Eigentlich schien der

Witten: Der Torwartstreit und kein Ende - Mirco Sell wechselt zum TuS Heven

Holger Lichottka ist wieder auf dem Markt

RS
29. Dezember 2006, 16:27 Uhr

Eigentlich schien der "Torwartstreit" in Witten bereits beendet. Nach einer Aussprache sollte Holger Lichottka zumindest bis zum Saisonende beim TuS Heven bleiben (revierkick.de berichtete). Für Mirco Sell, Ersatztorwart des Liga-Rivalen SV Herbede, hatte sich ein Wechsel an den Haldenweg erledigt. Doch unerwartet kam ein weiteres Mal Dynamik in dieses unsägliche Transfer-Theater. Sell wechselt als Nummer eins nach Heven, Lichottka meldete sich beim TuS ab.

"Von diesem Ende bin ich sehr enttäuscht. Mir kommt es wie ein Abschieben vor", sagte Lichottka, der 16 Jahre lang für die Wittener im Tor stand. Obwohl sich der 37-jährige bereit erklärt hatte, bis zum Saisonende weiter im Kader zu stehen, teilte Trainer Oliver Gottwald ihm wenige Tage vor Weihnachten mit, dass er nicht weiter mit ihm plane. "Angeblich weil ich nicht beim Training war. Aber ich war zum einen verletzt und hatte zum anderen einige private Verpflichtungen", so Lichottka.[imgbox-right]http://www.revierkick.de/include/images/gallery/img_thumb_208.jpg Fühlt sich abgeschoben: Holger Lichottka.[/imgbox]

Nun, da seine Abmeldung in Heven amtlich ist, steht er im Herbst seiner Fußballerkarriere vor einer schwierigen Situation. Das "Angebot" in der zweiten Mannschaft (Kreisliga A) weiterzuspielen nahm Lichottka nicht an. "Konkrete Interessenten gibt es aber noch nicht", sagt der Torhüter, der mindestens in der Landesliga weiterspielen möchte. Der Kontakt zu Verbandsligist TuRa Rüdinghausen hat sich fürs Erste zerschlagen. Ein Probetraining bei Oberligist SpVg. Erkenschwick musste Lichottka wegen seiner Handgelenkverletzung absagen.[imgbox-right]http://www.revierkick.de/include/images/gallery/img_thumb_209.jpg Wittert seine Chance: Hevens bisheriger zweiter Torhüter Benjamin Lehnart.[/imgbox]

Der Gewinner der ganzen Situation heißt wohl Mirco Sell. Bei Landesliga-Spitzenreiter SV Herbede verlor er vor Saisonbeginn den Kampf um die Nummer eins gegen Heiko Felgentreu. "Er ist eine gute Lösung", sagt Hevens Vorsitzender Paul Rehwinkel, der im Fall Lichottka allerdings auf eine gütliche Lösung gehofft hatte. Die Ablöse für Sell liege deutlich unter den vom Verband vorgeschlagenen 1500 Euro. Der Ex-Herbeder ist allerdings auch beim TuS Heven nicht konkurrenzlos. Trainer Oliver Gottwald bezeichnet den Konkurrenzkampf zwischen dem Neuzugang und dem bisherigen Lichottka-Vertreter Benjamin Lehnart als "völlig offen."

Autor: RS

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