Manfred Stiller hat schon viel in seiner Karriere als Trainer erlebt, doch von der Initiative des künftig bei YEG Hassel tätigen Vorstands fühlt sich der 53-Jährige komplett überrumpelt. Denn geht es nach den neuen starken Männern, die zur neuen Spielzeit am Lüttinghof die Vorstandsämter übernehmen, wird in Hassel demnächst Ahmet Özkaya zur zentralen Figur.

YEG Hassel: Trainer Stiller wirft beim Landesligisten hin

Weil der Co degradiert wird, dankt der Chef ab

14. Mai 2009, 17:03 Uhr

Manfred Stiller hat schon viel in seiner Karriere als Trainer erlebt, doch von der Initiative des künftig bei YEG Hassel tätigen Vorstands fühlt sich der 53-Jährige komplett überrumpelt. Denn geht es nach den neuen starken Männern, die zur neuen Spielzeit am Lüttinghof die Vorstandsämter übernehmen, wird in Hassel demnächst Ahmet Özkaya zur zentralen Figur.

"Der neue Vorstand wollte mir mit Özkaya meinen Assistenten vor die Nase setzen", berichtet der Übungsleiter.
[imgbox-left]http://www.reviersport.de/include/images/imagedb/preview_11692-12143.jpeg Verlässt YEG Hassel: Noch-Trainer Manfred Stiller (mmb-Pressebild: Below).[/imgbox]
Özkaya steht im Moment noch in Diensten von Germania Gladbeck, wo der Defensiv-Allrounder auch als Mannschaftskapitän des Westfalenligisten fungiert. Mit Saisonende soll er in die Landesliga wechseln - und dort mit einer Machtfülle alá Felix Magath ausgestattet werden: Özkaya wird nicht nur Vorstandsmitglied, sondern auch Sportlicher Leiter - und vor allem Co-Trainer des aktuell Tabellensechsten.

Für Stiller endet damit aber nach einem Jahr auch sein Engagement am Lüttinghof: "Das kann man mit mir nicht machen. Ich finde, dass der Chef-Trainer in so eine Entscheidung zumindest mit einbezogen werden sollte. Aber die neuen Leute haben nicht einmal das Gespräch mit mir gesucht. Deshalb habe ich der Mannschaft beim Training am Mittwoch mitgeteilt, dass für mich mit am letzten Spieltag Schluss ist."

Dass sich bei Stiller "riesige Entäuschung" breit macht, hat aber noch einen anderen Grund. "Mein bisheriger Co-Trainer Ali Durmaz hat mit mir tolle Arbeit hier geleistet. Er wird aber nun nur noch als Spieler gebraucht, das finde ich respektlos und unverschämt. Ich hätte sehr gern weiter mit ihm zusammengearbeitet."

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Ist die zuletzt eher magere Punkte-Ausbeute vielleicht auch ein Grund, dass es zwischen Stiller und Klub nicht mehr passt? "Das hat nichts mit den Ergebnisses zu tun. Wir haben doch insgesamt eine tolle Saison hingelegt, vor der Saison war vom Nicht-Abstieg die Rede", entgegnet der Coach, der sich selbst als "nicht immer ganz bequem" bezeichnet.

Trotz des Unmuts über die aktuelle Entwicklung verlässt Stiller Hassel nicht ohne Wehmut: "Ich habe es gern gemacht. Mit den Jungs kam ich super klar. Für Ali Durmaz tut es mir am meisten leid, er muss sich jetzt überlegen, wie es für ihn weitergeht." Darüber kann sich auch Stiller Gedanken machen - es sind gerade einmal drei Spiele, dann ist die Saison zu Ende. Und damit auch Stillers zweite Amtszeit beim Verein.

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