Madlung bewahrt Hertha vor Heim-Schlappe

06. März 2005, 19:33 Uhr

Hertha BSC Berlin hat durch das 1:1-Remis gegen den 1. FC Kaiserslautern wichtige Punkte im Kampf um die Champions-League-Qualifikation verloren. Dabei bewahrte Alexander Madlung die Berliner sogar vor einer Niederlage.

Alexander Madlung hat Hertha BSC Berlin vor der ersten Heimniederlage im Jahr 2005 bewahrt. Der Verteidiger erzielte fünf Minuten vor Schluss den Ausgleichstreffer zum 1:1 (0:0) gegen den 1. FC Kaiserslautern und bescherte der Elf von Trainer Falko Götz wenigstens einen Punkt im Kampf um einen Platz im internationalen Geschäft. Damit bleiben die Herthaner mit nunmehr 40 Punkten Tabellenfünfter.

Der FCK, der mit 33 Zählern auf Rang neun liegt, war zuvor durch Lucien Mettomo in der 50. Minute in Führung gegangen. Dabei war der Kameruner nur wegen der fünften Gelben Karte von Ingo Hertzsch in die Vierer-Abwehrkette der Pfälzer gerückt. Eine Viertelstunde später rettete der 27-Jährige mit einer akrobatischen Rettungstat auf der eigenen Torlinie, nachdem Herthas Nando Rafael den Ball nach einem Lupfer über Torhüter Thomas Ernst schon im Tor wähnte.

Lauterns Trainer Kurt Jara musste zudem den ebenfalls Gelb-gesperrten Nationalspieler Marco Engelhardt sowie den verletzten Stürmer Carsten Jancker ersetzen. Zumindest in der ersten Halbzeit schienen die Ausfälle negativen Einfluss auf das Spiel der Gäste zu nehmen. Lediglich die eine oder andere Einzelaktion sorgte für etwas Gefahr vor dem Berliner Tor.

Berlins Trainer Falko Götz musste auf den Rot-gesperrten türkischen Nationalspieler Yildiray Bastürk verzichten. Der dafür ins Spiel genommene Andreas Neuendorf konnte Bastürk aber nicht ersetzen. Dafür bot sich mit einer starken Leistung der Pole Artur Wichniarek für weitere Aufgaben im Hertha-Sturm an. Vor der Pause war Wichniarek nahezu an jeder guten Offensivaktion der Hertha beteiligt. Einzig ein Treffer wollte Wichniarek, der gegenüber Nando Rafael und Fredi Bobic den Vorzug erhalten hatte, nicht gelingen.

Vor dem Ausgleich hatten die Berliner bereits zweimal ins Tor getroffen. Allerdings verwehrte Schiedsrichter Peter Gagelmann (Bremen) zunächst einem Kopfballtor von Giuseppe Reina (54. Minute) und später einem zweifelhaften Abstauber-Treffer von Rafael (77.) die Anerkennung. Zumindest der zweite Treffer erhitzte die Gemüter, weil Rafael offenbar auf gleicher Höhe gestanden hatte.

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