hier einen kompletten Umbruch vollzogen und dann überraschend schnell und souverän die Rückkehr in die Landesliga geschafft. Da ist das ganz normal, dass man auch noch mal den ein oder anderen Rückschlag kassiert.

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