Der ASV Wuppertal ist in dieser Saison als Aufsteiger in die Landesliga 1 besser gestartet als manch

W'tal: Aufsteiger ASV

"Wir werden einfach unterschätzt"

Steffie Zwaagstra
11. September 2009, 09:14 Uhr

Der ASV Wuppertal ist in dieser Saison als Aufsteiger in die Landesliga 1 besser gestartet als manch "Alteingesessener". Unterschätzt werden sie trotzdem noch.

Wenn Michael Strinna, Trainer des ASV Wuppertal, nach der Lage seiner Mannschaft gefragt wird, muss er unwillkürlich lachen. "Wenn ich mir so die Berichte anschaue, dann stellen wir die ganze Liga auf den Kopf. Wir hatten wohl einfach Glück", fügt er ironisch hinzu.

Dabei sollten die Gegner den ASV Wuppertal spätestens nach den ersten vier Spieltagen auf der Rechnung haben. Als Aufsteiger stehen sie mit acht Punkten aus vier Begegnungen auf dem zweiten Tabellenplatz der Liga. "Wir sind nicht so schlecht, wie alle glauben, am Ende der Saison werden wir ja sehen, wo wir stehen", gibt sich Strinna selbstbewusst.

Vor der Saison hat er sich über diese Dinge noch keine Gedanken gemacht. "Ich bin generell nicht so der Typ, der sich den Kopf zerbricht", erklärt er. Vor zwei Jahren wäre der ASV Wuppertal fast abgestiegen, deswegen ist das Ziel auch heute noch ziemlich klar formuliert: "Wir sind einfach froh, wenn wir in der Liga bleiben können. Wenn wir am Ende auf Platz fünf bis neun landen, ist alles bestens."

Auch seine Spieler sehen die Situation im Moment eher gelassen. "Das sind gute Jungs, die lernfähig sind und wissen, was los ist", schätzt er seine Kicker ein. Die Mannschaft gehe jede Woche und in jedem Match an ihre Leistungsgrenze, was in den vergangenen Jahren nicht immer so war.

"Insgesamt bin ich mit der Situation hier sehr zufrieden. Während alle sagen 'ihr verliert', sage ich: wir gewinnen! Mir ist egal, was die anderen denken. Es ist mir sogar lieb, wenn die anderen uns noch eine Weile unterschätzen", zieht Strinna sein Fazit. Die Ziele bleiben dennoch bescheiden: "Wir haben jetzt acht aus, sagen wir mal, 22 Punkten, die wir brauchen, um in der Liga zu bleiben. Das ist doch ganz okay."

Autor: Steffie Zwaagstra

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