Dirk Lottner fand am Samstag nach der nächsten Ernüchterung klare Worte.

MSV - Dirk Lottner will einen Pusher-Trainer

tt
13. Dezember 2005, 09:18 Uhr

Dirk Lottner fand am Samstag nach der nächsten Ernüchterung klare Worte. "Das gewisse Etwas fehlt bei uns einfach", stellte der Duisburger Spielgestalter im Anschluss an das Remis gegen Bielefeld fest und gab zu: "Die Enttäuschung wird nach jedem nicht gewonnenen Spiel größer."

Dirk Lottner fand am Samstag nach der nächsten Ernüchterung klare Worte. "Das gewisse Etwas fehlt bei uns einfach", stellte der Duisburger Spielgestalter im Anschluss an das Remis gegen Bielefeld fest und gab zu: "Die Enttäuschung wird nach jedem nicht gewonnenen Spiel größer."

Der MSV-Routinier resümierte: "Ich denke schon, dass wir im Bereich des Möglichen alles versuchen, aber manchmal reicht es nicht, manchmal fehlt dir das Glück. So wie beim Pfostenschuss von Aziz Ahanfouf oder beim nicht gepfiffenen Elfmeter. Und manchmal sind wir auch selbst schuld. Diesmal war von allem etwas dabei."

Mit "selbst schuld" meinte "Lotte" vor allem die unsägliche Szene, die zum 1:1 führte. "So einen Ballverlust kannst du dir einfach nicht erlauben", zog der langjährige Kölner die Augenbrauen hoch, "wenn man in so einer Situation steckt und dann den Ausgleich bekommt, dann merkst du es im Kopf. Das Mentale spielt eine unheimliche Rolle."

Der künftige Coach muss genau da den Hebel ansetzen, dem Keller-Club neues Leben einhauchen und Begeisterung entfachen. Lottner: "Wir benötigen einen Trainer, der uns pushen kann und das Gefühl vermittelt, dass wir den Klassenerhalt packen können." An Prognose-Spielchen möchte sich der Standard-Spezialist gar nicht erst beteiligen. "Du musst jetzt gar nicht damit anfangen, zu rechnen", sagt Lottner, "so lange du die eigenen Spiele nicht gewinnst, hat das Ganze ohnehin keinen Zweck."

Er stuft die Lage realistisch ein: "Natürlich haben wir zu wenig Punkte, aber wir sind noch nicht abgestiegen, sondern haben immer noch die Chance, in der Liga zu bleiben." Ein bisschen Mut schöpft der Vorjahres-Kapitän aus der Tatsache, dass der MSV zumindest leistungsmäßig das totale Tief abgeschüttelt hat. "Wir hatten zwischendurch Mal schlechte Spiele, nach denen man keine Erstliga-Ansprüche stellen konnte. Das Ganze hat sich inzwischen gedreht, aber unsere Ausbeute stimmt nicht." Lottner stellt fest: "Du benötigst eine Mannschaft, die komplett ist. Das gilt auch für die Trainings-Einheiten. Was willst du mit 14 Mann, von denen noch Amateure und A-Jugendliche dabei sind, großartig einstudieren?" Sein Winterpausen-Blick: "Jetzt geht es darum, noch eine Woche rumzukriegen. Und dann gucken wir Mal."

Autor: tt

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