Das Zivilgericht hat entschieden, dass der SV Schermbeck in der NRW-Liga spielen wird (RS berichtete ausführlich). „Ich war zusammen mit unserem Rechtsanwalt Stefan Proff der Einzige, der wirklich daran geglaubt hat“, strahlt Martin Stroetzel. Und der Trainer des SVS legt nach:

Schermbeck: Stroetzel rechnet mit 19er-Liga

„Wettbewerbsverzerrung darf sich Verband nicht noch einmal erlauben“

12. Juli 2009, 09:03 Uhr

Das Zivilgericht hat entschieden, dass der SV Schermbeck in der NRW-Liga spielen wird (RS berichtete ausführlich). „Ich war zusammen mit unserem Rechtsanwalt Stefan Proff der Einzige, der wirklich daran geglaubt hat“, strahlt Martin Stroetzel. Und der Trainer des SVS legt nach:

„Meine Überzeugung hat Proff auch immer hervorragend herübergebracht. Ich war mir sicher, dass es bei einem vernünftigen Richter positiv für uns ausgehen wird. Bis dato war es ohnehin nur ein abgekartetes Spiel.“

Dass sich die Verantwortlichen des Westdeutschen Fußball- und Leichtathletik-Verbandes noch ein Hintertürchen offen lassen und nach der schriftlichen Urteilsbegründung eventuell Revision einlegen wollen, dafür hat der Coach nur bedingt Verständnis. „Die wollen ein Grundsatzurteil, weil sie ja nicht nur für uns, sondern für etliche Vereine zuständig sind. Aber warum will der Verband noch etwas machen?“, fragt er entsetzt. „Der Richter hat dem Verband doch in allen Punkten Recht gegeben und nur die Sanktionen korrigiert.“

Übersetzt: Schermbeck hat sich mit der 15-minütigen Verspätung bei der Einreichung der Unterlagen einen Lapsus erlaubt, aber der Lizenzentzug steht dabei in keinem Verhältnis. „Und das sagt einem doch auch der normale Menschenverstand“, fühlt sich Stroetzel in seiner Sicht der Dinge bestätigt.

Beim SVS ist man sich indes sicher, dass der Verband den Verein nicht mehr rauskegeln möchte. „Da wird nichts mehr passieren“, lehnt sich Strotzel entspannt zurück. „Wir werden in einer 19er-Liga spielen. Hamm ist sportlich abgestiegen und darf nun froh sein, dass wir gewonnen haben.“

Und der Linienchef merkt an: „Eine erneute Wettbewerbsverzerrung wie im letzten Jahr mit Delbrück darf sich der Verband ohnehin nicht mehr erlauben.“

Rückblick: Trotz der Wirtschaftlichkeitsprüfung ist dem DSC frühzeitig die finanzielle Puste ausgegangen und hat die Frage nach dem Sinn der Kontrolle aufgeworfen. Stroetzel: „Aber jetzt haben sie ja mal etwas zum nachdenken.“

Autor:

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren