Nach den Ausschreitungen in der 2. Liga hat Werner Hackmann angekündigt, in Zukunft noch näher mit den Vereinsverantwortlichen und der Polizei zusammenzuarbeiten. Auch drakonische Strafen schloss der DFL-Boss nicht aus.

DFL kündigt harte Welle gegen Hooligans an

03. April 2005, 11:45 Uhr

Nach den Ausschreitungen in der 2. Liga hat Werner Hackmann angekündigt, in Zukunft noch näher mit den Vereinsverantwortlichen und der Polizei zusammenzuarbeiten. Auch drakonische Strafen schloss der DFL-Boss nicht aus.

Die schweren Ausschreitungen in den Freitagspielen der 2. Bundesliga werden nicht ohne Folgen bleiben. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) will die Zusammenarbeit mit den Behörden weiter verbessern und in Zukunft noch härter gegen Hooligans vorgehen.

"Wir verurteilen das aufs Schärfste. Ohne Repressionen geht es offenbar nicht mehr, auch wenn die Fans die DFL und den DFB dafür immer verurteilen. Wir müssen bei der Zusammenarbeit mit der Polizei und den Fan-Projekten noch enger zusammenrücken´, sagte der Präsident des Ligaverbandes, Werner Hackmann, dem Sport-Informations-Dienst (sid).

Besonders auffallend ist für Hackmann die Tatsache, dass sich Übergriffe gewaltbereiter Fangruppen hauptsächlich auf die zweite Liga und die Regionalligen konzentrieren, da Hooligans mit Stadionverbot kaum eine Chance haben, bei Bundesligaspielen in die unmittelbare Nähe des Stadions zu geraten. Bereits in der Hinrunde war es beim Zweitliga-Spiel Rot-Weiß Essen gegen Eintracht Frankfurt zu brutalen Jagdszenen gekommen.

Bundesliga zurzeit noch nicht betroffen

"Es ist offensichtlich so, dass es sich hier um ein Problem der zweiten Liga und der Regionalliga handelt. Fanausschreitungen sind in der ersten Liga fast kein Thema mehr. Die Gewalttäter glauben, dass sie sich in der zweiten Liga oder in der Regionalliga besser verstecken können", meinte Hackmann.

Sechs Tage nach der Krawalle beim Länderspiel in Slowenien war es am Freitagabend bei allen drei Partien der 2. Bundesliga zu schweren Ausschreitungen gekommen. Trainer Petrik Sander von Energie Cottbus erlitt im Ost-Derby bei Erzgebirge Aue (0:2) durch einen Feuerwerkskörper ein schweres Knall-Trauma, zudem wurden weitere Personen verletzt und 24 Krawallmacher von der Polizei festgenommen.

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