Sie kommen sich momentan vor wie ein Hamster im Laufrad. Die Dortmunder Borussen laufen und kämpfen, aber sie kommen in der Tabelle keinen Schritt weiter.

BVB: Weidenfeller fordert: "Hinten muss Null stehen"

raka
29. Oktober 2005, 11:11 Uhr

Sie kommen sich momentan vor wie ein Hamster im Laufrad. Die Dortmunder Borussen laufen und kämpfen, aber sie kommen in der Tabelle keinen Schritt weiter. "Wir treten auf der Stelle", moniert auch Tomas Rosicky nach dem Unentscheiden gegen den HSV.

Sie kommen sich momentan vor wie ein Hamster im Laufrad. Die Dortmunder Borussen laufen und kämpfen, aber sie kommen in der Tabelle keinen Schritt weiter. "Wir treten auf der Stelle", moniert auch Tomas Rosicky nach dem Unentscheiden gegen den HSV. Gerade diese Remis sind es, die nach dem Motto "nicht Fisch und nicht Fleisch" den BVB langsam verzweifeln lassen, andererseits aber auch bestätigen, dass die Schwarz-gelben stets mithalten können. Eine Tatsache, die Roman Weidenfeller nicht sonderlich beglückt, denn der Keeper fordert: "Wir müssen endlich dafür sorgen, dass hinten die Null wieder steht, dann ist auch der Dreier drin."
Genau das ist das Problem der Schützlinge von Coach Bert van Marwijk. Sie legen fast ausnahmslos vor, vergessen aber in unschöner Regelmäßigkeit den Sack zuzumachen. Die Statistik spricht eine deutliche Sprache. Der BVB hat in dieser Saison inklusive der beiden UI-Cup-Partien und dem Pokalmatch in Braunschweig 13 Begegnungen absolviert. Die in Olmütz und gegen den VfB Stuttgart endeten 0:0. Nur in Mainz rannten die Bierstädter bis zum Schluss einem 0:1 hinterher, den Christoph Metzelder in der Nachspielzeit egalisierte. In allen anderen zehn Begegnungen lagen die Dortmunder vorn, konnten die Führung aber nur gegen Köln und Bielefeld bis zum Schlusspfiff halten.
Verständlich, dass Metzelder - der mit Hexenschuss unter der Woche flach lag - schon fast verzweifelt den Kopf schüttelt: "Wir müssen endlich soviel Cleverness an den Tag legen, eine Führung über die Zeit zu bringen." Die nächste Möglichkeit besteht schon in zwei Tagen, wenn die Gladbacher Preußen ihre zur Zeit eindrucksvolle Visitenkarte im Westfalenstadion abgeben. Beim VfL hat man aufgrund der Erfolgsserie keine Probleme mit dem Selbstvertrauen. Thomas Broich: "Dortmund wird ein Prüfstein für uns, doch wir wollen auch dort bestehen."
Ihm sich nicht entgegenstellen wird sich mit großer Wahrscheinlichkeit Delron Buckley. Der Südafrikaner war gegen die Hamburger total von der Rolle, dass van Marwijk ihn wohl auf die Bank beordern wird. Da gleichzeitig Philipp Degen wieder ins Team zurückkehren wird, stellt sich für den Holländer erneut die Frage, zwei oder drei Spitzen? Im Klartext: Florian Kringe als dritter offensiver Mittelfeldspieler an der Seite von Tomas Rosicky und Nuri Sahin oder Lars Ricken, der seit seiner Vertragsverlängerung keine fußballerischen Bäume mehr ausreißt, in den Angriff. Das Ziel bleibt so oder so gleich: Raus aus dem Laufrad, ab nach vorne.

Autor: raka

Kommentieren