Durch einen Treffer von Sebastian Kehl (88.) konnte Borussia Dortmund nach fast 14 Jahren einen Sieg bei Bayer Leverkusen feiern. Für die Gastgeber rückt das internationale Geschäft nach dem 0:1 in immer weitere Ferne.

Leverkusen weiter auf dem absteigenden Ast

us
09. April 2005, 17:51 Uhr

Durch einen Treffer von Sebastian Kehl (88.) konnte Borussia Dortmund nach fast 14 Jahren einen Sieg bei Bayer Leverkusen feiern. Für die Gastgeber rückt das internationale Geschäft nach dem 0:1 in immer weitere Ferne.

Nationalspieler Sebastian Kehl hat Borussia Dortmund den ersten Sieg seit fast 14 Jahren bei Bayer Leverkusen gesichert. Mit seinem Treffer in der 88. Minute machte der ehemalige Freiburger den verdienten 1:0 (0:0)-Erfolg perfekt. Letztmals hatte der BVB am 16. November 1991 (2:0) in Leverkusen gewonnen. Für Bayer rückt nach der neuerlichen Niederlage, und einer schwachen Vorstellung damit ein Europacup-Platz in immer weitere Ferne. Für Leverkusen war es die zweite Heimniederlage dieser Saison nach dem 0:3 gegen Schalke am 20. November vergangenen Jahres. Für Kehl war es erst Saisontor Nummer zwei.

"Fehlpass-Festival" in der ersten Hälfte

In den ersten 45 Minuten zeigten beide Teams eine regelrechte Fehlpass-Orgie. Ein konstruktiver Spielaufbau kam kaum zustande. Die besseren Chancen besaß in der ersten Halbzeit noch Bayer durch einen Sololauf des Polen Jacek Krzynowek (12.) und durch den Ukrainer Andrej Woronin (37.), dessen Heber allerdings das Tor verfehlte. Dem gegenüber stand eine verpasste Kopfball-Möglichkeit durch Salvatore Gambino in der 39. Minute.

Die ohne das tschechische Duo Jan Koller und Tomas Rosicky angetretenen Westfalen nahmen in den zweiten 45 Minuten das Heft in die Hand. Allerdings waren die Schwarz-Gelben lange Zeit im Torabschluss nicht konsequent genug. Hingegen konnten die Rheinländer in keiner Phase der zweiten Halbzeit überzeugen und mussten sich heftige Unmutsbekundungen der Fans anhören. In den letzten acht Pflichtspielen gelang Leverkusen nur ein Sieg. Gegen Dortmund fehlte die spielerische Linie, der kurzfristig ausgefallene Spielmacher Robson Ponte (Innenbanddehnung im Knie) wurde schmerzlich vermisst. Dagegen konnte Dortmund das Fehlen des angeschlagenen Lars Ricken besser kompensieren.

Autor: us

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