Auf einer Vollversammlung der 36 Profiklubs hat die DFL einen Beschluss über eine Aufstockung der Bundesligen auf je 20 Teams vertagt. Thema der Besprechung in Düsseldorf waren zudem Maßnahmen nach dem

Noch keine Entscheidung über Liga-Aufstockung

09. Februar 2005, 19:04 Uhr

Auf einer Vollversammlung der 36 Profiklubs hat die DFL einen Beschluss über eine Aufstockung der Bundesligen auf je 20 Teams vertagt. Thema der Besprechung in Düsseldorf waren zudem Maßnahmen nach dem "Fall Hoyzer".

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat am Mittwoch bei einer Vollversammlung der 36 Profiklubs in Düsseldorf einen Beschluss über eine Aufstockung der Liga vertagt. Die DFL gründete zur Prüfung des Antrags von Eintracht Frankfurts Vorstandschef Heribert Bruchhagen, der eine Erweiterung der beiden Profiligen auf jeweils 20 Vereine ab der Saison 2006/2007 vorsieht, jedoch eine Kommission. Spätestens bis zum 30. Juni soll ein Gesamtkonzept vorgelegt werden.

Neue Aufgaben für die Präventiv-Kommission

Zudem beauftragte die Liga nach dem Wett- und Manipulationsskandal um Robert Hoyzer die eingesetzte Präventiv-Kommission, ein umfangreiches Maßnahmen-Paket mit fünf Punkten zu prüfen. Die Vorschläge sollen in spätestens vier Wochen umgesetzt werden.

Demnach soll künftig der vierte Unparteiische immer ein Bundesliga-Schiedsrichter sein. Wie bei einer Dopingkontrolle soll per Losentscheid noch am Spieltag ein Tausch von Schiedsrichter-Gespannen möglich sein. Auch der Einsatz des Videobeweises soll nach Auskunft von Werner Hackmann, Präsident des Ligaverbandes, thematisiert werden.

Weitere Gespräche mit betradar

Künftig soll zudem das Wett-Frühwarnsystem in Zusammenarbeit mit betradar.com zur Anwedung kommen. In der kommenden Woche will sich die DFL-Spitze mit betradar noch einmal zusammensetzen. Wilfried Straub, Vorsitzender der DFL-Geschäftsführung, erwartet einen Vertragsabschluss in 10 bis 14 Tagen.

Bis zum 30. Juni hat die Geschäftsführung der Liga indes Zeit, um ein Gesamtkonzept in Bezug auf eine Aufstockung der Liga zu erarbeiten. Dies dürfe man nicht isoliert betrachten, so Hackmann, "sondern muss dies in die TV-Verhandlungen einbetten oder dabei auch Fragen erörtern, ob man beispielsweise eine Relegation einführt".

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